In einem Duell der NHL-Schwergewichte gab es am Donnerstag einen klaren Sieger. Die Boston Bruins setzten sich zu Hause im TD Garden mit 4:0 gegen die Vancouver Canucks durch und beendeten damit deren Punkteserie von zwölf Spielen.
„Das war unsere erste Niederlage in der regulären Spielzeit seit einer Weile“, äußerte sich Vancouvers Trainer Rick Tocchet nach dem Spiel. „Ich schätze mal, wenn man schon verliert, kann man auch gleich einen richtigen Blindgänger liefern und das war eine absolute Fehlzündung. Du darfst keine zwei Unterzahltore kassierten. Das war eine echte Lehrstunde.“
Kopf an Kopf an der Spitze
Es war ein Zweikampf der absoluten Spitzenteams. Boston und Vancouver belegen seit 18. Januar die ersten beiden Plätze der NHL, obwohl beide Teams vor der Saison nicht zu den Favoriten zählten.
Die Bruins hatten vergangene Saison die Presidents' Trophy als punktbestes Team der regulären Saison gewonnen. Die Abgänge von Patrice Bergeron und David Krejci im Sommer ließen jedoch einen deutlichen Leistungsabfall erwarten. Die Mannschaft ließ mittlerweile jedoch sämtliche Kritiker verstummen und steht nach 51 Spielen (32-10-9) punktgleich mit den Canucks (34-12-5) auf dem zweiten Platz der gesamten NHL.
„Das war eine gute Herausforderung für uns, um den Ernstfall zu testen“, erklärte Bruins-Verteidiger Hampus Lindholm. „Wir sprechen immer über unseren Prozess, darüber, dass es jedes Mal nur ein einziges Spiel ist. Wir schauen jetzt auf das nächste Training und das nächste Match, aber Vancouver ist natürlich ein sehr gutes Team und wir haben ein starkes Spiel geliefert.“
Vancouver führt die Liga überraschend an, da die Kanadier mehr Siege als Boston auf dem Konto haben. Die Canucks hatten die Stanley Cup Playoffs ein Jahr zuvor noch deutlich um zwölf Punkte verpasst und sind eins der großen Überraschungsteams der Liga. Sie gingen zuletzt am 4. Januar bei einer 1:2-Niederlage gegen die St. Louis Blues ohne Punkte nach Hause.
Verkehrte Welt bei den Special Teams
Eigentlich versucht man Strafen um jeden Preis zu vermeiden, da besonders gegen starke Mannschaften wie Vancouver die Chance auf ein Gegentor extrem hoch ist. Die Bruins stellten das Verhältnis der Special Teams am Donnerstag aber bereits im ersten Drittel komplett auf den Kopf. Insgesamt waren sie drei Mal in Unterzahl und die Tatsache, das sie dabei kein Tor kassierten, wäre schon Grund genug zur Freude gewesen.




















