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Der Kampf um die besten Ausgangspositionen

NHL-Pulse: In den finalen Wochen der Saison verschärft sich das Rennen um die Plätze

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

In der Rubrik "NHL Pulse" beleuchtet NHL.com/de an jedem Montag aktuelle Themen, Diskussionen und Entwicklungen der Saison 2018/19, die im Hintergrund des Spielgeschehens liegen.

Heute der intensive Kampf um die besten Platzierungen für die Stanley Cup Playoffs.

Die Wochen im März und Anfang April gehören stets zu den spannendsten, denn in den finalen Tagen einer Saison kämpfen die Teams besonders intensiv um die begehrten Plätze für die Stanley Cup Playoffs.

In diesem Jahr starten die KO-Spiele am 10. April. Noch ist unklar auf welchem Tabellenplatz die Klubs am Ende stehen werden, und wer sich alles für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren wird.

Während sich die Tampa Bay Lightning und die Calgary Flames ihren Platz in den Playoffs 2019 als einzige Teilnehmer schon gesichert haben, kämpfen die Dallas Stars, die Arizona Coyotes, die Minnesota Wild, die Colorado Avalanche und die Chicago Blackhawks um die zwei Wildcards in der Western Conference. Sieben Zähler trennen die Kontrahenten bei noch zehn oder elf ausstehenden Begegnungen.

 

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In der Eastern Conference ringen nicht nur die Carolina Hurricanes und die Pittsburgh Penguins noch um den dritten Rang in der engen Metropolitan Division, sondern im Kampf um die beiden Wildcard-Plätze liefern sich zusätzlich die Columbus Blue Jackets und die Montreal Canadiens einen erbitterten Kampf. Sie trennen drei Punkte bei noch 20 zu vergebende Zähler. Sogar die Philadelphia Flyers haben mit sechs Punkten Rückstand auf die zweite Wildcard noch Außenseiterchancen.

Vor diesem Hintergrund kommt es in dieser Woche zu einigen besonders wichtigen Aufeinandertreffen. Die Hurricanes empfangen in der PNC Arena die direkte Konkurrenz aus Pittsburgh. Carolina stand seit 2008/09 nicht mehr in den Playoffs und hat es in diesem Jahr noch in der eigenen Hand sich zu qualifizieren. Für den Klub aus Raleigh läuft es mit einer Bilanz von 17-6-2 seit der Verpflichtung von Nino Niederreiter am 17. Januar auffällig gut.

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Im Westen treffen Colorado und Minnesota im Xcel Energy Center von St. Paul aufeinander. Für die Avalanche wäre es eine günstige Gelegenheit den Rückstand zu verkürzen, der bei drei Zählern liegt. Nachdem die Wild zuletzt mit einer Bilanz von 4-3-3 aus den vergangenen zehn Spielen nicht gerade glänzten, stehen für das Team aus Denver die Chancen nicht schlecht, dass sie die Wild im Klassement überholen, zumal die Avalanche gegenüber Minnesota noch ein Spiel in der Hinterhand haben.

Doch nicht nur beim Kampf um die begehrten Wildcards geht es extrem spannend zu. Sowohl an der Spitze der Central Division wie auch in der Pacivic Division trennt die Top-Teams nur ein Zähler.

 

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Wer von den Winnipeg Jets, Nashville Predators, Calgary Flames oder San Jose Sharks am Ende als Divisions-Erster durch die Ziellinie kommt, entscheidet sich vermutlich erst Anfang April.

Am Samstag treffen die Predators und die Jets im MTS Place aufeinander und kämpfen um die Oberhand im Saison-Endspurt.

So verbissen das Rennen um die günstigsten Ausgangspositionen auch ist, die lange NHL-Geschichte lehrt uns, dass selbst Teams, die zum Playoff-Start nicht zu den Top-Gesetzten zählten, unerwartet weit kommen und für Überraschungen sorgen können. Entgegen des vermeintlichen Heimvorteils in einer Best-of-7-Serie.

Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Erfolgsgeschichte der Edmonton Oilers 2006 und jener der Los Angeles Kings im Jahre 2012.

Den Kings gelang vor sieben Jahren sogar ein sportliches Wunder: Als lediglich achtplatziertes Team im Westen, gerade noch so in die Runde der besten 16 Teams der Liga gerutscht, bezwangen die Kalifornier hintereinander die Vancouver Canucks (4:1 Siege), St. Louis Blues (4:0) sowie die Phoenix Coyotes (4:1), und damit die drei topgesetzten Divisionsersten.

Im Stanley Cup Finale der Außenseiter folgte ein 4:2 gegen die New Jersey Devils, die es als Sechster des Ostens in das Finale geschafft hatten.

 

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Ein paar Jahre zuvor, im Frühsommer 2006, schrieben die Oilers ein ähnliches Eishockey-Märchen, dem jedoch das Happy End knapp versagt blieb.

Als Nummer acht der Setzliste in die Playoffs gestartet, triumphierte das Team aus Alberta zunächst über die Top-gesetzten Detroit Red Wings (4:3), die San Jose Sharks (4:2), die Mighty Ducks of Anaheim (4:1), um dann im Stanley Cup Finale unglücklich mit 3:4 den als Nummer zwei des Ostens gestarteten Hurricanes zu unterliegen.

Bereits diese beiden Beispiele zeigen, dass bei allem berechtigten Bemühen um eine möglichst günstige Ausgangslage, es das Wichtigste ist überhaupt in die KO-Phase einzuziehen.

Hat ein Team diese Hürde erst einmal erfolgreich gemeistert, ist das Träumen für den Endrundenteilnehmer erlaubt. Spätestens zum Ende der Hauptrunde 2018/19 am 6. April wissen wir Bescheid, welche Mannschaften dabei sein werden.

Bis dahin gilt es den intensiven Kampf um die besten Ausgangspositionen zu genießen.

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