Eine fruehe Prognose fuer die Favoriten auf den Stanley Cup 2027

Die mit dem Triumph im Stanley Cup verbundenen Feierlichkeiten bei den Carolina Hurricanes sind noch gar nicht abgeklungen, da zeichnet sich bereits die Saison 2026/27 am Horizont ab. Ende Juni geht der NHL Draft über die Bühne, Anfang Juli folgt die Free Agency. NHL.com/de wagt eine frühe Prognose und präsentiert fünf Teams, die für den Titelgewinn im nächsten Jahr in Frage kommen.

Carolina Hurricanes

Der amtierende Champion gehört im Folgejahr traditionell erneut zu den heißen Anwärtern auf den Cup. Zumal dann, wenn sich an der Zusammensetzung des Erfolgskaders kaum etwas ändert. Bei der Vertretung aus Raleigh ist genau das der Fall. Bis auf Torwart Frederik Andersen steht der Kern der Mannschaft weiterhin unter Vertrag. Trainer Rod Brind’Amour kann von daher weiter aus dem Vollen schöpfen und seine erfolgreiche Arbeit mit dem angestammten Personal fortsetzen. Es müssen nicht erst neue Leute integriert werden, die womöglich längere Anlaufzeit benötigen, um sich mit dem in jeder Hinsicht fordernden System des Coaches vertraut zu machen.

Sollte Andersen keinen Anschlussvertrag unterzeichnen, stünden mit Brandon Bussi und Piotr Kochetkov zwei fähige Leute aus den eigenen Reihen parat, um die Lücke zu schließen. Das eingesparte Geld für einen neuen Schlussmann ließe sich stattdessen in erfahrene Ergänzungsspieler investieren. Die Spitzenkräfte in der Verteidigung, wie K’Andre Miller, Sean Walker, Jaccob Slavin und Jalen Chatfield, sowie die Top-Stürmer Seth Jarvis, Sebastian Aho, Nikolaj Ehlers und Andrei Svechnikov sind noch länger an Carolina gebunden.

Sieh dir die besten Momente der Stanley Cup Feier der Hurricanes an

Colorado Avalanche

Den Klub aus Denver hatten viele bereits als Meisterschaftsfavoriten für dieses Jahr auf dem Zettel. Doch weil die Superstars Cale Makar und Nathan MacKinnon im Eastern Conference Finale auf dem Zahnfleisch daherkamen, mussten die Avalanche überraschend nach einem 0:4-Sweep in der Serie gegen die Vegas Golden Knights die Segel streichen.
Im kommenden Jahr wird Colorado einen weiteren Anlauf auf den Cup-Sieg nehmen. Es ist möglicherweise die letzte Chance für das bestehende Gerüst der Mannschaft, den Pokal zu holen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Verantwortlichen tief in die Schatulle greifen müssen, um den offensivstarken Blueliner Makar mit einem neuen Kontrakt auszustatten, der ab 2027/28 greift. Ob danach noch Geld für die Weiterbeschäftigung von Stützen wie Torwart Scott Wedgewood oder Stürmer Artturi Lehkonen übrigbleibt, erscheint fraglich. Vielleicht setzt diese Gemengelage noch einmal alle Kräfte bei Colorado frei, um nach 2022 den zweiten Titel in diesem Jahrzehnt einzufahren.

MIN@COL, Sp 1: Makar markiert seinen zweiten Treffer im Spiel

Minnesota Wild

Dem Team aus St. Paul steht eine glänzende Zukunft bevor. Mit Torwart Jesper Wallstedt, ihren Top-Verteidigern Brock Faber und Quinn Hughes sowie den Angreifern Kirill Kaprizov, Matt Boldy und Joel Eriksson-Ek verfügen die Wild über ein ambitioniertes und tragfähiges Korsett, das kurz- bis mittelfristig zum Cup-Gewinn taugt. In diesem Jahr scheiterte Minnesota zwar in der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs deutlich an der ausgebuffteren Avalanche (1:4). Dennoch blitzte das enorme Potenzial der Wild auf. Sollte General Manager Bill Guerin im Sommer die Vertragsverlängerung mit Hughes über 2027 hinaus hinbekommen, könnte das als zusätzliche Motivationsspritze dienen.
Einer von Minnesota, der weiß, was für ein tolles Gefühl es ist, den Stanley Cup in den Händen zu halten, ist Nico Sturm. Der Deutsche gewann 2022 mit der Avalanche und 2025 mit den Florida Panthers die begehrte Trophäe. Er würde sicherlich gerne das Triple perfekt machen.

COL@MIN, Sp4: Hughes bedient Sturm zum Ausgleich

Florida Panthers

Der Doppelmeister von 2024 und 2025 konnte in der abgelaufenen Saison die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Die Mannschaft wirkte nach drei Finaleinzügen hintereinander zeitweise müde und überspielt und kam nie richtig in Tritt. Hinzu gesellten sich die langfristigen Ausfälle von Kapitän Aleksander Barkov und Matthew Tkachuk. Damit waren die Panthers zwei ihrer schärfsten Waffen im Angriff beraubt. Barkov verpasste die komplette Spielzeit, Tkachuk fast zwei Drittel davon. Nach einem Jahr ohne Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs geht das Team aus Sunrise nun ausgeruht und wieder mit voller Kapelle in die neue Saison.

Lediglich hinter Goalie Sergei Bobrovsky steht ein Fragezeichen. Sein Vertrag ist ausgelaufen. Es ist anzunehmen, dass General Manager Bill Zito sich nach einem preiswerteren Schlussmann umsieht und das Geld statt in Bobrovsky lieber in andere Rollenspieler investiert.

TOR@FLA: Marchand gelingt der erste Treffer

Edmonton Oilers

Bei den Oilers stellt sich die Sachlage etwas komplizierter dar als bei den vier vorgenannten Klubs. Ein Dutzend Spielerverträge aus dem diesjährigen Playoff-Kader ist Ende des Monats hinfällig. Auf General Manager Stan Bowman wartet deshalb eine Menge Arbeit, zumal er auch erst noch einen neuen Trainer verpflichten muss. Der Umbruch wird groß ausfallen. Aber vielleicht liegt genau darin die Chance für Edmonton, nach vielen vergeblichen Anläufen endlich den sechsten Cup-Sieg in der Franchise-Geschichte einzufahren.

Für die beiden Stürmerstars Connor McDavid und Leon Draisaitl steht das Zeitfenster nicht mehr beliebig lange offen, um gemeinsam zu reüssieren. Kapitän McDavid hatte zuletzt wohlweißlich nur noch für zwei Jahre bis Ende 2027/28 verlängert, um sich andere Optionen nicht zu verbauen. Dennoch wird er bis dahin alles dafür tun, um mit seinen Oilers den Stanley Cup in die Höhe zu stemmen. Unter Umständen klappt es ja schon 2027.

Erlebt alle Tore von Leon Draisaitl in der Saison 2025/26 noch einmal

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