det 1-17

Die Detroit Red Wings zählen zu den drei heißesten NHL-Teams im Kalenderjahr 2024: Seit dem Jahreswechsel ging das Team aus Motor City noch nie leer aus und verlängerte seine Punkteserie mit einem 3:2-Auswärtssieg n.V. beim Atlantic-Division-Rivalen Florida Panthers in der Amerant Bank Arena auf nun sieben Spiele (6-0-1).

Die längste Punkteserie seit über acht Jahren

Dieser Lauf ist für die Red Wings der längste seit über acht Jahren: In der Saison 2015/16 erlebte Detroit eine Punkteserie über 13 Spiele (8-0-5 vom 16. November bis 11. Dezember 2015).

Damit präsentiert sich die Mannschaft von Trainer Derek Lalonde seit dem Jahreswechsel wie ausgewechselt, denn neun der letzten zwölf Spiele des Kalenderjahres 2023 gingen ohne Punktgewinn verloren.

Beachtlich: Während der aktuellen Punkteserie kamen die Red Wings dreimal auf einen Zwei-Tore-Rückstand zurück. So auch an diesem Abend.

„Wir haben 40 Minuten lang gekämpft und waren zu Beginn des dritten Drittels mit 1:2 hinten. Wir hatten also eine Chance“, so Lalonde. „Ich muss meine Jungs loben, denn es ist sehr schwer, in dieser Liga Spiele zu gewinnen. Insbesondere auswärts – und dann auch noch gegen ein Spitzenteam und mit einem Rückstand im dritten Drittel. Das war klasse von den Jungs.“

Larkin entscheidet „Spiel mit Playoff-Charakter“ in der Overtime

DET@FLA: Larkin erzielt im Powerplay den Siegtreffer in der Overtime

Für Detroit war es übrigens der erste Sieg bei den Panthers seit dem 20. Februar 2021, also seit fast drei Jahren. Seitdem hatten die Red Wings eine 0-8-2-Bilanz bei Spielen in Sunrise/Florida.

„Diese Arena hat uns in den letzten Jahren nicht wirklich gelegen“, so Detroits Kapitän Dylan Larkin. „Sie haben eine gute Mannschaft, also gibt dieser Sieg unserem Selbstvertrauen einen gehörigen Schub. Die Spiele gegen sie haben immer Playoff-Charakter.“

Entsprechend gab es 34 Checks (FLA: 14; DET: 20) und 39 Blocks (FLA: 13; DET: 26). Alleine Detroits deutscher Verteidiger Moritz Seider teilte fünf Hits aus und blockte zwei Schüsse bei 22:26 Minuten Eiszeit. Während der Punkteserie kommt der 22-Jährige aus Zell

(Mosel) zwar nur auf einen Assist, räumte in der Defensive aber mit 17 Checks und 18 Blocks in sieben Spielen gehörig ab.

Für die Red-Wings-Tore in der regulären Spielzeit sorgten Michael Rasmussen, der einen Schuss von Olli Maatta zum 1:1 abfälschte (32.) sowie Robby Fabbri mit einer Direktabnahme zwischen den Hashmarks zum 2:2 (47.).

Die Entscheidung in der Overtime führte dann Larkin herbei: Der Kapitän erspähte im Powerplay eine Lücke und verwandelte per Handgelenksschuss zum 3:2-Endstand n.V. (62.).

Lyon glänzt gegen die alten Kollegen

Torwart Alex Lyon, der im Sommer als Free Agent bei den Red Wings landete, traf erstmals wieder auf die alten Kollegen und hielt den Sieg mit 32 Saves (94,1 Prozent Fangquote) fest. In seinen letzten sechs Starts für Detroit hat er eine 5-0-1-Bilanz bei einer Fangquote von 92,7 Prozent.

„Es fühlt sich immer gut an, gegen die Mannschaft zu gewinnen, für die du in der letzten Saison noch gespielt hast. Trotzdem respektiere ich diese Jungs, sie haben ein fantastisches Team“, so Lyon. „Wir haben heute richtig gut gespielt. Ich freue mich sehr für unsere Jungs und bin stolz darauf, wie wir uns zurückgekämpft haben.“

Red Wings klettern in der Tabelle und hoffen auf das Ende der Durststrecke

Durch den jüngsten Sieg überholen die Red Wings (23-16-5) die schwächelnden Toronto Maple Leafs (21-13-8, vier Niederlagen in Folge) und stehen nun auf Rang drei der Atlantic Division.

Detroit hat sich die Rückkehr in die Stanley Cup Playoffs auf die Fahnen geschrieben. Seit 2016 gab es in Motor City keine Playoffs mehr – das soll sich acht Jahre später endlich ändern.

Als nächstes sind die Red Wings auswärts bei den Carolina Hurricanes gefordert, danach sechs Heimspiele in Folge gegen den Tampa Bay Lightning, die Dallas Stars, Philadelphia Flyers, Vegas Golden Knights, Ottawa Senators und Vancouver Canucks auf dem Spielplan.

Verwandte Inhalte