Die IIHF Junioren-Weltmeisterschaft 2021 findet vom 25. Dezember bis 5. Januar im Rogers Place von Edmonton statt. NHL.com/de präsentiert zur Einstimmung in einer dreiteiligen Serie die besten Spieler aller Zeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Basis ihrer Turnierleistungen bei der U20-WM.
In dieser Folge: das Team der Besten aus Österreich:
Die besten österreichischen Junioren aller Zeiten
NHL.com/de präsentiert die erfolgreichsten österreichischen Spieler in der Geschichte der Junioren-Weltmeisterschaften

Drei Mal qualifizierte sich das Team aus Österreich in der Vergangenheit für das Turnier der A-Gruppe (1981, 2004, 2010). Drei Mal stiegen sie direkt wieder ab. Ein Sieg gelang der Auswahl dabei noch nie. Trotzdem feierten Vertreter dieser Mannschaften durchaus respektable persönliche Erfolge.
Erste Sturmreihe:
Dominique Heinrich
Junioren-WM: 2010
Statistik: 6 Spiele, 3-4-7
Dominique Heinrich führt die Liste der erfolgreichsten Spieler aus der Alpenrepublik an. Keiner kam bei einer U20-Junioren-WM für Österreich häufiger zum Einsatz, keiner punktete mehr für die Auswahl. Sechs Spiele absolvierte der Kapitän Heinrich in der Turnierauflage des Jahres 2010 für sein Heimatland, erarbeitete sich drei Treffer und vier Assists. Die daraus resultierenden sieben Zähler sind der Bestwert in den Statistiken seines Landes. Der 1990 in Wien geborene und heute für den EC Red Bull Salzburg aktive Spieler wurde interessanterweise bereits im Jahr vor dem Turnier von seinem damaligen Trainer Pierre Page auf die Verteidigung umfunktioniert. Eine Position, die er bis heute bekleidet, aber im WM-Turnier 2010 fungierte er noch einmal sehr erfolgreich als Stürmer.
Konstantin Komarek
Junioren-WM: 2010
Statistik: 6 Spiele, 5-1-6
Komarek steht Heinrich in den bisherigen Turnierbilanzen Österreichs nicht wesentlich nach. Auch er brachte es im Turnier 2010 auf sechs Einsätze. In den Spielen war der 1992 geborene Stürmer mit fünf Treffern der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft. Zudem gelang ihm eine Torvorlage, was ihn zu beachtlichen sechs Scorerpunkten für den späteren Absteiger aus der A-Gruppe führte. Komarek verbrachte weite Teile seiner Karriere in Schweden, ist aktuell jedoch für den EHC Biel-Bienne in der Schweiz aktiv.
Andreas Kristler
Junioren-WM: 2010
Statistik: 6 Spiele, 2-4-6
Ebenfalls zu sechs Zählern im Turnier 2010 brachte es Sturmkollege Kristler. Im Gegensatz zu seinem Mitspieler Komarek lag der Schwerpunkt bei ihm jedoch nicht im Torabschluss, sondern in der Vorarbeit. Für ihn stehen zwei Tore und vier Assists in den Turnierstatistiken. Den direkten Wiederabstieg des Außenseiters aus Österreich konnten alle drei Vertreter in der Startformation unserer All-Stars mit ihren persönlichen Erfolgen nicht verhindern. Kristler bot sich, nachdem er bereits 2009 an einer WM teilgenommen hatte, wo er jedoch punkt- und torlos blieb, zumindest im Jahr 2013 noch einmal die Möglichkeit sein Heimatland bei der IIHF Eishockeyweltmeisterschaft zu vertreten. Dort kam er zu weiteren fünf Einsätzen, bei denen ihm eine Torvorlage gelang. Insgesamt kam er neben den sechs Einsätzen bei den Junioren auf immerhin weitere elf Spiele auf der großen Bühne der A-Weltmeisterschaften bei den Senioren.
Zweite Sturmreihe:
Patrick Harand: 6 Spiele (2004), 1-4-5, Thomas Vanek: 6 Spiele (2004), 3-1-4, Günther Stockhammer: 5 Spiele (1981), 1-2-3
Verteidiger
Stefan Ulmer
Junioren-WM: 2010
Statistik: 6 Spiele, 0-6-6
Eine imposante Profikarriere hat der Abwehr-Chef unserer Junioren All Star-Auswahl zu bieten. Ulmer, der 1990 in Dornbirn geboren wurde, überzeugte nicht nur beim Junioren-Turnier 2010 mit sechs Torvorlagen in sechs Einsätzen, er hatte zudem das Glück eine vergleichsweise lange und erfolgreiche Laufbahn zu erleben. Für ihn stehen darüber hinaus bislang schon etliche Begegnungen in Nordamerika in der WHL (Spookane Chiefs) und in der NLA (HC Biel-Bienne, HC Lugano) zu Buche. Zudem hatte er die große Ehre Österreich bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotchi (vier Einsätze), sowie bei der A-WM 2018 (sieben Spiele) zu vertreten.
Martin Platzer
Junioren-WM: 1981
Statistik: 5 Spiele, 2-0-2
In der Abwehr unserer Auswahl steht auch der 1963 in Villach geborene Defensivspezialist Platzer. Er war nicht nur ein fester Bestandteil der Auswahl Österreichs beim Junioren-Turnier 1981, bei dem ihm in fünf Einsätzen zwei Tore gelungen waren. Platzer half seinem Heimatland auch bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary. An die beiden Tore aus dem Juniorenbereich reichte er aber bei Olympia in späteren Jahren nicht mehr heran. Immerhin weist die Statistik für ihn elf Begegnungen im Zeichen der Ringe aus, was für ihn mit Sicherheit zu den absoluten Highlights seiner Karriere gezählt haben dürfte. Seine Erfolge im Juniorenbereich qualifizieren ihn nichts desto trotz für unsere Startformation in dieser Kategorie.
Zweites Verteidigerpaar:
Alexander Pallestrang: 6 Spiele (2010), 1-1-2, Nikolaus Hartl: 6 Spiele (2010), 1-1-2
Torhüter
Mathias Lange
Junioren-WM: 2004
Statistik: 5 Spiele; 0-4; 6,97 GAA; 86,2 % Fangquote
Zugegeben, auf den ersten Blick sehen die zu unseren beiden ausgewählten Torhütern gehörigen Statistiken nicht sonderlich beeindruckend aus. Es darf dabei jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Aufgabe eines Goalies der im Kasten eines designierten Absteigers steht, von Natur aus nicht unbedingt die alleinige Aussagekraft über die Leistungen eines Sportlers haben. So ist das auch in diesen Fällen.
Sowohl unser Starter Lange als auch der von uns ausgewählte Backup Lorenz Hirn, hatten maßgeblichen Anteil daran, dass ihre Mannschaften im Jahr zuvor überhaupt den Aufstieg schafften und sich das Recht erwarb, mit den besten Mannschaften im Jahr 2004 bzw. 2010 zu messen.
Wenn eine Mannschaft im Turnierverlauf sieglos bleibt, dann steht der Torwart ständig im Blickpunkt und kann sich aber nur selten permanent auszeichnen. Das ändert aber nichts an der guten Leistung, die einer solchen Darbietung zugrunde liegen kann. Denn überhaupt in den Kreis der Weltbesten im Eishockey vorzustoßen, verdient Respekt. So stehen für den gebürtigen Klagenfurter Lange, der im weiteren Karriereverlauf seiner aktiven Zeit u.a. in Deutschland für die Düsseldorfer EG und die Iserlohn Roosters in der DEL aktiv war, aus dem Aufstiegsjahr in die A-Gruppe 92,86 Prozent Fangquote in den Statistikbüchern. Ein Wert, mit dem er seine Klasse und seinen Wert für das Team demonstriert hat.
Backup:
Lorenz Hirn: 5 Spiele (2010); 0-4, 5,62 GAA, 87,4 %

















