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Am 4. und 5. Februar findet in Las Vegas das Honda NHL All-Star Weekend 2022 statt. Dort dürfen die Fans wieder ein großes Feuerwerk an Eishockey-Highlights genießen. Die besten Spieler der Welt messen sich an zwei Tagen in verschiedenen Disziplinen und Wettbewerben. NHL.com/de hat das bevorstehende Event zum Anlass genommen, einen kurzen Blick zurück auf unsere Top-10-Highlights der vergangenen Jahrzehnte zu werfen, bei dem natürlich auch einige herausragende Spieler aus den DACH-Staaten nicht fehlen dürfen.

1. Owen Nolan (1997)
Er sammelte insgesamt 885 Punkte und 1.793 Strafminuten in 1.200 NHL-Spielen, aber Nolan ist bis heute den Fans in aller Welt vor allem für einen legendären All-Star-Moment bekannt, als der Stürmer aus San Jose im dritten Drittel das Heimpublikum zum Jubeln brachte. Auf der linken Seite lief Nolan allein auf Torwart Dominik Hasek zu, nahm eine Hand vom Schläger, zeigte demonstrativ auf die rechte obere Ecke des Tores und schoss aus dem Halbfeld den Puck genau dorthin. Hasek war geschlagen. Nach zuvor mehreren vergeblichen Versuchen machte Nolan mit diesem ungewöhnlichen Treffer seinen Hattrick an diesem Tag perfekt. Ein bis heute legendärer Eishockey-Moment!
2. Gordie Howe (1980)
Als Vertreter der Hartford Whalers kehrte der langjährige Spieler der Detroit Red Wings zu seinem 23. und letzten All-Star-Spiel in die Joe Louis Arena in Detroit zurück und wurde dort mit minutenlangen stehenden Ovationen begrüßt. Dann leistete der damals 51-Jährige einen Assist zu Real Cloutiers Tor im dritten Drittel, mit dem er die Prince of Wales Conference zu einem 6:3-Sieg gegen die Clarence Campbell Conference führte. 'Mr. Hockey' beendete seine großartige NHL-Karriere mit 19 All-Star-Punkten.
3. Wayne Gretzky (1983)
Nachdem er zwei Spielabschnitte lang kein Tor erzielt hatte, übernahm Gretzky im dritten Drittel vor 15.230 Zuschauern im Nassau Coliseum in Uniondale, N.Y., im Jahr 1983 für 13 Minuten das Kommando und war danach der erste Spieler, der bei einem All-Star Game vier Tore erzielen konnte, darunter der Siegtreffer für die Campbell Conference. Mit 22 Jahren hatte Gretzky bereits neue NHL-Rekorde für Tore (92), Assists (120) und Punkte (212) in einer Saison aufgestellt und ist mit 2.857 Punkten nach wie vor der beste ewige Scorer der Liga.

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4. Mario Lemieux (1988)
Die sechs Punkte des Kapitäns der Pittsburgh Penguins aus dem Jahr 1988, darunter der Siegtreffer in der Verlängerung, gelten bis heute als eine der besten All-Star-Leistungen in der Geschichte der NHL und brachten Lemieux seinerzeit zum zweiten Mal in drei Jahren die Auszeichnung als MVP ein. Zwei Jahre später erzielte er im zweiten Vier-Tore-Spiel der All-Star-Geschichte drei Tore bereits im ersten Spieldrittel. In insgesamt zehn All-Star-Veranstaltungen brachte es Lemieux auf 23 Punkte.
5. Mike Richter (1994)
In der besten Saison seiner Karriere bei den New York Rangers zeigte der Torhüter beim All-Star Game 1994 vor heimischem Publikum im Madison Square Garden eine spektakuläre Leistung. Richter wehrte 19 von 21 Schüssen im zweiten Drittel und drei Alleingänge von Vancouvers Pavel Bure ab. Er sicherte dem Team aus der Eastern Conference damit einen 9:8-Sieg. Im Stanley Cup Finale, das die Rangers gegen die Canucks ein paar Monate später nach sieben umkämpften Spielen gewannen, stoppte Richter erneut Bure, als dieser unter anderem mit einem Penalty am Tormann scheiterte.

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6. Teemu Selanne (1988)
Der blitzschnelle Finne verschwendete 1998 nur wenig Zeit, um sich auf dem Eis groß in Szene zu setzen. Er traf bereits nach 53 Sekunden im GM Place in Vancouver und vollendete seinen Hattrick in der 28. Minute. Selanne wurde damals als erster europäischer Spieler in der All-Star-Geschichte zum MVP ernannt, obwohl sein Team 'World' mit 7:8 gegen die Auswahl Nordamerikas verlor.
7. Dany Heatley (2003)
In seiner zweiten NHL-Saison gab Heatley sein All-Star-Debüt und bereitete den Fans in Sunrise, Florida, und vor den Fernsehern einen Vorgeschmack auf das, was von ihm in den folgenden Jahren noch kommen sollte. Der damals 22-Jährige erzielte vier Tore für die Eastern Conference - als erst der fünfte Spieler, dem dies bei einem All-Star-Spiel gelang -, leistete einen weiteren Assist, verwandelte seinen Versuch im Shootout und wurde auf Anhieb zum MVP des Spiels gewählt. Der in Freiburg (Breisgau) geborene Kanadier Heatley erzielte in dieser Saison 41 Tore für die Atlanta Thrashers und kam in seiner NHL-Karriere insgesamt auf 372 Treffer.
8. Michael Grabner (2011)
Der Österreicher Michael Grabner, der damals für die New York Islanders in der NHL aktiv war, gewann den Wettbewerb 'Fastest Skater' während des Honda NHL SuperSkills-Wettbewerbs im Rahmen des All-Star Weekends 2011 im damaligen RBC Center in Raleigh. Am 29. Januar setzte er sich bei der Veranstaltung in North Carolina gegen die gesamte Konkurrenz durch. Im Finale umrundete er die Eisfläche in 14,2 Sekunden und schlug damit Taylor Hall von den Edmonton Oilers, der dafür 14,7 Sekunden benötigte.
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9. Roman Josi (2016)
Der Schweizer Roman Josi setzte mit seinem Treffer den Schlusspunkt bei der 6:9-Niederlage von Team Central gegen Team Pacific. Bei der Partie handelte es sich um ein Halbfinale, da im Jahre 2016 erstmals vier Vertretungen beim All-Star Game ins Rennen gingen. Für Josi war die Nominierung damals eine ganz besondere Ehre, denn die Veranstaltung fand in der Bridgestone Arena von Nashville und somit in der Heimspielstätte seiner Predators statt. Dementsprechend groß war die Begeisterung rund um Josi.
10. Marco Sturm (1999)
Der heutige Assistenztrainer der Los Angeles Kings stand zu jener Zeit noch als Spieler in Diensten der San Jose Sharks. Austragungsort der Veranstaltung 1999 war der Ice Palace von Tampa. Der deutsche Außenstürmer repräsentierte die von Lindy Ruff gecoachten Welt All-Stars. In der zehnten Spielminute hatte Sturm seinen großen Auftritt und erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich im Duell gegen die Nordamerika All-Stars. Dabei lenkte er, am Torraum lauernd, ein Zuspiel von Mitspieler Peter Forsberg gekonnt über die Linie. Am Ende setzte sich das Team aus Nordamerika knapp mit 8:6 durch.