Cassidy war für 399 Spiele der regulären Saison Trainer der Bruins. In dieser Zeit konnten nur die Tampa Bay Lightning die 536 Punkte der Bruins um 22 Zähler überbieten. Acht Mannschaften erzielten mehr Tore pro Spiel (3,16) und kein Team kassierte weniger Gegentore pro Spiel (2,52). Das Powerplay (23,9 Prozent) und die Unterzahl (82,9 Prozent) liegen auf Platz drei. Unter Cassidy erreichte Boston immer die Playoffs und stand 2019 gegen die St. Louis Blues im Finale um den Stanley Cup.
Eine vielversprechende Verpflichtung also, die den Golden Knights helfen sollte, ihre Statistiken aufzubessern und einen Platz in den Playoffs anzuvisieren. Cassidy steht als guter Taktiker für eine strukturierte Spielweise mit starker Defensive, die besonders angesichts der Tatsache helfen sollte, dass Robin Lehner, der erste Torwart der Golden Knights, voraussichtlich für die gesamte Saison ausfallen wird. Statt ihm soll Logan Thompson zum ersten Mal in seiner Karriere als Nummer eins zwischen den Pfosten stehen. Umso wichtiger, dass Cassidys Plan aufgeht.
"Wir wollen Teams unter Druck setzen", betonte der neue Trainer. "Wir wollen Tore schießen, aber nicht auf Kosten einer riskanten Spielweise. Deshalb müssen wir gut Druck auf den Puck machen, gemeinsam arbeiten und den Puck gemeinsam erobern, um in den Angriff überzugehen und dort unsere Fähigkeiten zu nutzen. Wir haben eine hohe Qualität im ganzen Kader, das müssen wir nutzen, und das wissen die Spieler."
Viel von dieser Qualität ging vergangene Saison aufgrund der vielen Verletzungen verloren. Kapitän Mark Stone kam nur auf 37 Spiele, Starstürmer Jack Eichel trat 34 Mal an und Defensivspezialist Alec Martinez hatte nur 26 Einsätze. Trotzdem hatten die Golden Knights zehn Spieler mit mindestens 30 Punkten, genauso viele wie die Tampa Bay Lightning und die Colorado Avalanche, die am Ende im Finale aufeinander trafen.