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Bruins am Wanken

Die Boston Bruins stehen zwar auf einem Playoffplatz, müssen angesichts Formschwäche und starken Verfolgern aber zittern

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Vor einer Woche hatten die Boston Bruins noch einiges zu feiern. Beim 6-3 Sieg gegen die Philadelphia Flyers machte Brad Marchand in seinem 500. NHL Spiel fünf Punkte und David Krejci machte seinen 500. Punkt in der NHL. Danach setzte es aber drei Niederlagen in Folge. Bei einem flüchtigen Blick auf die Tabelle schlagen die Herzen einiger Bruins Fans aber wohl immer noch höher, schließlich steht man auf dem dritten Platz der Atlantic Division und damit auf einem klaren Playoffplatz.

Doch sieht man genauer hin erkennt man schnell, dass die Situation vielleicht nicht so rosig ist, wie sie zunächst scheint. Durch die jüngsten Niederlagen sind die Verfolger sowohl in der Division, als auch in der Conference näher heran gerückt. Ein großes Problem ist auch, dass noch niemand so viele Spiele hinter sich hat wie die Bruins. Mit 49 Spielen haben sie bereits einen beträchtlichen Teil der Saison hinter sich und die anderen Teams haben noch bis zu sechs Spiele weniger bestritten und haben damit noch Gelegenheit Punkte auf die Bruins gut zu machen.

In der Metropolitan Division sind ihnen die Philadelphia Flyers und die Carolina Hurricanes dicht auf den Fersen. Die Flyers stehen bei 50 Punkten aus 46 Spielen, haben also noch drei Spiele um zwei Punkte auf Boston aufzuholen. Die Hurricanes liegen nur einen Punkt hinter Philadelphia und haben noch ein Spiel weniger. Carolina ist zur Zeit auch deshalb die größere Gefahr, weil das Team mit fünf Siegen aus fünf Spielen besser in Form ist, als die Flyers mit zwei Siegen aus den letzten 10 Partien oder die Bruins mit drei Siegen. Doch warum sollte es die Bruins kümmern, was die Teams in der anderen Division machen, wenn doch die ersten drei jeder Division sicher in die Playoffs kommen, nach aktuellem Stand also auch Boston?

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Das hat einen ganz einfachen Grund, in der eigenen Division ist das Verfolgerfeld mindestens genau so stark, vielleicht sogar noch besser. Gleich hinter den Bruins stehen nämlich die Toronto Maple Leafs, die mit ihren 50 Punkten derzeit den zweiten Wild Card Platz halten. Es ist zu erwarten, dass sie die Bruins bald einholen werden, denn sie haben in der bisherigen Saison ganze sechs Spiele weniger auf dem Konto, als das Team aus Massachusetts. Damit sind die Bruins alles andere als sicher, damit stehen sie mitten im Rennen um die Wild Card Ränge. Das Team um die überragenden Rookies Auston Matthews, Mitchell Marner und William Nylander ist mit sieben Siegen aus den letzten zehn Begegnungen außerdem in einer beeindruckenden Form.

Ich glaube nicht, dass wir uns zu sehr auf die Tabelle konzentrieren sollten", sagte Bruins Stürmer Dominic Moore zuletzt. "Wir müssen uns einfach auf unsere Spielweise konzentrieren, daran arbeiten uns von Spiel zu Spiel zu verbessern und dann erledigt sich die Tabellensituation automatisch."

Superstar Brad Marchand gibt sich mit seinen 45 Punkten zwar alle Mühe, genau wie andere Spieler, zum Beispiel David Pastrnak, der mit 33 Punkten seine bisher beste Saison zeigt, aber sie schaffen es zu oft nicht den Sieg nach Hause zu fahren. Auf heimischem Eis holten sie lediglich 10 Siege aus 22 Spielen.

Im Moment stehen sie noch auf einem Playoffplatz, aber der ist äußerst wackelig und in einer hart umkämpften Eastern Conference, reicht die derzeitige Leistung am Ende wohl kaum aus, wenn man ein Wörtchen um den Stanley Cup mitreden will. Wollen die Bruins nach zwei Jahren ohne Teilnahme an den Playoffs nicht erneut verfrüht in die Sommerpause gehen ist klar, sie müssen ihre Form verbessern und anfangen vor allem zuhause wieder Siege einzufahren.

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