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Der Kampf um den Stanley Cup 2022 ist in vollem Gange. Während die Spannung auf dem Eis zunimmt, lässt NHL.com/de die Postseason-Geschichte der NHL hochleben und gründet die erste European Player Playoff Hall of Fame Class 2022. Da der Erfolg in den Playoffs das entscheidende Kriterium ist, und die Auswahl aus einem großen Pool qualifizierter Spieler besteht, ist die Aufgabe gewaltig.

In dieser Ausgabe die zehn Kandidaten auf der Verteidigerposition.
Sergei Gonchar (141 Playoff-Spiele, 22 Tore, 68 Assists, 90 Punkte)
Gonchar begann seine NHL-Karriere bei den Washington Capitals zur Saison 1994/95 und blieb dem Hauptstadt-Klub zehn Jahre lang treu. Seine weiteren Station in der NHL waren die Boston Bruins (2003/04), die Pittsburgh Penguins (2005-2010), die Ottawa Senators (2010-2013), die Dallas Stars (2013-2014/15) und die Montreal Canadiens (2014/15). In 14 seiner 20 NHL-Saisons qualifizierte sich Gonchar für die Stanley Cup Playoffs. Seinen größten Erfolg feierte er 2009 mit dem Gewinn des Stanley Cups.

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Calle Johansson (105 Playoff-Spiele, 12 Tore, 43 Assists, 55 Punkte)
Der in Göteborg, Schweden geborene Johansson wurde beim NHL Draft 1985 von den Buffalo Sabres in der ersten Runde (Nr.) ausgewählt. Nach zwei Spielzeiten in Buffalo (1987-1988/89) wurde er zu den Washington Capitals (1988/89-2003) getradet. Nach einer Saison bei den Toronto Maple Leafs (2003/04) beendete er seine NHL-Karriere. 1998 gelang ihm mit den Capitals als Eastern Conference Champion der Einzug in das Stanley Cup Finale, indem sie sich jedoch per Sweep (0:4-Siege) den Detroit Red Wings geschlagen geben mussten.

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Niklas Kronwall (109 Playoff-Spiele, 5 Tore, 42 Assists, 47 Punkte)
Die Detroit Red Wings entschieden sich beim NHL Draft 2000 an Nummer 29 für Kronwall. Der in Stockholm geborene Verteidiger spielte von 2003/04 bis 2018/19 seine gesamte NHL-Karriere über bei den Red Wings, mit denen er 2008 gegen die Pittsburgh Penguins den Stanley Cup gewinnen konnte. Im darauffolgenden Jahr stand Kronwall erneut im Stanley Cup Finale den Penguins gegenüber, doch diesmal durfte Pittsburgh nach sieben Spielen den Pokal in Empfang nehmen.

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Nicklas Lidstrom (263 Playoff-Spiele, 54 Tore, 129 Assists, 183 Punkte)
Zwei Jahre nachdem er von den Detroit Red Wings in der dritten Runde des NHL Draft 1989 ausgewählt wurde, gab Nicklas Lidstrom sein NHL-Debüt für die Red Wings. Von 1992 bis zu seinem Karriereende 2012 qualifizierte sich Lidstrom in jedem Jahr für die Stanley Cup Playoffs. In den Jahren 1997, 1998, 2002 und 2008 holte er mit Detroit den Stanley Cup. Als wertvollster Spieler der Playoffs wurde Lidstrom 2002 mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet.

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Jyrki Lumme (105 Playoff-Spiele, 9 Tore, 35 Assists, 44 Punkte)
In seiner zweiten NHL-Saisons wurde Lumme von den Montreal Canadiens (1988-1989/90) an die Vancouver Canucks (1989/90-1998) getradet, denen er neun Jahre lang ein zuverlässiger Verteidiger war. In den letzten fünf Jahren seiner NHL-Laufbahn war der in Tampere geborene Finne bei den Phoenix Coyotes (1998-2001), Dallas Stars (2001/02) und Toronto Maple Leafs (2001-2003) engagiert. Lumme qualifizierte sich mit seinen Teams in zehn Saisons für die Stanley Cup Playoffs. 1994 stand er mit den Canucks im Finale, in dem sie jedoch den New York Rangers in sieben Spielen unterlagen.

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Sandis Ozolinsh (137 Playoff-Spiele, 23 Tore, 67 Assists, 90 Punkte)
Der Lette Ozolinsh startete und beendete seine NHL-Karriere bei den San Jose Sharks (1992-1995/96; 2007/08). Als Glücksfall erweisen, sollte sich für ihn der Wechsel zu den Colorado Avalanche während der Saison 1995/96. Im selben Jahr gewann er mit dem in Denver beheimateten Klub den Stanley Cup. In Colorado erreichte er weitere dreimal das Conference Finale. Weitere Stationen von Ozolinsh waren die Carolina Hurricanes (2000-2001/02), Florida Panthers (2001/02-2002/03), Anaheim Ducks (2002/03-2005/06) und New York Rangers (2005/06-2007). Das Stanley Cup Finale 2003 verlor Ozolinsh mit den Ducks gegen die New Jersey Devils in sieben Spielen.

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Stefan Persson (102 Playoff-Spiele, 7 Tore, 50 Assists, 57 Punkte)
Zur Riege in Schweden geborener, außergewöhnlicher NHL-Verteidiger zählt unangefochten Persson, dessen NHL-Heimat von 1977 bis 1986 die New York Islanders waren. Mit den Islanders brachte Persson viermal hintereinander den Stanley Cup nach Long Island (1980, 1981, 1982, 1983). Auch 1984 stand er im Stanley Cup Finale, doch diesmal erwiesen sich die Edmonton Oilers als zu starker Gegner in fünf Spielen und durften mit 4:1-Siegen den Pokal in Empfang nehmen.

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Reijo Ruotsalainen (86 Playoff-Spiele, 15 Tore, 32 Assists, 47 Punkte)
Ruotsalainen verbrachte seine ersten fünf NHL-Jahre bei den New York Rangers (1981-1986), die sich für den Finnen beim NHL Draft 1980 in der sechsten Runde an Nummer 119 entschieden hatten. In jedem Jahr erreichte er mit den Rangers die Stanley Cup Playoffs. Seine größten Erfolge sollte er jedoch bei den Edmonton Oilers feiern, mit denen er 1987 und nach seiner Rückkehr 1990 den Stanley Cup gewinnen konnte. Zu Beginn der Saison 1989/90 stand Ruotsalainen bei den New Jersey Devils im Kader.

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Borje Salming (81 Playoff-Spiele, 12 Tore, 37 Assists, 49 Punkte)
Der aus dem in Nordschweden gelegenen Kiruna stammende Salming darf zu den NHL-Pionieren gezählt werden. Er war der erste in Europa geborene Spieler, der in der NHL zu einem Superstar heranwuchs. In 16 seiner 17 NHL-Saisons lief er für die Toronto Maple Leafs (1973-1989) aufs Eis. In seiner letzten NHL-Saison zog er das Trikot der Detroit Red Wings (1989/90) über. Mit Toronto nahm er zwölf Mal an den Stanley Cup Playoffs teil.

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Sergei Zubov (164 Playoff-Spiele, 24 Tore, 93 Assists, 117 Punkte)
Im zweiten Jahr seiner NHL-Laufbahn, die er 1992/93 bei den New York Rangers startete, wurde Zubov bereits Stanley Cup Champion. Als New Yorks bester Scorer während der regulären Saison und mit 19 Punkten in 22 Playoff-Partien hatte er maßgeblichen Anteil zum ersten Stanley Cup-Gewinn des Traditionsfranchise seit 1940. Die Saison 1995/96 hatte Zubov bei den Pittsburgh Penguins verbracht, ehe er zu den Dallas Stars wechselte, bei denen er seine Karriere im Anschluss der Saison 2008/09 beendete. Mit Dallas gewann der gebürtige Moskauer 1999 den Stanley Cup. Der Versuch, im Jahre 2000 den Titel zu verteidigen, scheiterte im Finale gegen die New Jersey Devils in sechs Spielen.

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