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Der Start für die reguläre Saison 2020/21 in der NHL ist für den 13. Januar vorgesehen. Zur Einstimmung präsentiert NHL.com/de eine Serie mit den wichtigsten Themen vor dem Saisonstart.
In dieser Ausgabe: Die besten Goalie-Gespanne

Der Torwart ist im Eishockey eine Schlüsselposition. Entsprechend setzen viele NHL-Teams nicht nur auf gute Starter, sondern auch hochkarätige Backups. NHL.com/de stellt die besten fünf Goalie-Gespanne für die Saison 2020/21 vor.
Vegas Golden Knights: Robin Lehner & Marc-Andre Fleury
Das Maß aller Dinge auf der Torhüter-Position bilden die Vegas Golden Knights. Dort duellieren sich zwei Keeper um den Platz zwischen den Pfosten, die wohl bei fast jedem anderen Team ein Starter wären: Robin Lehner (29 Jahre) und Marc-Andre Fleury (36). Stolze zwölf Millionen US-Dollar ihres voll ausgeschöpften Gehaltsspielraums (Obergrenze bei 81,5 Millionen US-Dollar) geben die Golden Knights für ihre beiden Goalies aus (knapp 15 Prozent). Gut möglich, dass Vegas auf Job-Sharing setzen wird, um beiden Torleuten Einsatzzeiten zu geben und sie gleichzeitig frisch zu halten.
Lehner (5 Mio. p.a.) wechselte erst Ende Februar 2020 zu Vegas und schlug sofort ein: In seinen ersten drei Spielen hatte er mit einer Fangquote von 94 Prozent und einem Gegentorschnitt von 1,67 überragende Statistiken. Auch in den Stanley Cup Playoffs erhielt Lehner den Vorzug. In 16 Partien parierte der Schwede 91,7 Prozent der Torschüsse bei einem Gegentorschnitt von 1,99. Daraufhin verlängerte der Gewinner der William M. Jennings Trophy (wenigste Gegentore 2018/19 mit den New York Islanders) seinen auslaufenden Vertrag um fünf Jahre bis 2025.

Top 10 Saves von Robin Lehner in 2019/20

Fleury (7 Mio. p.a.) ist in Vegas der absolute Publikumsliebling. Mit dem Kanadier zwischen den Pfosten schafften die Golden Knights viermal in vier Jahren den Sprung in die Playoffs. Insbesondere in der Endrunde machte "Flower" ein ums andere Mal den Unterschied. Etwa in der Debüt-Saison 2017/18, als es Vegas mit einem bärenstarken Fleury (92,7 Prozent Fangquote) bis ins Stanley Cup Finale (1:4 gegen die Washington Capitals) schaffte. In der Vorsaison war ebenfalls die meiste Zeit auf den dreimaligen Stanley-Cup-Sieger (2009, 2016 und 2017 mit den Pittsburgh Penguins) Verlass. Allerdings gab es zwischendurch den einen oder anderen Wackler (90,5 Prozent Fangquote). Mit der Reservistenrolle in den Playoffs (vier Einsätze, 91 Prozent Fangquote) war Fleury freilich nicht zufrieden. Nun könnte sich das Duo gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben.
Boston Bruins: Tuukka Rask & Jaroslav Halak
Auf ein erfahrenes, finnisch-slowakisches Torwart-Tandem setzen die Boston Bruins mit Tuukka Rask (33) und Jaroslav Halak (35).
Rask ist ein Ur-Braunbär: 2005 wurde er in der 1. Runde an 21. Stelle von den Bruins gedraftet und verbrachte seine gesamte NHL-Karriere in Boston. 2011 wurde er als Backup hinter Tim Thomas Stanley-Cup-Champion. Seit 2013 ist er die unumstrittene Nummer 1. Er sicherte sich die Vezina Trophy (2014, bester Torwart) und William M. Jennings Trophy (2020, wenigste Gegentore) ausgezeichnet. In der Vorsaison teilte sich der Finne die Einsätze mit Halak und konnte starke Statistiken vorweisen (2,12 Gegentore/Spiel, 92,9 Prozent Fangquote). In den Playoffs war Rask als Starter vorgesehen - verabschiedete sich nach vier Spielen (90,4 Prozent Fangquote) jedoch aus privaten Gründen aus der Bubble.

Rask gemeinsam mit Halak zur Jennings Trophy

Das war die Chance für Halak, der sich schon zuvor mit einem Gegentorschnitt von 2,39 und einer Fangquote von 91,9 Prozent empfohlen hatte und als ebenfalls frisch gebackener Jennings-Trophy-Gewinner nun in den Playoffs übernahm (neun Einsätze, 90,2 Prozent Fangquote). 2020/21 wird sich das Goalie-Gespann die Spiele vermutlich wieder gleichmäßig aufteilen. Dies war schon in der vergangenen Saison ein Erfolgsrezept.
Dallas Stars: Anton Khudobin & Ben Bishop
Die Dallas Stars haben ebenso ein echtes Luxusproblem im Tor: Anton Khudobin (34) und Ben Bishop (34) bilden bei den Texanern ein hochkarätiges Goalie-Gespann.
Bishop wird den Saisonstart allerdings wegen einer Knie-Verletzung verpassen und wohl erst Ende März wieder zur Verfügung stehen. In der Vorsaison war der in Denver geborene US-Amerikaner als Nummer 1 gestartet (92 Prozent Fangquote), doch musste er seinen Stammplatz in den Playoffs aufgrund einer Verletzung räumen. Nun muss sich der 2,01-Meter-Hüne zurückkämpfen.
Khudobin machte sich als zuverlässiger Vertreter einen Namen. In der regulären Saison setzte er mit 93 Prozent Fangquote eine erste Duftmarke. In den Playoffs avancierte er dann zum Sieggaranten (91,7 Prozent Fangquote), der mit Dallas erst im Stanley Cup Finale scheiterte (2:4 gegen den Tampa Bay Lightning). Das von Khudobin im russischen Akzent vorgetragene "We are still here!" wurde zum Stars-Spruch des langen Playoff-Runs. Der 1,81-Meter-Mann verlängerte seinen Vertrag bis 2023. Aufgrund der Bishop-Verletzung geht er als Starter in die Saison.

Die zehn besten Paraden von Khudobin aus 2019/20

Montreal Canadiens: Carey Price & Jake Allen
Tief greifen die Montreal Canadiens für ihr Goalie-Tandem in die Tasche: 14.850.000 US-Dollar geben die Habs für Starter Carey Price (33, 10,5 Mio. p.a.) und den neuen Backup Jake Allen (30, 4,35 Mio. p.a.) aus - so viel wie kein anderes NHL-Franchise.
Price gilt seit Jahren als einer der besten Goalies in der Liga und ist das Gesicht der Canadiens. 2005 wurde der in Vancouver geborene Keeper in der 1. Runde an 5. Stelle von Montreal ausgewählt und gewann alle prestigeträchtigen Preise. Darunter die Hart Trophy, den Ted Lindsay Award (beides MVP), die Vezina Trophy und William M. Jennings Trophy - allesamt in der Saison 2014/15. Nun geht Price in seine 14. NHL-Saison mit den Canadiens. Seinen Glanz hat der Routinier nicht verloren: In der Vorsaison hatte er in der Hauptrunde eine Fangquote von 90,9 Prozent, in den Playoffs gar eine von 93,6 Prozent vorzuweisen.

MTL@PHI, Sp1: Price wehrt Laughton perfekt ab

Mit Allen akquirierten die Canadiens einen neuen Backup, der Price entlasten soll. Der Kanadier kommt mit der Empfehlung von 92,7 Prozent Fangquote in der regulären Saison sowie 93,5 Prozent in den Playoffs von den St. Louis Blues nach Montreal. Individuelle Trophäen hat Allen zwar noch nicht gewonnen, dafür aber den Heiligen Gral selbst: 2019 holte er als Blues-Backup den Stanley Cup nach St. Louis.
Arizona Coyotes: Darcy Kuemper & Antti Raanta
Ein unterschätztes Torwart-Tandem wissen die Arizona Coyotes in ihren Reihen: Darcy Kuemper (30) und Antti Raanta (31) sorgten schon letzte Saison dafür, dass die Defensive des Teams aus Glendale schwer zu knacken war.
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In der regulären Saison erhielt der Finne Raanta mehr Einsätze (33 Spiele) und wusste mit 92,1 Prozent Fangquote zu überzeugen.
Doch auch der Kanadier Kuemper machte in 29 Partien mit 92,8 Prozent Fangquote auf sich aufmerksam und bekam in den ersten Playoffs seit acht Jahren den Vorzug. Neun Spiele standen für Kuemper in der Endrunde zu Buche (91,3 Prozent Fangquote).