Hier die vierte Ausgabe 21/22:
Auch in Nordamerika spitzt sich die Corona-Lage dank Omikron wieder zu, doch die Maßnahmen in der Öffentlichkeit werden eher geringgehalten. Im normalen Leben gibt es nicht so viele Einschränkungen wie es in Deutschland und den anderen europäischen Ländern der Fall ist. In der NHL müssen die Mitarbeiter und Trainer seit kurzem in den Einrichtungen Maske tragen, während sich die Spieler weiterhin ohne bewegen dürfen.
Das Geschehen in der Liga wird abseits voller Arenen in den USA, nicht nur wegen der vermehrten Fälle und Spielausfälle zunehmend beeinflusst. In Kanada gibt es teilweise erneut Zuschauerbeschränkungen in den Arenen und die Teams erhalten oft sehr lange Pausen von über eine Woche, die für einen gesunden Spielrhythmus eher kontraproduktiv sind.
Ähnliches: [David Aebischers 3. NHL-Blog 2021/22]
Insofern war die Absage der Teilnahme an Olympia von der Liga konsequent, um die im Februar dafür vorgesehene Pause mit Nachholspielen wieder belegen zu können. Natürlich ist es sportlich für das Eishockey äußerst schade, aber ich denke, die Einschränkungen für die Spieler werden in Peking so hoch sein, dass das normale Feeling eines olympischen Turniers ohnehin kaum aufkommen wird.
Doch zurück zum Rhythmus: Die New York Islanders hatten zum Beispiel über Weihnachten zehn Tage Pause, dann zwei Spiele, die sie zum Glück gewonnen haben, und seit Neujahr sind sie schon wieder aus dem Spielbetrieb. Falls sie am Donnerstag gegen die New Jersey Devils spielen können, wären das wieder elf Tage Pause. Wenn nicht, dann sogar fast zwei Wochen. Sie werden dann teilweise bis zu zehn Spiele hinter den anderen Teams sein. Das kann gut sein, falls sie die Stanley Cup Playoffs erreichen sollten und dann einen guten Rhythmus haben. Aber es ist schon eine besondere Herausforderung in solchen Zeiträumen bereit zu bleiben und insbesondere die Belastung wegzustecken, wenn es wieder massiv losgeht.
Es fühlt sich hier bei den Islanders zuletzt etwas wie die letzten Wochen des Trainingscamps an. Man merkt, dass die Jungs aufs Eis und spielen wollen und nur sehr viel Training auf dem Programm stand. Aus Trainersicht verständlich, denn die Intensität muss einfach hochgehalten werden.
Andere Teams, wie die Colorado Avalanche oder Boston Bruins hatten auch über Weihnachten sehr lange Pausen und sind gut herausgestartet. Insofern hoffen wir auch bei den Islanders, dass es uns nur stärker macht und wir die Aufholjagd in der starken Metropolitan Division starten können. Wir wissen, wo wir stehen und in nächster Zeit sehr viel und regelmäßig punkten müssen, um den aufgetretenen Rückstand aufholen und den Anschluss zu finden.