Seth Jones von den Nashville Predators arbeitet gar lieber mit einem Poke- statt einem Bodycheck, setzt also bevorzugt den Schläger statt den Körper ein. "Ich war nie ein großer oder harter Checker. Statt eines saftigen Hits schlage ich lieber den Puck weg, schalte mich in die Offensive mit ein und starte schnelle Konter. Ich bearbeite meine Gegenspieler lieber mit einem geschickten Schläger-Einsatz", so der Verteidiger, der dabei einem viermaligen Stanley-Cup-Sieger und siebenmaligen Norris-Trophy-Gewinner nacheifert: "Am liebsten habe ich Nicklas Lidstrom zugesehen, du hast ihn nie einen harten Check fahren sehen. Er war großartig mit seinem Schläger, daran nehme ich mir ein Beispiel."
Es gibt sie, die verschiedene Verteidigungs-Ansätze.
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Auch Jaccob Slavin, Verteidiger bei den Carolina Hurricanes, sieht sich nicht als Planierraupe auf dem Eis. "Ich war nie ein physisch spielender Verteidiger, deswegen wird es nicht viele Abende geben, an denen ich mit einem Check auf dem Statistikbogen auftauche." Für Slavin liegt die Kunst des Verteidigens eher woanders: "Für mich geht es mehr darum, den eigenen Körper in Stellung zu bringen, den Gegenspieler vom Puck zu trennen, ohne sich dabei selbst aus dem Spiel zu nehmen. Wenn du dir Spieler ansiehst, die große Hits fahren, dann sind sie danach aus dem Spiel. Für mich ist wichtig, dass ich den Gegner auf den Außen halte und ihm nicht die Mitte des Eises überlasse. In den Ecken hilft es, den Gegner an die Bande zu drücken. Du musst sichergehen, dass du zwischen deinem Mann und dem Tor stehst."
Bodychecks sind untrennbar mit dem Eishockey verbunden. Ob dieser auch einschlägt hängt nicht nur von der Physis, sondern von gleich mehreren Faktoren ab. "Es ist sicher eine Wissenschaft, das Richtige zu tun und zu wissen, wann du einen Check setzt und wann nicht", so Slavin über das Vabanquespiel eines Verteidigers.