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Bis zum Start der NHL-Saison 2021/22 dauert es noch eine Weile. Um die Wartezeit zu verkürzen, präsentiert NHL.com/de eine Serie über die besten NHL-Spieler und -Manager des 21. Jahrhunderts.
In dieser Folge: Die zehn besten Torhüter

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In den zurückliegenden zwei Dekaden hat eine Vielzahl von Torhütern in der NHL von sich reden gemacht. Die zehn Goalies, die in der Bestenliste von NHL.com/de vertreten sind, haben der Liga und ihren Teams zwischen 2001/02 und 2020/21 ganz besonders ihren Stempel aufgedrückt. Bei den noch aktiven Torleuten ist der aktuelle Klub angegeben, bei den anderen jeweils die Mannschaft, für das sie die meisten Spiele bestritten haben.
1. Marc-Andre Fleury, Chicago Blackhawks
Kein anderer Schlussmann hat im 21. Jahrhundert mehr Siege gefeiert als Fleury. In 883 Einsätzen (858 Starts) verließ er das Eis 492-mal als Gewinner. Seine Matchbilanz in der regulären Saison beläuft sich auf 492-276-80 plus zwei Unentschieden, der Gegentorschnitt (GAA) beträgt 2,55 und die Fangquote 91,3 Prozent. Zudem gelangen ihm 67 Shutouts. Seine größten Erfolge feierte er im Trikot der Pittsburgh Penguins, mit denen er 2009, 2016 und 2017 den Stanley Cup holte. 13 Spielzeiten stand er in Pittsburgh zwischen den Pfosten, bevor sich die Vegas Golden Knights beim Expansion Draft 2017 seine Dienste sicherten. 2021 gewann er die William M. Jennings Trophy für den Torhüter mit den wenigsten Gegentreffern und die Vezina Trophy als bester Goalie der regulären Saison. Fünfmal wurde er fürs NHL All-Star Game nominiert. In der Saison 2021/22 läuft er für die Blackhawks auf.

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2. Martin Brodeur, New Jersey Devils
Brodeur gehört ohne Zweifel zu den besten Torhütern aller Zeiten in der NHL. Dass er in dieser Top 10 "nur" auf Rang zwei geführt wird, hat mit der Spanne zu tun, die ihr zugrunde liegt. Zwei seiner drei Stanley Cup Siege (1995, 2000, 2003) sowie sechs seiner zehn Nominierungen fürs NHL All-Star Game lagen außerhalb des Bemessungszeitraumes. Zwischen 2001/02 bis zu seinem Karriereende 2014/15 absolvierte er 747 Spiele (741 Starts) für die Devils und die St. Louis Blues. Dabei sind eine Matchbilanz von 405-255-49 mit 29 Remis festgehalten. Hinzu kommen ein GAA von 2,26, eine Fangquote von 91,3 Prozent und 74 Shutouts. Fünfmal errang Brodeur die William M. Jennings Trophy in seiner Karriere (1997, 1998, 2003, 2004, 2010) und viermal die Vezina Trophy (2003, 2004, 2007, 2008).
3. Jonathan Quick, Los Angeles Kings
Lange Jahre war Quick die unumstrittene Nummer eins im Kasten der Kings, bis ihm in der zurückliegenden Saison mit Cal Petersen ein ernsthafter Konkurrent erwuchs. Im Dress von L.A. erlebte Quick manche Höhen und Tiefen. In die erste Kategorie fallen die Erfolge im Stanley Cup 2012 und 2014, der Gewinn der Conn Smythe Trophy 2012 sowie der William M. Jennings Trophy 2014 und 2018. Dreimal ereilte ihn der Ruf zur Teilnahme am NHL All-Star Game. Der sportliche Misserfolg in den vergangenen Jahren wirkte sich wiederum negativ auf die Statistik des Torwarts aus. So sind für Quick alles in allem 666 Spiele (658 Starts), eine Bilanz von 336-249-69, ein GAA von 2,41, eine Fangquote von 91,3 Prozent und 54 Shutouts verzeichnet.

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4. Henrik Lundqvist, Washington Capitals
Über viele Jahre war Lundqvist die prägende Gestalt im Tor der New York Rangers. In 15 Spielzeiten zwischen 2005 und 2020 trug er das Trikot der Mannschaft aus Manhattan. Dabei brachte er es auf 887 Einsätze (851 Starts), eine Bilanz von 459-310-96 mit einem GAA von 2,43, einer Fangquote von 91,8 Prozent und 64 Shutouts. 2012 erhielt er die Vezina Trophy. Sechsmal wurde ihm eine Einladung fürs NHL All-Star Game zugestellt. Ein Triumph im Stanley Cup mit den Rangers blieb Lundqvist verwehrt. Diesen Traum wollte er sich mit einem Wechsel zu den Washington Capitals erfüllen. Doch wegen einer Herzoperation verpasste er die komplette Saison 2020/21. Derzeit arbeitet Lundqvist an seinem Comeback.
5. Carey Price, Montreal Canadiens
Wenn über die besten Torleute in der NHL diskutiert wird, fällt automatisch der Name Price. Doch bei aller individueller Klasse fehlt ihm mit dem Stanley Cup das Wichtigste, das es in der NHL zu gewinnen. Dieses Jahr war er nahe dran, am Ende jubelten allerdings die Tampa Bay Lightning. Für Price, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, stehen 707 Einsätze (695 Starts), eine Matchbilanz von 360-257-79, ein GAA von 2,50, eine Fangquote von 91,7 Prozent und 49 Shutouts zu Buche. 2015 sicherte er sich die Hart Memorial Trophy, den Ted Lindsay Award, die Vezina Trophy und die William M. Jennings Trophy. Siebenmal zählte er bislang zum Kader des NHL All-Star Games.

MTL@TBL, Sp5: Price stoppt Palat mit dem Schoner

6. Roberto Luongo, Florida Panthers
Luongo stand in seiner NHL-Laufbahn bei den New York Islanders, den Vancouver Canucks und den Florida Panthers unter Vertrag. Von 2001 bis zu seinem Ausstieg 2019 kam er in 971 Partien (953 Starts) auf eine Bilanz von 470-354-91 mit 33 Unentschieden, einen GAA von 2,51, eine 91,9 Prozent Fangquote und 77 Shutouts. 2011 schnappte er sich die William M. Jennings Trophy. Im März 2007 ehrte man ihn mit dem Mark Messier Leadership Award für herausragende Führungsqualitäten. Der Preis wurde in der Saison 2006/07 monatlich vergeben. Sechs Nominierungen fürs NHL All-Star Game hat er außerdem in seinem Lebenslauf stehen.
7. Pekka Rinne, Nashville Predators
Nach 13 Jahren bei den Predators verabschiedete sich Rinne im Juli in den Ruhestand. Der 2018 mit der Vezina Trophy ausgezeichnete Torhüter ist Nashvilles Rekordhalter in den Bereichen Spiele (683), Starts (667), Siege (369), Shutouts (60), Gegentore (2,43) und Saves (17.627). Darüber hinaus erreichte er einen Karriere-Wert von 91,7 Prozent in Bezug auf die Fangquote. 213 Begegnungen verlor Rinne in der regulären Spielzeit und 75 in der Zusatzschicht. 2017 unterlag er mit den Predators im Stanley Cup Finale nach sechs Partien den Penguins. 2021 wurde ihm die King Clancy Memorial Trophy für besonderes soziales Engagement verliehen. Viermal war er fürs NHL All-Star Game nominiert.

CAR@NSH: Rinne holt mit 30 Saves seinen 60. Shutout

8. Tuukka Rask, Boston Bruins
Ob Rask weiterhin in der NHL auflaufen wird, steht noch in den Sternen. Der langjährige Stammtorhüter der Bruins musste sich im Sommer einer Hüftoperation unterziehen, deren Genesung einige Monate in Anspruch nehmen wird. Zu allem Überfluss lief auch noch sein Vertrag in Boston aus. Deshalb steht der Stanley Cup Champion von 2011 erst einmal ohne Arbeitgeber für die kommende Saison da. Für die Bruins bestritt er 560 Spiele (540 Starts) mit einer Matchbilanz von 306-163-66, einem GAA von 2,27 und einer Fangquote von 92,1 Prozent. In 52 Partien brauchte er kein einziges Mal hinter sich greifen. 2014 überreichte man ihm die Vezina Trophy und 2020 erhielt er die William M. Jennings Trophy.
9. Cam Ward, Carolina Hurricanes
Ward gehörte zu den Spielern der Hurricanes, die 2006 sensationell den Stanley Cup gewannen. Für seine starken Vorstellungen in den Playoffs bekam der Schlussmann die Conn Smythe Trophy als MVP obendrauf. Von 2005 bis 2018 hütete er das Tor der Mannschaft aus Raleigh. Nach einem Abstecher zu den Chicago Blackhawks in der Saison 2018/19 beendete Ward seine Laufbahn. Für beide Teams bestritt er 701 Partien (683 Starts). Seine Matchbilanz steht bei 334-256-88, der GAA bei 2,74 und die Fangquote bei 90,8 Prozent. 27-mal blieb er ohne Gegentreffer. Einmal durfte er seine Fangkünste beim NHL All-Star Game unter Beweis stellen.

CHI@CAR: Ward macht sich im Torraum breit und rettet

10. Ryan Miller, Buffalo Sabres
Nach 18 Spielzeiten in der NHL, in denen er seinem Job bei den Sabres, Blues, Vancouver Canucks und zuletzt den Anaheim Ducks nachging, hängte er die Schlittschuhe im April dieses Jahres an den berühmten Nagel. 796-mal hatte er sich seine Ausrüstung in der regulären Saison angelegt. 772-mal befand er sich in der Startaufstellung. Seine Bilanz betrug 391-289-81 mit einem Unentschieden, der GAA lag bei 2,64 und die Fangquote bei 91,4 Prozent. In 44 Partien blieb er ohne Gegentor. 2007 nahm er am NHL All-Star Game teil und 2010 wurde ihm die Vezina Trophy überreicht.