Die New Jersey Devils haben sich mit einer Heimniederlage in die Olympiapause der NHL verabschiedet. Am Donnerstag unterlagen sie im Prudential Center den New York Islanders mit 1:3. Es war die fünfte Pleite in den vergangenen sechs Spielen. „Es ist frustrierend. Wir waren wieder ganz nahe dran an einem Erfolg und haben das Spiel kurz vor Schluss doch noch aus der Hand gegeben. Das ist uns in dieser Saison schon viel zu oft passiert“, beklagte sich Kapitän Nico Hischier im Nachgang.

An ihm lag es allerdings nicht. Der von einer Krankheit geschwächte Center erzielte im zweiten Drittel den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Hausherren. Es war sein 19. Treffer in dieser Spielzeit. Damit fehlt ihm nur noch einer für seine sechste Saison mit mindestens 20 Toren. Sollte ihm das nach Olympia gelingen – wovon unter normalen Umständen auszugehen ist – würde er in dieser Kategorie zu Bobby Holik auf den dritten Platz in der ewigen Franchise-Rangliste aufrücken.

NYI@NJD: Horvat markiert das Tor zum 2:1

Nach einem torlosen ersten Drittel gerieten die Devils im mittleren Abschnitt durch ein Tor von Casey Cizikas mit 0:1 in Rückstand. Doch Hischier stellte mit einem sehenswerten Schlenzer von der rechten Seite den Gleichstand her. Torhüter Jake Allen hatte die Aktion mit einem beherzten Pass auf Jesper Bratt eingeleitet, der die Scheibe zum Schweizer weiterleitete. Damit verdiente sich New Jerseys Goalie den ersten Assist in der laufenden Saison.

Als sich die meisten der Zuschauer und wohl auch der Großteil der Devils-Belegschaft bereits auf die Verlängerung eingestellt hatten, schlugen die Islanders eiskalt zu. Hischier verlor in der eigenen Zone ein Bully gegen Bo Horvat. Der Angreifer der New Yorker schient den Puck wie ein Magnet angezogen zu haben. Mit einer Körpertäuschung düpierte er die gesamte Defensive der Devils, einschließlich Schlussmann Allen und vollendete dreieinhalb Minuten vor Schluss zum 2:1 für die Gäste.

„Ein einziger Fehler hat uns das Spiel gekostet“, sagte Hischier über die Situation, die zum entscheidenden Gegentor führte. „Wir haben vieles gut gemacht, aber am Ende hat es einmal mehr nicht gereicht. Wir hätten alles daransetzen müssen, die Verlängerung zu erzwingen und dort den zweiten Punkt zu holen. Es ist bitter, dass wir auf diese Weise verloren haben.“

Hischier setzt nun darauf, dass die Olympiapause dem Team zu frischen Kräften und einem mentalen Neustart verhilft. „Ich hoffe, dass wir alles Negative abhaken können und mit neuem Elan zurückkehren“, erklärte er.

24 Sekunden vor Ablauf der Uhr besiegelte Mathew Barzal mit einem Empty-Net-Goal zum 3:1 die Niederlage der Devils. Mit dem vierten Sieg im vierten Duell machten die Islanders zugleich den Saisonsweep gegen den Kontrahenten aus Newark perfekt.

NYI@NJD: Hischier und Bratt im Zusammenspiel

Der Motor der Devils stottert nicht erst seit ein paar Spielen, sondern seit Wochen. Nach einer Siegesserie von vier Partien im letzten Monat des alten Jahres kippte alles ins Negative. Nach dem 20. Dezember holte New Jersey lediglich 17 Punkte (8-12-1). Das ist die viertschlechteste Ausbeute aller 32 Teams ab diesem Zeitpunkt. Die Stanley Cup Playoffs sind dadurch in weite Ferne gerückt. 25 Spiele vor Ablauf der regulären Saison ist der Rückstand auf den dritten Platz in der Metropolitan Division und die zweite Wildcard in der Eastern Conference auf elf Zähler angewachsen. Entsprechend düster sind die Aussichten auf eine Endrundenteilnahme.

Trotzdem besteht nach Ansicht von Devils-Torwart Allen kein Grund, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen. „Wir haben in den nächsten drei Wochen viel Zeit, um über verschiedene Dinge nachzudenken. Wir müssen jetzt eine Siegesserie starten, darauf kommt es an“, betonte er. „Wir haben die Jungs dafür in der Mannschaft. Es braucht nur den festen Glauben daran und etwas Erholung. Hoffentlich kommen einige mit Medaillen von den Olympischen Spielen zurück und nehmen den Schwung mit in den Ligaalltag.“

Laut Devils-Trainer Sheldon Keefe sollten sich seine Schützlinge in der dreiwöchigen Pause nicht zu sehr mit negativen Gedanken befassen. „Dafür besteht kein Anlass. Sie haben heute das geboten, was wir von ihnen wollten. Das einzige Manko war, dass der Puck nicht oft genug über die Linie der Islanders ging. Ein besserer Abschluss ist das letzte Puzzleteil, das uns noch fehlt“, lautete seine Einschätzung.

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