Das hat einen ganz einfachen Grund, in der eigenen Division ist das Verfolgerfeld mindestens genau so stark, vielleicht sogar noch besser. Gleich hinter den Bruins stehen nämlich die Toronto Maple Leafs, die mit ihren 50 Punkten derzeit den zweiten Wild Card Platz halten. Es ist zu erwarten, dass sie die Bruins bald einholen werden, denn sie haben in der bisherigen Saison ganze sechs Spiele weniger auf dem Konto, als das Team aus Massachusetts. Damit sind die Bruins alles andere als sicher, damit stehen sie mitten im Rennen um die Wild Card Ränge. Das Team um die überragenden Rookies Auston Matthews, Mitch Marner und William Nylander ist mit sieben Siegen aus den letzten zehn Begegnungen außerdem in einer beeindruckenden Form.
Ich glaube nicht, dass wir uns zu sehr auf die Tabelle konzentrieren sollten", sagte Bruins Stürmer Dominic Moore zuletzt. "Wir müssen uns einfach auf unsere Spielweise konzentrieren, daran arbeiten uns von Spiel zu Spiel zu verbessern und dann erledigt sich die Tabellensituation automatisch."
Superstar Brad Marchand gibt sich mit seinen 45 Punkten zwar alle Mühe, genau wie andere Spieler, zum Beispiel David Pastrnak, der mit 33 Punkten seine bisher beste Saison zeigt, aber sie schaffen es zu oft nicht den Sieg nach Hause zu fahren. Auf heimischem Eis holten sie lediglich 10 Siege aus 22 Spielen.
Im Moment stehen sie noch auf einem Playoffplatz, aber der ist äußerst wackelig und in einer hart umkämpften Eastern Conference, reicht die derzeitige Leistung am Ende wohl kaum aus, wenn man ein Wörtchen um den Stanley Cup mitreden will. Wollen die Bruins nach zwei Jahren ohne Teilnahme an den Playoffs nicht erneut verfrüht in die Sommerpause gehen ist klar, sie müssen ihre Form verbessern und anfangen vor allem zuhause wieder Siege einzufahren.