Augen auf gegen Gudas
Bei den Spielen gegen Tschechien ist besondere Vorsicht geboten, denn Verteidiger Radko Gudas bestraft Unaufmerksamkeit gerne mit krachenden Checks. Der Veteran der Anaheim Ducks fuhr in dieser Saison in 43 Spielen 147 Checks, über die vergangenen fünf Jahre führt er die Liga mit 1307 Checks an. Obwohl er mit 1,83 Metern kein Riese ist, setzt er seine 94 Kilogramm gerne wirkungsvoll ein, um seine Gegner zu stoppen und ihnen den Spaß am Spiel zu nehmen.
Im Powerplay ist Hughes unschlagbar
Ein Powerplay lebt davon, dass ein Spieler als Quarterback den Puck schnell und präzise an seine Mitspieler verteilt. Aktuell macht das kaum jemand besser als US-Verteidiger Quinn Hughes. Seit er am 12. Dezember in einem spektakulären Transfer von den Vancouver Canucks zu den Minnesota Wild ging, ist er mit 34 Punkten in 26 Spielen überragend. 13 dieser Punkte erzielte er durch Assists im Powerplay. Er ist eine vielseitige Waffe in Überzahl. Dank seinem überragenden Skating kann er Spieler alleine ausspielen, durch starkes Passspiel gibt er seinen Mitspielern Chancen und er hat ein Händchen dafür, harmlos anmutende Schüsse so zum Tor zu bringen, dass seine Kollegen abfälschen oder im Nachschuss punkten können.
Finnischer Kampfgeist in Unterzahl
Beim Turnier der besten Eishockeyspieler der Welt ist viel Talent versammelt, das im Powerplay angreifen kann. Umso wichtiger ist, dass man fähige Spieler hat, die eine Unterzahlsituation schadlos überstehen können. Finnland hat einen der besten Spieler in diesem Bereich. Esa Lindell steht bei den Dallas Stars im Durchschnitt 3:59 Minuten pro Spiel in Unterzahl auf dem Eis, so viel wie kein anderer NHL-Spieler in Mailand. Kein Wunder, dass er mit 129 geblockten Schüssen auf Platz fünf der Liga steht.
Samanski hat Potenzial zu überraschen
In der NHL ist der deutsche Center Josh Samanski noch kein großer Name, doch er arbeitet daran das zu ändern. Der ehemalige Stürmer der Straubing Tigers wurde im vergangenen April ungedraftet von den Oilers verpflichtet. Nach 39 Spielen in der AHL bekam er erst vor Kurzem seine erste Chance in der NHL. Mittlerweile kommt er auf fünf Spiele, in denen er zwei Punkte erzielte. Samanski macht auf dem Eis einen guten Eindruck, was auch seine Zahlen belegen. Er gewinnt fast 60 Prozent seiner Bullys. Wenn er auf dem Eis ist, geben die Oilers 62,3 Prozent aller Schussversuche ab. Er gehört zu den Spielern, die bei diesem Turnier über sich hinauswachsen und sich für größere Rollen in der Liga empfehlen können.