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Wo NHL-Fans am meisten auf ihre Kosten kommen

Die Top 10 der Städte, wo es sich derzeit besonders lohnt, NHL live vor Ort zu schauen

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Für viele Eishockey-Fans in Europa gehört es zu ihren gehegten Träumen, einmal ein NHL-Spiel live in Nordamerika zu verfolgen. 31 Arenen, über den Kontinent verteilt, bieten dieses Spektakel mittlerweile von Oktober bis Mitte April und dort, wo Stanley Cup Playoffs gespielt werden, sogar noch länger.

Doch wo sind die derzeit zehn besten Standorte, um seinen Traum wahrwerden zu lassen? Dabei geht es nicht nur um die Stimmung im Stadion, die in Nordamerika mit der in Europas Arenen kaum vergleichbar ist, sondern auch um andere Aspekte.

Also lesen Sie die Liste des Autors, der selbst schon über 230 NHL-Spiele live vor Ort gesehen hat. Seine Liste erhebt aber keineswegs den Anspruch der Vollständigkeit, denn auch Städte und deren Spielstätten und Teams wie Washington, Los Angeles, Dallas, Chicago, Vancouver, Montreal, Boston und weitere haben viel zu bieten.

Hier die derzeit besten zehn Orte:

10. Raleigh, Carolina

Vielleicht überrascht, dass hier ausrechnet die Carolina Hurricanes auftauchen, doch dass Publikum in der Stadt Raleigh in North Carolina ist äußerst Eishockey begeistert und dies ist in der Atmosphäre in der PNC Arena zu spüren. Seit der sportliche Erfolg wieder hinzukam, hat sich das natürlich gesteigert. Die Schweizer Fans können dort außerdem mit Nino Niederreiter einen ihrer Stars bewundern. Allerdings ist im Umfeld der Arena und der Stadt nicht allzu viel los.  

9. Calgary

Kanada ist nicht nur im Eishockey immer eine Reise wert, aber auch deswegen, denn es ist das Mutterland des Eishockeys. Die Menschen hier sind verrückt nach dieser Sportart und das ist nicht nur in den Stadien wie dem Scotiabank Saddledome der Calgary Flames stets zu spüren. Schon beeindruckend, wenn das zwar in die Jahre gekommene Stadion der Olympischen Spiele 1988 mit den weitgehend komplett in Rot bekleideten Fans gefüllt ist. Der jungen offensivstarken Mannschaft der Flames zuzuschauen, macht ebenso wieder Spaß.

8. St. Paul, Minnesota

Auf nach Twin-City, St. Paul und Minneapolis, wo die Minnesota Wild im Xcel Energy Center gegen ihre Gegner antreten. Die Schweizer können hier Kevin Fiala zuschauen, wie er Tore für die Wild schießt. Aber das ist nicht der einzige Grund für eine Reise ins eher abgelegene St. Paul, denn im bis zur Aufnahme von Seattle nördlichsten NHL-Standort der USA, wo es im Winter sehr kalt wird (und da sind wir schon bei einem Nachteil), sind die Fans die Nummer 1, wie es ein großes Banner unter dem Hallendach ausgibt. 

7. Denver, Colorado

Seit Mitte der 1990er-Jahre war das Pepsi Center der Colorado Avalanche für zehn Jahre einer der Hotspots in der NHL. Das verflachte etwas, nachdem der sportliche Erfolg mit den Abgängen von Patrick Roy, Peter Forsberg und Joe Sakic nachließ. Doch in Denver herrscht unter der Ägide von Nathan MacKinnon, Gabriel Landeskog sowie Mikko Rantanen und hoffentlich dem Deutschen Philipp Grubauer im Tor Aufbruchstimmung. Dies schlägt sich auf die Stimmung der Fans nieder, was es wieder zu einem Erlebnis werden lässt, NHL live in der Mile-High-City zu verfolgen. Außerdem erwarten die Touristen als Rahmenprogramm traumhafte Landschaften in Ausflugsnähe.

6. St. Louis

Wo kann gut NHL-Eishockey vor Ort geschaut werden, wenn nicht beim Titelverteidiger? Nicht nur das Fan-Duell im Stanley Cup Finale haben die Fans der St. Louis Blues für sich entschieden. Zwar hat die Stadt St. Louis keinen besonders guten Ruf und hat touristisch außer dem Gateway Arch und dem Fluss Mississippi nicht viel zu bieten, doch im Enterprise Center ist die Stimmung bei Spielen der Blues natürlich gerade nach dem 52 Jahre lang ersehnten ersten Cupgewinn hervorragend. Und wenn nach einem Heimsieg durch die Boxen lautstark das Lied "Gloria", was während der Playoffs 2019 zur Hymne in St. Louis wurde, erklingt, dann schlägt das Fan-Herz höher.  
 
5. San Jose

Das SAP Center der San Jose Sharks sieht von außen und auch innen eher trist aus. Doch eine der kleinsten Arenen der NHL wartet mit lautstarken Fans auf, die voll hinter ihrer Mannschaft stehen. Wenn vor dem Spiel auf die Eisfläche dort schwimmende Haie projiziert werden, dann bekommt man schnell Gänsehaut. Ebenso wenn vor Powerplays des Heimteams die berühmten Töne erklingen, wenn sich der Weiße Hai nähert und die Fans dazu in Simulation eines Haifischmauls ihre Arme auf- und zuklappen. Heimisch wurde am Silicon Valley der Schweizer Timo Meier, der hier auf Torejagd geht. Ein Ausflug in die gut 60 Kilometer entfernte Metropole Nordkaliforniens San Francisco lohnt sich immer. 

4. Nashville

Die Bridgestone Arena der Nashville Predators liegt am Rande der Party-Meile der Stadt, dem Broadway, wo ganztägig in verschiedenen Lokalitäten Country Musik, zumeist von Livebands gespielt, rauf und runter läuft. Diese Lage führt auch dazu, dass Spiele der Predators zumeist in eine Party ausarten, zumindest, wenn das Heimteam gewinnt. Die Tickets in Nashville sind heiß begehrt, seitdem die Predators in der Liga vorne mitspielen. Nicht zuletzt besitzen sie mit Verteidiger Roman Josi einen Schweizer als absoluten Führungsspieler und Kapitän.  

3. Toronto

Nach den Ticketverkäufen zu schließen, ist Toronto durch die Toronto Maple Leafs die Hauptstadt des Eishockeys. Selbst als die Mannschaft ihren hohen Ansprüchen weit hinterherlief, hielten die Fans ihrem Team die Treue. Schon zu dieser Zeit waren freie Plätze in der Scotiabank Arena, wie die zuvor als Air Canada Centre bekannte Spielstätte seit 2018 heißt, Mangelware und nur gegen viel Geld zu erwerben. Toronto hat durch seinen multikulturellen Touch ein besonderes Flair und ein Muss jedes Eishockey-Fans ist ein Besuch im 'Gretzky's', dem Restaurant der legendären Nummer 99, die in jedes dort servierte Burger-Brötchen eingebrannt wird.

2. Las Vegas

Bereits im ersten Jahr katapultierte sich die Spielerstadt Las Vegas mit ihren Vegas Golden Knights, die ihre Spiele in der T-Mobile Arena direkt hinter dem berühmten Strip mit den vielen Casinos austrägt, in die Top-Liste gespielt. Nicht nur die Tatsache, dass die Mannschaft von Beginn an wettbewerbsfähig war und sogar ins Stanley Cup Finale vordrang, sondern auch die Show rund um die Spiele wird dem Ruf der Entertainment-Stadt vollauf gerecht und bereitet den Fans viel Spaß. Wo sonst wird in der ersten Drittelpause ein Heiratsantrag gemacht und in der zweiten Drittelpause vor einem fingierten Elvis geheiratet, wie im Februar 2018 bei einem Heimspiel der Golden Knights geschehen? Hörschutz ist außerdem bei den ohrenbetäubenden Bässen der installierten Sound-Anlage angebracht.

1. New York

New York, New York. Zwar waren von den drei im Großraum angesiedelten Mannschaften nur die New York Islanders in den Playoffs 2019 vertreten, doch machen mit den New Jersey Devils und deren Prudential Center in Newark sowie den im legendären Madison Square Garden in Manhattan spielenden New York Rangers, insgesamt drei Teams den Big Apple zum Ziel Nummer 1 für NHL-Fans. Hier kann man zum Beispiel an einem Tag zwei Spiele sehen, wenn zum Beispiel die Devils mittags um 13 Uhr beginnen und die Rangers oder Islanders abends um 19 Uhr. Alle drei Spielstätten sind schließlich bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Interessant sind auch die Derbys untereinander.  

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