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Hinten steht Gibson und vorne richten es Kesler & Co.

Die Anaheim Ducks machen aus der Not eine Tugend und fahren damit recht gut

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Die Anaheim Ducks sind zurück auf der Erfolgsspur. Sie erwischten einen traumhaften Start in das Jahr 2017, nachdem es bei ihnen Ende Dezember noch gekriselt hatte. Vor der Weihnachtspause verloren sie vier von sechs Auswärtspartien (2-3-1) und in der darauffolgenden Begegnung reichte es nur zu einem Punkt im Heimspiel gegen die San Jose Sharks. danach belegten die Ducks nur den sechsten Platz in der Western Conference. Das war zu wenig für ein Team, das angetreten war, um ganz oben in der Tabelle ein Wörtchen mitzureden, und 27 Gegentreffer in sieben Partien waren definitiv zu viel. Das war es nicht, was sich Headcoach Randy Carlyle von seinem Team versprochen hatte. Anaheims Offensivspiel bestimmte vor allem die Sturmformation um Ryan Kesler, Jakob Silfverberg und Andrew Cogliano, von den beiden Topstars Ryan Getzlaf und Corey Perry war dagegen wenig zu sehen. In der vergangenen Saison hatte es das Sturmduo noch auf 47 Tore gebracht, bis zum Jahresende 2016 gelangen den beiden Angreifern gerade einmal elf.

Rechtzeitig zur Jahreswende sah der Spielplan vor, dass die Ducks fünfmal in Folge zuhause antreten dürfen. Mit den Philadelphia Flyers hatten sie ihre Probleme, gewannen aber noch nach Penaltyschießen die Partie mit 4-3. Getzlaf hatte sich in diesem Spiel verletzt und musste vorzeitig das Eis verlassen. Trotz der drei Gegentore war John Gibson mit 51 Paraden der überragende Akteur auf dem Eis gewesen.

Video: DAL@ANA: Silfverberg mit Nachschuss im PP zur Stelle

Wo soll der Weg der Ducks hinführen, mit einem Perry der scheinbar seinen Torinstinkt verloren hat und ohne Teamkapitän Getzlaf, der für die nächsten Auftritte nicht zur Verfügung steht? Carlile machte aus der Not eine Tugend. Die Abwehr muss halten und vorne regeln es dann Kesler & Co. Eine Strategie die aufgehen sollte!

Gibson hatte schon gegen die Flyers mit einer Fangquote von 94,4 Prozent gezeigt, dass seine Formkurve nach oben zeigt, und der 23-Jährige bestätigte dies in den folgenden Auftritten mit zwei Shutouts gegen die Detroit Red Wings und die Dallas Stars. Selbst gegen die Minnesota Wild, eine der offensivstärksten Mannschaften in der Western Conference, musste er sich nur zweimal geschlagen geben, doch von seinen Vorderleuten traf eben nur Kesler. Es sollte bis dato das einzige Spiel sein, das die Ducks im Neuen Jahr verloren.

Keine andere Mannschaft in der NHL hat seit Jahresbeginn im Schnitt weniger Gegentreffer kassiert, als die Ducks (1,4) - dabei ließen die Südkalifornier die zweitmeisten Torschüsse pro Spiel zu (34,2). Ihr ineffektives Überzahlspiel war ein weiteres Manko, das es noch auszumerzen galt. Silfverberg setzte im Spiel gegen die Stars Anaheims Torflaute im Powerplay ein Ende. Bei nummerischer Überlegenheit auf dem Eis gelang ihm im zweiten Drittel das 1-0.

Die Stürmer aus Anaheims Topformation waren in den vergangenen sechs Partien für sechs der elf Tore verantwortlich. Für den 26-jährigen Schweden stellt sich aber nicht die Frage, ob sie nun die 'erste Sturmreihe' sind: "Wir schauen nicht darauf wer die 1. Reihe ist. Jedes Team, das erfolgreich sein möchte, braucht vier effektive Sturmreihen und alle vier leisten ihren Anteil."

So wie auch Perry das Seinige dazu tut. Er wartet zwar seit mittlerweile 13 Spielen auf einen Treffer, konnte aber mit seiner Vorlage zu Silfverbergs Überzahltor den vierten Heimerfolg aus den letzten fünf Partien einläuten, und die Ducks liegen mittlerweile, punktgleich mit den Sharks, auf dem ersten Platz in der Pacific Division.

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