„Wir sind mit der richtigen Einstellung ans Werk gegangen“, betonte Bostons Trainer Sturm. „Wir haben ein paar Dinge angesprochen, die gegen Dallas nicht so gut gelaufen sind. Uns hat dieses Spiel überhaupt nicht gefallen, weder vom Verlauf noch vom Endergebnis. Im Großen und Ganzen haben die Jungs heute gezeigt, dass sie wesentlich besser sind als das, was sie gegen die Stars geboten haben.“
Im Schlussdrittel mussten die Bruins trotz des großen Vorsprungs noch einmal zittern. Eichel, Tomas Hertl im Powerplay und Pavel Dorofeyev brachten die Gäste bis auf ein Tor heran. In der Schlussphase setzte Gästetrainer Bruce Cassidy alles auf eine Karte und nahm Torwart Akira Schmid zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis.
In der Drangphase der Gäste bewies Elias Lindholm (ein Tor, ein Assist gegen Vegas), dass er nicht nur in der Offensive von Boston ein wertvoller Akteur ist. 1,4 Sekunden vor Ablauf der Uhr gewann er in der eigenen Zone ein Bully und beseitigte damit sämtliche Zweifel am doppelten Punktgewinn der Bruins.
Mit 30 Saves trug Torhüter Joonas Korpisalo seinen Teil zum Erfolg gegen den Spitzenreiter der Pacific Division bei. „Das letzte Drittel war zwar nicht besonders toll, doch wir haben gekämpft und gewonnen. Das ist alles, was zählt“, erklärte er. Für den Schlussmann war es der vierte Sieg hintereinander.
Verteidiger McAvoy zeigte sich erleichtert, dass die Mannschaft zum Schluss die knappe Führung ins Ziel rettete. „Ich freue mich unheimlich, dass wir das geschafft haben. Jeder konnte die Unterstützung der Fans für uns spüren“, sagte er.
Mit einer Matchbilanz von 29-20-2 und 60 Punkten aus 51 Begegnungen belegen die Bruins den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference. Ihr Rückstand auf den dritten Rang in der Atlantic Division, den momentan die Montreal Canadiens innehaben, beläuft sich auf drei Zähler. Am Samstag kommt es im TD Garden in Boston zum direkten Duell dieser beiden Kontrahenten.