panarin 7-23

Wenn in einem NHL-Spiel der regulären Saison keine Entscheidung gefallen ist, kommt die große Zeit der Shootout-Spezialisten. 2022/23 standen insgesamt 594 Versuche auf dem NHL-Plan. 400-mal behielten die Torhüter die Oberhand, 194-mal trafen die Feldspieler. Das entspricht einer Quote von 67,3 Prozent an gehaltenen Schüssen. Doch nicht nur unter den Torhütern gibt es den einen oder anderen Fachmann für den Shootout. Auch einige Schützen glänzten mit Trefferquoten von über 60 Prozent. NHL.com/de blickt auf die fünf besten Akteure 2022/23 bei dieser Art der Entscheidungsfindung.

1. Matt Duchene (Nashville Predators)

Pure Effizienz zeichnet Matt Duchene aus, wenn er im Shootout auf dem Eis steht. Der Angreifer war in fünf von sieben Versuchen erfolgreich und sicherte sich so eine Quote von 71,4 Prozent. Auch wenn seine Karriere-Quote (38,9 Prozent) nicht den Top-Wert darstellt, beeindruckt Duchene durch seine Nerven aus Stahl. Er führte mit seinen fünf Treffern viermal die Entscheidung für Nashville herbei. Mit seinen 15 entscheidenden Toren im Laufe seiner Karriere liegt er NHL-weit auf dem vierten Rang und benötigte dafür deutlich weniger Versuche als Patrick Kane (126), T.J. Oshie (100) oder Joe Pavelski (127). Nächstes Jahr trägt Duchene das Trikot der Dallas Stars.

2. Jason Robertson (Dallas Stars)

Jason Robertson ist mit erst 24 Jahren der beste Schütze, den die Dallas Stars im Penalty-Schießen stellen können. Auf seine gesamte Laufbahn gesehen kommt er bei 20 Versuchen auf zehn Tore und zwei siegbringende Versuche. In der Saison 2022/23 konnte er seine Erfolgsquote massiv steigern. 71,4 Prozent (5 von 7) der Sololäufe konnte er verwandeln. Beide entscheidenden Treffer gelangen ihm in diesem Jahr.

DAL 3, VGK 2 - F/SO

3. Evgeny Kuznetsov (Washington Capitals)

Evgeny Kuznetsov ist der Spieler der mit Abstand besten Erfolgsquote unter den Shootout-Schützen, die mindestens viermal angetreten sind. 83,3 Prozent seiner sechs Versuche zappelten im Netz. Lediglich einmal scheiterte er. Mit einem der fünf Treffer entscheid er die Partie zugunsten der Washington Capitals. Einen Sprung weiter nach oben in der Top 5 von NHL.com/de verhindert jedoch sein Karrierewert von 44,1 Prozent. Fast alle anderen in diesem Ranking schneiden hier mit Abstand besser ab. Dennoch ist der Sprung, den Kuznetsov gemacht hat, bemerkenswert.

WSH 5, BUF 4 F/SO

4. Frederick Gaudreau (Minnesota Wild)

Viele Gelegenheiten, um sich als guter Shootout-Schütze zu beweisen, hatte Frederick Gaudreau. Der Angreifer der Minnesota Wild stand 13-mal im Eins-gegen-Eins-Duell auf dem Eis. Lediglich sein Teamkollege Mats Zuccarello durfte ebenso oft antreten. Mit acht Treffern aus den 13 Versuchen schoss Gaudreau die meisten Tore aller NHL-Akteure im Shootout. Seine Erfolgsquote belief sich auf 61,5 Prozent. Vor dieser Saison stand Gaudreau nur zweimal nach der Verlängerung im Fokus. Einen der Versuche konnte er verwandeln, einmal scheiterte er. Eine starke Entwicklung im Jahr 2022/23.

MIN 2, NYI 1 - F/SO

5. Artemi Panarin (New York Rangers)

Beim Blick auf die Karriere-Statistiken wäre Artemi Panarin mit 60,5 Prozent Erfolgsquote im Shootout einer der Kandidaten für den Spitzenplatz. In der abgelaufenen Saison konnte er bei sechs Schüssen vier verwandeln und rangiert ligaweit, mit 66,7 Prozent, auf dem geteilten fünften Rang. Panarins Ruhe an der Scheibe, gepaart mit seinem herausragenden Schuss sorgen bei den Torhütern regelmäßig für Kopfzerbrechen, wenn er nach 65 Minuten allein auf sie zuläuft.

NYR 2, COL 1 SO

Ehrenhafte Erwähnung: Petr Mrazek (Chicago Blackhawks)

Der Fokus beim Penalty-Schuss liegt meist auf dem Schützen. Die Torhüter stehen, vermutlich aufgrund der besseren Chancen den Versuch zu parieren, weniger im Blickpunkt. Mit Petr Mrazek konnte jedoch ein NHL-Goalie, der sich fünfmal oder häufiger einem Schützen gegenübersah, alle Versuche parieren. Keinem der sechs Schützen gelang es, ihn zu überwinden. Sein Karrierewert im Shootout von 77,9 Prozent gestoppten Sololäufen ist der fünftbeste Wert unter den Torhütern. Vor Mrazek sind Thatcher Demko (85,7%), Sergei Bobrovsky (85,7%), Karel Vejmelka (83,3%), Spencer Martin (83,3%), Thomass Greiss (83,3%) und Jeremy Swayman (80%) platziert.

CHI 4, SJS 3 - F/SO