Doch die Frage ist: Was genau hat die Mannschaft gegen die Flames nun besser hinbekommen als in den Spielen zuvor? "Ich weiß es nicht. Ich wünschte, ich könnte das beantworten", gab Draisaitl zu Protokoll. "Im letzten Spiel haben wir ein großartiges erstes Drittel gespielt und das beste Team in der Liga dominiert", befand der Deutsche in Anlehnung an das Spiel am Donnerstag gegen die Florida Panthers. "Und am Ende schaust du auf das Scoreboard und es steht 0:6. Das passiert im Eishockey eben manchmal."
Doch der 26-Jährige weiß aus Erfahrung, dass solche Phasen in diesem Sport dazugehören: "Ich habe es schon heute Morgen gesagt: Der Eishockey-Gott sorgt dafür, dass es fair bleibt. Jedes Team macht einige Höhen und Tiefen durch. Aber wir sind eigentlich nicht das Team, das sieben Spiele in Folge verliert. So schlecht sind wir nicht. Ich denke, das weiß auch jeder. Wir wissen das. Und das ist das Wichtigste. Heute fühlt sich das wirklich richtig gut an. Aber wir müssen daran anknüpfen und uns weiter pushen."
Ob es ihn besonders freute, dass der Sieg ausgerechnet im Spiel gegen die langjährigen Rivalen aus Calgary, das Duell wurde als 'Battle of Alberta' bekannt, zustande kam? "Das macht den Sieg natürlich noch besonderer", sagt Draisaitl. "Es macht Spaß, den größten Rivalen zu besiegen. Aber um ehrlich zu sein, macht das in unserer aktuellen Situation nicht so viel aus. Wenn man so sehr im Tief steckt, willst du einfach wieder das erste Spiel gewinnen, gegen wen auch immer."
Nun gilt es für die Oilers am Dienstag (10 p.m. ET; NHL.tv, Mi. 4 Uhr MEZ) gegen die Vancouver Canucks möglichst direkt daran anzuknüpfen. "Das ist das Ziel", gab Draisaitl die Richtung vor. "Wir fahren nach Vancouver, müssen dort die gleiche Leistung bringen, unser Spiel spielen und möglichst noch besser werden. Du hoffst, dass dies nun der Start einer richtig guten Serie gewesen ist. Hoffentlich war er das wirklich."