Das 2:0 ging dann auf das Konto von Tavares selbst. Es war ein Tor, das der Routinier mit einem gewonnenen Bully selbst einleitete. Danach zog er vors Tor der Stars und fälschte den Schuss von William Nylander entscheidend ab (12.). Es war das 20. Saisontor des Kanadiers, der diese Marke damit zum zwölften Mal in 13 NHL-Saisons erreichte.
Nach einem torlosen zweiten Drittel beruhigte Ondrej Kase im Schlussabschnitt die Nerven der Fans der Gastgeber mit seinem Überzahltreffer weiter (41.). Der Tscheche traf damit im zweiten Spiel in Folge. Auch gegen die Buffalo Sabres hatte er sich in die Torschützenliste eingetragen. Das 4:0 durch Ilya Mikheyev knapp 90 Sekunden vor dem Ende ins verwaiste Tor der Stars war der Schlusspunkt des Spiels.
"Wir hatten ein sehr gutes Unterzahlspiel und haben die Stars im dritten Drittel nicht groß zur Entfaltung kommen lassen", befand Kallgren, der als Idol Henrik Lundqvist, den früheren schwedischen Torhüter der New York Rangers, nennt. Die Jungs vor ihm hätten gute Arbeit erledigt.
"Ich denke, wir haben ein bisschen härter gespielt. Wir haben uns auf unser Defensivspiel konzentriert und haben darauf aufgebaut", meinte Sandin. Es seien viele Dinge in diesem Spiel gewesen, die das Team in jeder Partie machen müsste. Es sei noch nicht alles perfekt gewesen.
"Aber unterm Strich haben wir kein Tor kassiert, das haben wir gebraucht", ging das Lob an den Landsmann im Tor. "Erik hat total ruhig gewirkt. Ich bin sehr glücklich für ihn."
Auch der Coach der Gastgeber war mit der Leistung seiner Truppe zufrieden: "Wir haben am Anfang geduldig gespielt. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir den ersten Schuss bekommen haben", meinte Keefe. Man habe den Jungs gesagt, dass man mit sehr viel Ruhe in dieses Spiel gehen müsse, sowohl beim Verteidigen als auch im Angriff. "Dallas lässt nicht viel zu. Man muss sich seine Chancen erarbeiten, Wechsel für Wechsel, Sturmreihe für Sturmreihe. Die Jungs haben sehr intelligent und beherrscht gespielt."
Da die Torwartposition in Toronto naturgemäß mehr Beachtung findet als bei irgendeiner anderen Franchise in der NHL, kam für Kallgren natürlich die Frage, ob er jetzt den Job zwischen den Pfosten bei den Maple Leafs übernommen habe. Doch auch das parierte der Schwede souverän: "Ich weiß nicht, ich bin doch erst vor ein paar Tagen hochgezogen worden. Ich versuche das jetzt zu genießen und nicht zu viel nachzudenken."