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Geteilte Heimat, dafür aber doppelter Erfolg

Die New York Islanders sind das einzige Team der NHL, dass in zwei verschiedenen Stadien zu Hause ist

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Ein Heimspiel zu haben ist immer ein großer Vorteil, nicht nur aufgrund der Unterstützung durch die eigenen Fans, sondern auch wegen der vertrauten Umgebung. Eishockeyspieler sind dafür bekannt abergläubisch und ihren Routinen treu zu sein. 

In der eigenen Arena nehmen sie meist die gleichen Wege, halten sich vor den Spielen an den gleichen Orten auf und verfolgen die gleichen Rituale. Doch für die New York Islanders, aktuell eines der besten und heimstärksten Teams der NHL, ist ein Heimspiel nicht gleich ein Heimspiel. Die Islanders haben die besondere Situation, dass sie das einzige Team der Liga sind, das zu Hause in zwei verschiedenen Stadien spielt.

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Die Islanders waren von ihrer Gründung im Jahre 1972 bis 2015 im Nassau Veteran Memorial Coliseum in Uniondale beheimatet. Die Arena war nicht nur ihr zu Hause, sondern spielte sogar eine wichtige Rolle bei der Gründung des Teams. 

Die World Hockey Association, damals eine Konkurrenzliga der NHL, wollte eines ihrer Teams, die New York Raiders in der neu errichteten und für damalige Verhältnisse modernen Arena unterbringen. Dieses Vorhaben stieß bei den Lokalpolitikern auf Widerstand, da die WHA nicht das Prestige der NHL hatte und man ein großes Team aus der großen Liga haben wollte. Das stieß die Gründung der Islanders an. 

Über die nächsten 43 Jahre trugen die 'Isles' ihre Heimspiele im Nassau Coliseum aus und feierten dort von 1980 bis 1983 vier Mal in Folge den Stanley Cup. Doch die Jahre setzten dem Stadion zu. Nach einer Renovierungsmaßnahme fasste die Halle nur noch 13.917 Zuschauer, die Infrastruktur ließ zu wünschen übrig und so entschied man sich zum Umzug in das Barclays Center in Brooklyn. 

 

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Die Entscheidung traf bei Fans nicht auf ungeteilte Gegenliebe und mittlerweile ist der nächste Umzug in eine noch in der Planung befindliche Arena zur Saison 2020/21 geplant. Aktuell teilen die Islanders jedoch ihre Spiele zwischen dem Barclays Center und dem Nassau Coliseum auf, sehr zur Freude vieler Fans. 

Die Aufteilung der Heimspiele zwischen den beiden Arenen scheint dem Erfolg der Islanders nicht zu schaden. Sie gewannen acht der vergangenen neun Heimspiele und holten ein Mal einen Punkt durch eine Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Tampa Bay Lightning. Fünf der Siege wurden im Barclays Center gefeiert, drei der Erfolge und der Punkt gegen die Lightning im Nassau Coliseum. 

"Ich muss sagen, die Atmosphäre in der Arena war unglaublich", schwärmte auch Lightning Trainer Jon Cooper nach dem Sieg seiner Mannschaft im Coliseum. "Es war wirklich cool in dieser Halle zu spielen und das mitzuerleben, das hat das Spiel noch besser gemacht."

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Am Samstag trugen die Islanders zum letzten Mal in dieser Saison ein Heimspiel im Barcalays Center aus, ein 5:2-Sieg gegen die Edmonton Oilers. Die übrigen zwölf Heimspiele werden im Nassau Coliseum stattfinden. 

Derzeit stehen die Islanders mit 76 Punkten (35-17-6) auf dem ersten Platz der Metropolitan Division. Die Weichen sind also für die Stanley Cup Playoffs gestellt. Am Freitag gaben das Franchise bekannt, dass sie im Falle des Einzugs in die Playoffs ihre Heimspiele der ersten Runde im Coliseum austragen würden. Sollte es in die zweite Runde gehen, würden alle weiteren Heimspiele im Barclays Center stattfinden. 

 

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Für die Fans in New York ist dies eine willkommene Nachricht, denn die traditionsreiche Arena erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Für das Team scheint es jedoch keinen großen Unterschied zu machen, in welcher Halle ihre Heimspiele stattfinde. Sie sind sowohl in Long Island, als auch in Brooklyn aktuell so gut wie unschlagbar und werden alles geben, um in den restlichen zwölf Spielen im Nassau Coliseum die Playoff-Teilnahme endgültig zu sichern.

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