Mit Spannung wird der Start der Stanley Cup Playoffs 2026 in der Western Conference erwartet. Mit der Colorado Avalanche geht dort nicht nur der Presidents‘-Trophy-Gewinner an den Start, sondern mit Leon Draisaitl, Josh Samanski (beide Edmonton Oilers), JJ Peterka (Utah Mammoth) und Nico Sturm (Minnesota Wild) auch vier Deutsche sowie mit Lian Bichsel (Dallas Stars), Kevin Fiala (Los Angeles Kings) und Akira Schmid (Vegas Golden Knights) auch drei Schweizer. NHL.com/de liefert Euch eine Vorschau auf die vier Serien in der Western Conference…
Colorado Avalanche (1. Central Division) – Los Angeles Kings (2. Wildcard)
Saison-Serie: 3:0
Die Colorado Avalanche (55-16-11) ist das Maß aller Dinge in der NHL. Die reguläre Saison 2025/26 schloss das Team aus Denver auf Rang 1 ab und wurde dafür mit der Presidents‘ Trophy ausgezeichnet. In den Kategorien Offensive (3,63 Tore/Spiel), Defensive (2,4 Gegentore/Spiel), Penalty Killing (84,6 Prozent Erfolgsquote), abgegebene Torschüsse (33,7 pro Partie), Tore bei 5-gegen-5 (217), Stürmer-Scoring (244-342-586), Verteidiger-Scoring (53-177-230) und Auswärts-Record (29-7-5, 63 Punkte) hält Colorado jeweils Liga-Bestwerte. Die einzige Schwachstelle, so scheint es, ist das Powerplay, das mit 17,1 Prozent nur auf Platz 27 rangiert. An MacKinnon liegt das ganz sicher nicht: Der Nummer-1-Center der Avalanche schloss als Top-Torjäger und drittbester Scorer in der NHL ab (80 Spiele, 53-74-127) und erhält dafür die Rocket Richard Trophy. Eine 100-Punkte-Saison spielte auch Martin Necas (78 Spiele, 38-62-100). Offensivverteidiger Cale Makar (75 Spiele, 20-59-79) zählt zu denn besten seines Fachs und ist mit seiner Explosivität und Geschwindigkeit kaum zu stoppen. Insbesondere auf der Center-Position ist Colorado mit MacKinnon, Brock Nelson (81 Spiele, 33-32-65), Nachkauf und Rückkehrer Nazem Kadri (16 Spiele, 4-5-9; zuvor: Calgary Flames) und Jack Drury (82 Spiele, 10-17-27) stark aufgestellt. Die Avalanche verfügt über Feuerkraft in der Spitze und der Tiefe. Im Tor muss das Tandem um Scott Wedgewood (45 Spiele, 43 Starts, 31 Siege, 2,02 Gegentore/Spiel, 92,1 Prozent Fangquote, vier Shutouts) und Mackenzie Blackwood (39 Spiele, 36 Starts, 23 Siege, 2,51 Gegentore/Spiel, 90,4 Prozent Fangquote, drei Shutouts) eine starke Hauptrunde auch in den Playoffs bestätigen.
Die Los Angeles Kings (35-27-20) gehen als krachender Außenseiter in dieses Duell. Unterschätzen sollte L.A. aber keiner, denn seitdem der bisherige Associate Coach D.J. Smith für den gefeuerten Cheftrainer Jim Hiller übernahm, holten die Kings 60,9 Prozent der Punkte (23 Spiele, 11-6-6; zuvor: 52,5 P%) und eroberten den hart-umkämpften letzten Playoff-Platz im Westen. Als zusätzlicher Motivationsschub dürfte Franchise-Spieler Anze Kopitar fungieren, der seine Schlittschuhe nach dieser Saison an den Nagel hängen wird. Mit 2,68 Toren pro Partie stellt Los Angeles die viertschlechteste Offensive der gesamten Liga sowie die schlechteste aller in den Playoffs vertretenen Teams. Mit dem Schweizer Kevin Fiala (56 Spiele, 18-22-40) fehlt ein wichtiger Flügelflitzer seit Wochen. Die Hoffnung besteht, dass er nach einem Beinbruch bei den Olympischen Spielen 2026 zurückkehren wird. Fiala könnte die Offensive ankurbeln. Nur drei Spieler erzielten mehr als 20 Saisontore: Adrian Kempe (81 Spiele, 36-37-73), Quinton Byfield (79 Spiele, 24-25-49) und Alex Laferriere (82 Spiele, 21-23-44). Einem echten Belastungstest dürfte die Defensive unterzogen werden. Diese war angesichts von nur 2,9 Gegentoren/Spiel (T-7.) das Rückgrat der Kings in der Hauptrunde.
Dallas Stars (2. Central Division) – Minnesota Wild (3. Central Division)
Saison-Serie: 2:2 (es gewann immer das Heim-Team)
Die Dallas Stars (50-20-12) erreichten drei Jahre in Folge das Western Conference Finale, zogen dort aber immer den Kürzeren. Mit Glen Gulutzan gingen die Texaner mit einem neuen Trainer in die Saison 2025/26 und hoffen, nun die richtige Mischung gefunden zu haben, um den nächsten Schritt zu gehen. Dallas zeigte eine solide Offensive (3,33 Tore/Spiel, 9.), eine sattelfeste Defensive (2,71 Gegentore/Spiel, 2.) und ein brandgefährliches Powerplay (28,6 Prozent, 2.). Hinzu kommt mit Jake Oettinger (54 Starts, 35 Siege, 2,59 Gegentore/Spiel, 89,9 Prozent Fangquote, vier Shutouts) ein enorm sicherer Rückhalt, der sein Torwartspiel in den Playoffs noch einmal auf ein höheres Niveau heben kann. In 65 Playoff-Partien kommt Oettinger auf eine Fangquote von 91,3 Prozent, einen Gegentorschnitt von 2,56 und zwei Shutouts. Ähnlich wie die Avalanche verfügen auch die Stars über eine hohe Qualität in der Spitze und der Tiefe. Sieben Spieler erzielten mindestens 15 Tore, darunter die beiden 45-Tore-Stürmer Jason Robertson (82 Spiele, 45-51-96) und Wyatt Johnston (82 Spiele, 45-41-86). Mikko Rantanen (64 Spiele, 22-55-77) zeigte schon in der Vorsaison, dass er ein Unterschiedsspieler in der Postseason sein kann (18 Spiele, 9-13-22). Mit dem Schweizer Verteidiger Lian Bichsel (50 Spiele, 4-4-8) weiß Texas eine menschgewordene Abrissbirne an der blauen Linie, der in den Playoffs die nötige Härte mit einbringt (2,0 Meter, 108 Kilogramm, 139 Checks, 42 Blocks).






















