031423 Reichel CHI

Lukas Reichel von den Chicago Blackhawks hat die Botschaft seines Trainers Luke Richardson verstanden. „Ich weiß, dass ich besser werden muss. Ich habe zuletzt nicht das gezeigt, was ich kann. Ich will versuchen, hart zu arbeiten und positiv zu bleiben, damit gute Dinge passieren“, sagte er zur Denkpause, die er vom Coach am Sonntag beim Spiel seiner Mannschaft bei den Minnesota Wild (1:4) verordnet bekommen hatte. Obwohl er fit war, stand er nicht im Aufgebot.

„Zunächst war das Ganze schon eine unangenehme Überraschung für mich. Doch die Trainer haben mit mir geredet und mir erklärt, in welchen Bereichen sie mehr von mir erwarten. Das betraf vor allem mein Defensivverhalten. Außerdem wünschen sie sich von mir mehr Spielzüge in der Offensive“, erläuterte Reichel.

Beim 3:4 n.P. der Blackhawks am Dienstag im Heimspiel gegen die Nashville Predators zählte der 21 Jahre alte Angreifer wieder zu den Auserwählten. Er stand 12:21 Minuten auf dem Eis und lief auf dem linken Flügel in der vierten Angriffsreihe zusammen mit Ryan Donato und MacKenzie Entwistle auf.

Obwohl Reichel ein Scorerpunkt verwehrt blieb, zeigte sich Richardson zufrieden. „Ich habe einige Schritte von ihm in die richtige Richtung gesehen. Beinahe hätte er im letzten Drittel sogar ein Tor geschossen. Das hat mir gefallen. Wenn er an diese Leistung anknüpft, wäre das ein gutes Zeichen“, äußerte er sich zur Vorstellung seines Schützlings.

Kein Problem sah Richardson darin, dass sich Reichel im zweiten Drittel eine Zweiminutenstrafe wegen Hakens eingehandelt hatte. „Das war keine große Sache. Es handelte sich um einen Positionskampf. Vielleicht hätte er seinen Körper in dieser Situation konsequenter einsetzen und den Schläger auf dem Eis halten müssen“, ließ der Trainer zu der fraglichen Szene verlauten.