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Die "Canadiens" vor einer historischen Saison?

Wenn man schon die schwächeren Spiele gewinnt, dann kann einem in der Regel ja nicht viel passieren

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Wenn es läuft, dann läuft es. Als Sportfan kennt man das. Aktuell machen diese Erfahrung auch wieder einmal die Montreal Canadiens in der NHL. Selbst in Spielen wo sie sportlich nicht wirklich zu überzeugen vermögen, so wie beim jüngsten 3:0-Heimerfolg gegen die Vancouver Canucks, gehen sie derzeit am Ende noch als Sieger des Spiels vom Eis.

Die Gäste bestimmten über weite Strecken der Begegnung zwar das Geschehen, waren letztendlich mit 42:22 Torschüssen auch das deutlich abschlussfreudigere Team , doch gab es für sie am Ende nichts zu ernten. Die "Habs" hingegen enttäuschen, bis auf Torhüter Carey Price, doch stellten sie nun mit dem neunten Sieg im zehnten Saisonspiel so einen beeindruckenden Startrekord ein.

Der erste Shutout von Goalie Price war an diesem Abend die entscheidende Grundlage dabei. Erst zum vierten Mal in der Franchisegeschichte gelang es den Kanadiern in jedem der ersten zehn Hauptrundenspiele mindestens einen Zähler zu ergattern. Beachtlich!

Zwar merkte man dem Team inzwischen jüngst schon eine gewisse Müdigkeit an, doch war es letztendlich der achte Sieg in Serie. So kann man die vielleicht schwächste Saisonleistung sicherlich gut verkraften.

Und wenn man nach Siegen noch so viel zu kritisieren gibt, dann ist das erfahrungsgemäß ja auch den Trainern immer ganz recht, findet man so doch noch reichlich Ansätze für Kritik und Grund um an Dingen zu arbeiten, ohne das der sportliche Erfolg hierfür zuvor erst auf der Strecke bleiben musste.

Video: VAN@MTL: Price wehrt Hansens Alleingang ab

Price selber sah das nach dem Spiel gelassen: "Man kann nicht jedes Spiel perfekt spielen. Das ist einfach eine Tatsache. Beim nächsten Spiel müssen wir es wieder besser machen" kommentierte er seinen 37. Karriere-Shutout relativ entspannt.

Die Canadiens sind somit aktuell noch immer das einzig in regulärer Spielzeit ungeschlagene Team der Liga. Und auch die Serie in den Spielen gegen Vancouver ging so für das Team weiter. Von den letzten acht Vergleichen mit den Westkanadiern in der heimischen Arena konnte man immerhin sieben für sich entscheiden. Und in acht seiner zehn Saisonspiele konnten die Canadiens als erstes der beiden Teams einen Treffer erzielen.

Stellt sin nun natürlich so langsam die Frage wo das am Ende noch hinführen könnte.

Auch im Vorjahr war man ja entsprechend gut aus den Startblöcken gekommen, geriet dann aber, nachdem Price sich Ende 2015 verletzt hatte, völlig aus dem Tritt, stürzte am Ende sogar noch aus den Playoff-Rängen. Das war natürlich auch mit viel Pech verbunden.

Es gibt jedoch derzeit wenig Grund daran zu glauben, dass dies diesmal ähnlich verlaufen könnte. Price spielt bereits seit seinen Einsätzen beim World Cup of Hockey 2016 in Toronto auf absoluten Top-Niveau, konnte nun auch zum Ligastart bereits wieder an seine absolut besten Tage anknüpfen. Und so schwere Verletzungen wie im Vorjahr, die ereilen ja in der Regel nicht jedes Jahr.

Gute Gründe also, um den "Habs" eine tolle Saison vorherzusagen. Wenn das auch nur ansatzweise so weiterläuft wie in den ersten Wochen, dann ist das Team bis zum Ende der Hauptrunde ganz vorne mit dabei.

Und in den Playoffs ist es dann ja traditionell auch immer ein Stück weit Glück wie weit man kommen kann.

Derzeit hat man, wie ja auch das gestrige Spiel gegen Vancouver gesiegt hat, auch dieses auf der eigenen Seite. Wenig Gründe also aktuell um nicht an eine möglicherweise am Ende historische Saison der Montreal Canadiens zu glauben. Der Anfang deutet jedenfalls ganz stark in diese Richtung.

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