WPG@EDM: McDavid verbucht 500. Karrierepunkt

Die Edmonton Oilers hatten am Mittwochabend eine Menge Gründe zum Feiern: Da war der 3:2-Heimsieg gegen die Winnipeg Jets, ein Doppelpack des Deutschen Leon Draisaitl sowie der 500. NHL-Scorerpunkt für Kapitän Connor McDavid.

McDavid: Mit Vollgas vorbei am nächsten Meilenstein
Es scheint, als könne McDavid nur Vollgas: Nicht nur, dass der Mittelstürmer mit seinem ungeheuerlichen Tempo als schnellster Spieler der Welt gilt, er rast auch im schwindelerregender Geschwindigkeit an jedem Meilenstein vorbei. An diesem Abend war es die Schallmauer von 500 Scorerpunkten.
Um diese Marke zu reißen, brauchte McDavid gerade mal 369 Spiele und ist damit der achtschnellste Spieler in der NHL-Geschichte. Schneller waren nur Wayne Gretzky (234 Spiele), Mario Lemieux (287 Spiele), Peter Stastny (322 Spiele), Mike Bossy (349 Spiele), Eric Lindros (352 Spiele), Jari Kurri (356 Spiele) und Bryan Trottier (362 Spiele).
Unter den noch aktiven Spielern erreichte außer Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins, der ebenfalls 369 Partien benötigte, keiner so schnell diese Marke. Alex Ovechkin, Kapitän der Washington Capitals, benötigte zum Beispiel 373 Spiele und ist der dritte Aktive im Bunde, der es unter 400 Partien schaffte.

WPG@EDM: Draisaitl trifft 21 Sekunden nach Puljujarvi

Unglaublich auch, dass McDavid die Meilensteine immer schneller erreicht: Er brauchte 92 Spiele für die 100 Scorerpunkte, 82 weitere für die 200, 68 weitere für die 300, 67 weitere für die 400 und nun 64 weitere für die 500. Kaum auszumalen, wo der Kanadier aus Richmond Hill (Provinz Ontario) am Ende seiner schon jetzt traumhaften Karriere stehen wird.
McDavid folgt Crosbys Beispiel
"Es ist nicht das wichtigste auf der Welt", hatte McDavid vor dem Spiel noch über die Zahl 500 gesagt. "Es ist ein kleiner Meilenstein und es macht Spaß, diese abzuhaken." Angesprochen auf Crosby sagte der Center: "Das ist lustig. Immer, wenn du mit so einem Spieler gleichziehen kannst, ist es etwas Besonderes. Er war so erfolgreich in dieser Liga und hat alles erreicht, was ich auch erreichen möchte. Er ist ein großartiges Vorbild. Er hat alles erreicht, was er sich vorstellen konnte. Er wollte sich bei Faceoffs steigern und hat es geschafft. Er wollte mehr Tore schießen und hat das geschafft. Ich denke, dass ich von ihm viel lernen kann, denn er hat sein Spiel über die letzten Jahre verändert und macht alles, was er kann, um erfolgreich zu sein."
Kaum war der Puck aufs Eis gefallen, war McDavid schon wieder im Vollgas-Modus und ließ auch beim Erreichen des 500. Scorerpunkts nichts anbrennen: 225 Sekunden waren gespielt, da flackerte die Torlampe schon auf. Ryan Nugent-Hopkins servierte den Puck in der neutralen Zone für Jesse Puljujarvi, der einen Doppelpass mit dem auf dem linken Flügel postierten McDavid spielte und dann zum 1:0 traf (4.).
Bei seinem 501. Punkt lieferte er beim Powerplaytor von Leon Draisaitl zum zwischenzeitlichen 3:1 den zweiten Assist: McDavid schickte die Scheibe mit einem Querpass in den Slot, wo Nugent-Hopkins direkt abfasste. Draisaitl staube den Abpraller dann erfolgreich ab (37.).

WPG@EDM: Draisaitl räumt Nachschuss im PP auf

Draisaitl mit Doppelpack - Kahun in Reihe vier
Für Draisaitl war es nicht der einzige Treffer an diesem Abend. Schon zuvor hatte der deutsche Superstar für das 2:1 gesorgt: Beinahe mit der Geschwindigkeit eines McDavids stach der 25-Jährige in die Offensivzone, guckte sich Gäste-Goalie Connor Hellebuyck aus und traf mit der Präzision eines Chirurgen ins linke Eck (5.).
Zusammen mit McDavid (9-23-32) führt Draisaitl (10-18-28) die Scorerwertung in der NHL an. Eine Verteidigung des Topscorer-Titels scheint für den doppelten MVP der Vorsaison also möglich.
Der Kölner erhielt übrigens einen neuen Reihenpartner und centerte Edmontons zweite Sturmreihe neben Kailer Yamamoto und Tyler Ennis. Landsmann Dominik Kahun wurde in der vierten Linie neben Jujhar Kaira und Josh Arshibald aufgestellt. Der Schweizer Mittelstürmer Gaetan Haas kam in der dritten Formation mit Kyle Turris und Alex Chiasson zum Zug.
McDavid bildete wiederum das Top-Trio mit Nugent-Hopkins und Puljujarvi. Eine Kombination mit einer Menge Chemie. Das gilt aber wohl für fast jedes Gespann, das vom Vollgas-Hockeyspieler angetrieben wird.