capitals vanecek

Die Erleichterung war groß im Lager der Washington Capitals (7-4-3). Durch das 3:1 im Spiel gegen die Pittsburgh Penguins am Dienstag beendete der Anwärter auf den Stanley Cup gleich zwei Negativserien, schöpfte durch diesen Erfolg gegen den Rivalen zugleich viel neue Zuversicht für die kommenden Aufgaben in der NHL.

Der Erfolg in der PPG Paints Arena war für den Stanley Cup Champion des Jahres 2018 der erste nach zuvor vier Niederlagen in Folge und zugleich der erste doppelte Punktgewinn im vierten Saison-Vergleich mit den Penguins.
Es ist kaum zu glauben, aber letztmalig hatte Washington ein NHL-Spiel zuvor am 30. Januar siegreich bestreiten können. Das war seinerzeit ein hart erkämpftes 4:3 nach Verlängerung gegen die Boston Bruins. Seither setzte es für das Team von Superstar Alex Ovechkin in der Liga nur noch Niederlagen.
Torhüter Vitek Vanecek war beim ersten Sieg nach der ungewohnt langen Durststrecke mit 26 Rettungstaten der Held des Tages. "Es macht natürlich keinen Spaß zu verlieren. Es ist viel schöner als Sieger vom Eis zu gehen", betonte der Goalie nach dem ungefährdeten Erfolg am Dienstag. "Ich habe nur versucht konzentriert zu spielen, mein Bestes zu geben, dem Team zu helfen. Zum Glück hat das heute sehr gut funktioniert und wir konnten das Spiel am Ende für uns entscheiden. Das ist eine gute Sache."

WSH@PIT: Vrana nutzt die Vorlage von Oshie

Zwei Tage nach der 3:6-Niederlage vom Sonntag an gleicher Stelle, zeigten sich die Capitals diesmal über die vollen 60 Minuten auf dem Eis deutlich entschlossener, agierten wesentlich effizienter als in den vergangenen Tagen und ließen den Penguins durch drei Tore von Conor Sheary, Jakub Vrana und Lars Eller in der Endabrechnung keine Chance auf einen weiteren Sieg.
Da nützte es den traditionell heimstarken Gastgebern am Ende auch nichts, dass ihr Torhüter Tristan Jarry mit 39 Saves einen neuen persönlichen Saisonbestwert aufstellte und sich den Angreifern des Gegners wild entschlossen entgegenstemmte. Die erste Heimniederlage für Pittsburgh konnte er dadurch gegen diese konzentriert auftretenden Capitals nicht verhindern.
Nach einem von beiden Mannschaften eher abtastend geführten ersten Drittel brachte Sheary die Gäste in der 25. Minute in Führung. Er profitierte dabei von einer Vorlage von Richard Panik. Für den Torschützen war es der fünfte Treffer im siebten Spiel gegen sein ehemaliges Team.
Vrana erhöhte in der 32. Minute auf 2:0. Dies entsprach dem Spielverlauf, da Washington die Penguins mit einem Torschussverhältnis von 18:5 im zweiten Drittel unter Dauerdruck setzte. Sie zeigten sich dabei auch von der Tatsache, dass alle bisherigen drei Saisonvergleiche gegen das Team von Kapitän Sidney Crosby verlorengingen, nicht beeindruckt. Nach einem 3:4 nach Shootout am 17. Januar, einem 4:5 nach Verlängerung am 19. Januar und der deutlichen Niederlage vom Sonntag, waren in diesem Duell diesmal erstmalig wieder die Capitals mit einem doppelten Punktgewinn dran.
"Ich denke, die Leistung war heute Abend wirklich sehr gut", freute sich Washingtons Trainer Peter Laviolette nach der Schlusssirene entsprechend. "Es schien, als ob diesmal jeder auf den Punkt konzentriert war und sich voll für die Mannschaft eingebracht hat. Ich habe es ja immer schon gesagt, es ist hart, wenn man ein Eishockeyspiel verliert. Aber es ist besonders schwer, wenn es das vierte in Folge ist. Es gab aber auch eine Menge Dinge, die mir bei unserem letzten Spiel hier durchaus gefallen hatten. Wir mussten unsere Aktionen einfach nur ein bisschen sauberer umsetzen und ausspielen. Und heute Abend haben wir zum Glück sauberer gespielt. Sie haben im dritten Drittel dann noch ein bisschen Druck gemacht. Aber insgesamt war es von unserer Seite ziemlich gut, ziemlich stark."
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Spätestens nach Ellers Treffer zum 3:0 zu Beginn des finalen Abschnitts war die Vorentscheidung zu Gunsten Washingtons an diesem Tag gefallen. Der Ehrentreffer der Hausherren durch Zach Aston-Reese fünf Minuten vor dem Spielende war nur noch Ergebniskosmetik.
"Die Penguins sind ein gutes Team", lobte Capitals-Stürmer T.J. Oshie den diesmal unterlegenen Gegner. "Wir hatten dieses Jahr schon einige Probleme mit ihnen. Defensiv, offensiv und was die Special Teams angeht, denke ich, dass das unser bestes Spiel in diesem Jahr war. Das ist etwas, worüber wir uns freuen und worauf wir aufbauen können, wenn wir jetzt weitermachen."
Aufgebaut werden kann seitens der Capitals auch auf die konstant guten Leistungen von Stürmer Nicklas Backstrom. Diesem wurde bei Vranas Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 ein weiterer Assist gutgeschrieben, wodurch sich seine Saisonausbeute auf 19 Punkte (sieben Tore, 12 Vorlagen) steigerte. In zwölf der vergangenen 14 Spiele wurde er somit zumindest mit einem Zähler für seine persönliche Statistik belohnt.
Fortgesetzt soll der Aufwärtstrend bei den Capitals am Donnerstag, wenn sie sich in der heimischen Capital One Arena mit den Buffalo Sabres messen werden (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MEZ).