Mackenzie Blackwood #39 of the Colorado Avalanche skates in the spotlight as he is recognized as the first star of the game after helping the Avalanche defeat the Philadelphia Flyers 2-0 at Ball Arena on February 02, 2025 in Denver, Colorado. (Photo by Ashley Potts/NHLI via Getty Images)

Die Colorado Avalanche haben am Sonntagabend in der Ball Arena mit 2:0 gegen die Philadelphia Flyers gewonnen. Dabei gelang Avalanche-Torwart Mackenzie Blackwood im zweiten Spiel in Folge ein Shutout. Für den 28-jährigen Kanadier getradet zu haben, erweist sich für Colorado bislang als Volltreffer.

Blackwood dreht in Denver voll auf

Blackwood wehrte alle 24 Schüsse der Flyers ab und wurde zum Spieler des Spiels gewählt. Zwei Tage zuvor parierte er bereits alle 19 Schüsse der St. Louis Blues. Somit kommt der 1,93 Meter große Linksfänger auf zwei Shutouts in Folge.

„Ich fühle mich in jedem Spiel ähnlich. Manchmal stimmen die Ergebnisse, manchmal nicht. Ich versuche an jedem Tag gleich zu spielen“, sagte Blackwood. „Manchmal hat der Gegner bessere Chancen, manchmal können wir voll abriegeln. So ist Eishockey eben. In den letzten beiden Partien haben wir einen unglaublichen Job in der Defensivzone gemacht und genau richtig gespielt.“

Die Avalanche fädelten am 9. Dezember 2024 einen Trade mit den San Jose Sharks ein, der Blackwood nach Denver brachte. Im Austausch wechselten Torwart Alexandar Georgiev, Stürmer Nikolai Kovalenko, ein Zweitrunden-Pick im NHL Draft 2026 und ein Fünftrunden-Pick 2025 nach San Jose. Colorado erhielt außerdem Angreifer Giviani Smith sowie ein Fünftrunden-Pick 2027. Ein Deal, der sich für Colorado und Blackwood ausgezahlt hat.

Für die Sharks kam der Kanadier in 19 Spielen (17 Starts) zum Einsatz und hatte dabei eine 6-9-3-Bilanz, einen Gegentorschnitt von 3,0, eine Fangquote von 91,1 Prozent und einen Shutout.

Für die Avalanche absolvierte der 28-Jährige ebenfalls 19 Spiele (18 Starts) mit deutlich besseren Statistiken: Blackwood kommt für seinen neuen Arbeitgeber auf eine 12-5-2-Bilanz, 2,03 Gegentore/Spiel, 92,5 Prozent Fangquote und zwei Shutouts. Damit zählt er seit seinem Wechsel zu den statistisch drei besten Torhütern in der gesamten NHL. Nur Connor Hellebuyck (Winnipeg Jets; 20 Starts, 16 Siege, 1,94 Gegentore/Spiel, 92,5 Prozent Fangquote, drei Shutouts) und Logan Thompson (Washington Capitals; 14 Starts, 12-1-2, 1,83 Gegentore/Spiel, 93,4 Prozent Fangquote, zwei Shutouts) kommen im selben Zeitraum auf noch bessere Werte.

„In den letzten paar Spielen haben wir keine hochkarätigen Torchancen zugelassen. Wir haben gut verteidigt. Wenn wir mal nicht zur Stelle waren, dann war er es“, lobte auch Colorados Trainer Jared Bednar seinen Schlussmann und sieht in den weißen Westen einen Erfolg der ganzen Mannschaft: „Es ist eine Kombination aus beidem. So, wie es sein sollte.“

MacKinnon beendet die Powerplay-Durststrecke

Insbesondere im ersten Drittel brauchten die Avalanche einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten, denn Philadelphia führte das Schussverhältnis mit 10:6 Torschüssen an.

„Es sah nicht so aus, als wollten wir gewinnen. Wir haben einfach gespielt und geschaut, wie es läuft. Es war nicht gefährlich, nicht mit der letzten Entschlossenheit. Das ist nicht unsere Identität. Über dieses erste Drittel haben wir gesprochen“, so Bednar. „Ich muss die Jungs aber loben: Sie haben es korrigiert. Wir waren im zweiten Drittel viel gefährlicher.“

Im zweiten Abschnitt markierte Colorado beide Tore: Der aufgerückte Samuel Girard wurde in einer 3-auf-2-Situationen im Slot zwischen beiden Faceoff-Punkten angespielt, nahm Maß und traf zum 1:0 (29.).

„Ich hatte heute das Gefühl, dass ich die Schussbahnen ein bisschen besser finde. Ich habe einfach versucht, den Puck aufs Tor zu bringen. Darin möchte ich persönlich noch besser werden. Ich möchte noch mehr aufs Tor schießen“, erklärte der Offensivverteidiger nach seinem dritten Saisontreffer.

Saison-Tor Nummer 20 und gleichzeitig -Punkt Nummer 80 (20-60-80) markierte daraufhin Nummer-1-Center Nathan MacKinnon. Der NHL-Top-Scorer traf im Powerplay von linken Faceoff-Punkt mit einem präzisen Handgelenkschuss ins rechte Kreuzeck (38.).

„Er passt den Puck gerne und mag es, den freien Spieler in Szene zu setzen. Ich finde, er kann es gerne häufiger so machen wie heute“, befand Bednar. „Wenn er sich in diese Positionen begibt, dann macht er seine Tore auch.“

Kaum zu glauben: Für MacKinnon war es das erste Powerplay-Tor seit dem 28. Oktober 2024. Er musste 44 Spiele auf einen Überzahl-Treffer warten. In der gesamten Saison 2024/25 kommt er auf 24 Punkte (4-20-24) im Powerplay.

Bednar fordert mehr Konstanz vor der Pause

Die Avalanche (31-21-2) gewannen drei ihrer letzten fünf Spiele und stehen als Vierter in der Central Division auf dem ersten Wildcard-Rang in der Western Conference. Nach vorne hat Colorado zwei Punkte Rückstand auf die Minnesota Wild, nach hinten sieben Zähler Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz (Vancouver Canucks).

„Ich will, dass wir unsere Leistungen konstant zeigen und dann schauen, wo es uns hinführt“, fordert Bednar für die letzten drei Partien vor der Pause rund um das 4 Nations Face-Off.

Bis dahin stehen für Colorado noch drei Auswärtsspiele im Westen Kanadas auf dem Spielplan. Zunächst geht es am Dienstag (10 p.m. ET; Mi. 4 Uhr MEZ, NHL.tv) zu den Vancouver Canucks. Es folgen Auftritte bei den Calgary Flames und Edmonton Oilers.

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