Emotionaler Abschied in Philadelphia
Bislang war Giroux ein Franchise-Player bei Philadelphia. Die Flyers drafteten ihn im Jahr 2006 in der 1. Runde an 22. Stelle. In der City of Brotherly Love reifte der sowohl als Center als auch auf dem Flügel einsetzbare Stürmer zum Führungsspieler, trug zwei Jahre das "A" und zehn Jahre das "C" auf dem Trikot. Ausgerechnet sein 1000. NHL-Spiel sollte sein letztes für Philadelphia sein.
"Es war eine großartige Zeremonie. Die Organisation hat einen großartigen Job gemacht, meine Mitspieler haben dafür gesorgt, dass es ein besonderer Tag wurde. In meinem Kopf habe ich natürlich dieses 1000. Spiel gefeiert, aber ich wusste auch, dass es mein letztes sein würde. Es war ein emotionaler Abend. Viele Freunde und viel Familie sind gekommen, meine Kinder und meine Frau waren da. Wir haben es alles aufgesaugt", erinnert sich Giroux.
Plötzlich in Florida: Giroux und die Informationssuche
Dass Giroux im März plötzlich das Panthers-Trikot tragen würde, war zu Saisonbeginn im Oktober noch überhaupt nicht absehbar. "Als wir in die Saison gestartet bin, hätte ich nicht gedacht, dass wir mit den Flyers in dieser Position sein würden. Deswegen hatte ich überhaupt nicht im Kopf, wo ich mal spielen könnte. Als wir im Playoff-Rennen zurückgefallen sind, habe ich darüber nachgedacht, wo es passen könnte und wo ich einen Stanley Cup gewinnen könnte. Ich habe mich umgesehen und da war etwas mit Florida. Mir hat gefallen, wie sie gespielt haben. Ich habe mir gedacht, dass das gut passen würde. Es sollte so sein."
Nach 15 Spielzeiten bei den Flyers fiel ihm der Abschied freilich schwer. "Ich wusste, dass es hart werden würde, aber nicht, dass es so emotional werden würde", erklärte Giroux. "Es gibt keine Worte, um das zu beschreiben. Ich war noch nie in so einer Situation. Es war keine leichte Entscheidung. Jetzt bin ich aber ein Panther und möchte loslegen."
In den letzten Wochen ist bei Giroux der Entschluss gereift, dass Florida seine Wunschadresse sein würde. Für den Wechsel zu den Panthers ließ er sogar seine No-Move-Klausel streichen. "Florida war auf meiner Liste ganz oben. Ich wollte hierher wechseln. Ich habe in dieser Saison schon dreimal gegen sie gespielt, konnte auch schon ein paar Spiele von ihnen anschauen und habe mich über die Spieler, Trainer und das Management umgehört. Ich habe nichts Schlechtes gehört. Ich bin einfach nur froh, dass dieser Wechsel eingefädelt wurde." Informationen aus erster Hand erhielt Giroux außerdem bei Verteidiger Keith Yandle, mit dem er bis zur letzten Woche noch gemeinsam für Philadelphia spielte: "Keith ist ein überragender Mensch. Wir wurden dicke Freunde dieses Jahr. Ich habe viele Fragen über Florida gestellt und er hatte viele gute Dinge zu berichten."