Seit der Nacht von Freitag auf Samstag ist das Rätsel gelöst. Es kam am Ende, wie viele es schon über Monate hinweg erwartet hatten.
"Als Kind träumst du davon die Nummer eins zu sein. Keiner wünscht sich die Nummer zwei, drei oder vier in etwas zu werden", erklärte Hughes noch vor wenigen Tagen und legte damit die emotionale Grundlage für eine zukünftige Rivalität.
Diese Aussagen waren indirekt eine vorauseilende Herausforderung für seinen offenkundigen Konkurrenten um die Top-Position im Draft 2019. Unmittelbar nachdem die Devils Hughes für sich ausgewählt hatten, zogen die Rangers tatsächlich Kakko.
Die zukünftige örtliche Nähe der beiden, die Heimstätten der New Yorker und des Teams aus dem Nachbarstaat New Jersey trennen nur etwa 15 Kilometer, wird automatisch dafür sorgen, dass sie ständig miteinander verglichen werden. Ihre Entwicklung wird von kritischen, miteinander rivalisierenden Fans beäugt und analysiert werden.
"Wir werden für lange Zeit miteinander verbunden sein", bestätigte Hughes schon in seinen ersten Reaktionen nach der Entscheidung in Vancouver. "Diese Situation wird die Ausgangslage für eine Menge Spaß sein, da bin ich mir jetzt schon sicher. Auch wenn ich uns beiden natürlich nicht mit Sidney Crosby und Alex Ovechkin vergleichen möchte, aber die beiden haben ja eine ganz ähnliche Konkurrenzsituation über die vergangenen Jahre entwickelt. Das ist etwas ganz Spezielles."
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"Er kann ein ganz großer Star werden", resümierte General Manager Ray Shero schon mit etwas mehr Selbstbewusstsein und Erwartung. "Wir hatten, nachdem wir ihn intensiv beobachtet haben, das Gefühl, dass er das Zeug zu einem ganz Großen hat."
Und in der Tat deutet vieles darauf hin, dass Hughes für die Devils in Zukunft eine ähnliche Rolle einnehmen kann, wie sie etwa der 2016 an erster Stelle gewählte Auston Matthews, derzeit für die Toronto Maple Leafs innehat.
Zudem gelang es den vergangenen zwölf Top-Picks eines Draft-Jahrgangs stets auf Anhieb in der NHL fest Fuß zu fassen und eine recht bedeutende Rolle in ihren neuen Teams einzunehmen. Matthews zum Beispiel gewann 2017 die Calder Trophy, als bester Neuling der Liga und steuerte in seiner ersten Saison 69 Punkte (40 Tore, 29 Assists) für das Team aus Toronto bei.
Eine ähnlich gute Rolle wie Hughes wird für die Spielzeit 2019/20 auch seinem zukünftigen Konkurrenten Kakko zugetraut. Der 18-Jährige Finne war in seinen jungen Jahren schon überaus erfolgreich in all seinen Teams, sodass an seinen Fähigkeiten direkt bei den Rangers in das Geschehen eingreifen zu können, keinerlei Zweifel bestehen.