Eher könnten die Washington Capitals noch an Olaf Kölzig denken, weil dieser auch nach seinem Karriereende weiterhin für die Franchise in verschiedenen Positionen tätig ist und sich positiv einbringt. Ob das den Ausschlag geben kann, wird die Zukunft zeigen.
Womit wir bei den üblichen Kriterien für das Zur-Ruhe-Setzen einer Nummer wären. Es gibt keine offiziellen und es liegt stets im Ermessens- und Entscheidungsbereich des jeweiligen Teams, ob sie einen Spieler damit besonders ehren wollen.
Trotzdem ziehen sich gewisse Auflagen hindurch, die von den meisten Teams angewendet werden. Natürlich gehört als Grundlage dazu, dass ein Spieler lange und wenigstens die überwiegende Zeit seiner Karriere für die spezifische Mannschaft absolviert hat. Weiterhin sollte er sich zusätzlich in dieser Spanne durch besondere Leistungen oder eine herausragende Stellung im Team zum Beispiel als Kapitän erarbeitet haben. Und nicht zuletzt ist in den überwiegenden Fällen notwendig, dass in seiner Zeit und unter seiner aktiven Mitwirkung mindestens einmal der Stanley Cup gewonnen wurde.
Die Ehrung von Lindros durch die Flyers stellt hierbei eine Ausnahme dar, denn er konnte in seiner Zeit bei Philadelphia vom 1992 bis 2000 keinen derartigen Triumph feiern, sondern stand nur einmal in 1998 im Stanley Cup Finale, das in vier Spielen gegen die Detroit Red Wings verloren ging.
Mit Roman Josi, als aktiver Kapitän der Nashville Predators und dort langfristig unter Vertrag, hat die Schweiz ein heißes Eisen im Feuer, das seine Nummer 59 irgendwann in der Bridgestone Arena zur Ruhe gesetzt wird. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, auf dem viel passieren kann, jedoch wäre ein Cupgewinn unter seiner Ägide ein dickes Ausrufezeichen in seinen Bewerbungsunterlagen.