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Avalanche bestehen Härtetest mit Bravour

Heimsieg gegen die St. Louis Blues ist für Colorado ein guter Gradmesser, Grubauer legt starken Auftritt hin

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Die Colorado Avalanche haben ihren Härtetest gegen die St. Louis Blues mit Bravour bestanden. Am Samstag setzten sie sich im heimischen Pepsi Center gegen den Spitzenreiter der Western Conference und amtierenden Stanley Cup Champion mit 5:3 durch. Das Duell hatte von Anfang bis Ende Playoff-Charakter. Beide Mannschaften beharkten sich intensiv, ohne dass es unfair zuging. Der Erfolg der Hausherren stand erst mit dem Empty-Net-Goal von Kapitän Gabriel Landeskog zwei Sekunden vor Schluss fest.

Nach vier Vergleichen in dieser Saison lautet die Bilanz zwischen den Rivalen aus der Central Division 2:2. Sowohl die Avalanche als auch die Blues behielten vor eigenem Publikum jeweils in der regulären Spielzeit die Oberhand. Am 4. April kommt es in Denver zum Showdown in der Serie.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen in der vierten Minute durch Nathan MacKinnon mit 1:0 in Führung. Der Center traf aus kurzer Distanz auf Zuspiel von Samuel Girard. Für den Passgeber war es der zehnte Assist seit dem Jahreswechsel. Nur John Carlson von den Washington Capitals brachte es in dieser Zeitspanne auf die gleiche Anzahl.

Video: STL@COL: MacKinnon hämmert Girards Pass rein

Die Gastgeber verpassten es in der Folge nachzulegen und mussten zwei Minuten vor Ablauf des ersten Drittels durch David Perron den Ausgleich hinnehmen. Im Powerplay setzte er den Puck auf Zuspiel von Ryan O'Reilly in die Maschen.

Zu Beginn des mittleren Abschnitts wirkten die Blues wacher und entschlossener. Oskar Sundqvist traf in der 22. Minute wiederum nach klasse Vorarbeit von O´Reilly zum 2:1. Doch die Gastgeber ließen sich davon nur kurz beeindrucken. Tyson Jost (28.) sowie Cale Makar und Andre Burakovsky mit einem Doppelschlag (37.) drehten das Match zugunsten der Avalanche. Nach dem vierten Gegentor musste Blues-Schlussmann Jordan Binnington seinen Platz zwischen den Pfosten räumen. Er hatte diesmal keinen guten Tag erwischt und hielt nur sieben von elf Schüssen. Jake Allen ersetzte ihn.

Im letzten Durchgang versuchten die Blues noch einmal alles, um dem Spiel eine Wendung zu geben. Zeitweise schnürten sie die Avalanche in deren Zone ein. Doch mehr als der 3:4-Anschlusstreffer durch Alex Pietrangelo (48.) sprang nicht heraus. Landeskog beseitigte schließlich alle Unklarheiten (60.).

Eine starke Vorstellung bot Avalanche-Torhüter Philipp Grubauer. Er wartete bei seinem dritten Start nacheinander mit einigen Glanzparaden auf und wehrte 21 von 24 Schüssen ab. Mannschaftsführer Landeskog hob die Leistung des Rosenheimers in seinem Kommentar zur Partie hervor. "Grubi hat zuverlässig gehalten und dafür gesorgt, dass das Ganze gut für uns ausgegangen ist", sagte er.

Die Avalanche machten mit dem doppelten Punktgewinn gegen die Blues deutlich, dass sie die Qualität besitzen, einer Spitzenmannschaft der Liga ein Bein zu stellen. Auf diesen Fakt wies Colorados Verteidiger Ian Cole in seiner Stellungnahme hin: "Sie haben letztes Jahr den Stanley Cup gewonnen. Von daher sind sie automatisch ein Gradmesser für alle Teams, die gegen sie antreten müssen." Cole trug zwei Assists zum Sieg bei und punktete zum vierten Mal in dieser Saison mehrfach.

 

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Rundum zufrieden mit der Darbietung seiner Schützlinge zeigte sich Trainer Jared Bednar. "Mir hat der Auftritt sehr gut gefallen. Schon vor dem Spiel konnte man in unserer Kabine eine positive Energie spüren. Die haben wir dann aufs Eis übertragen. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive hat der Einsatz gestimmt", betonte er.

Bednar freute sich vor allem über die Tore von Jost, der seit 30. November in 21 Spielen nicht getroffen hatte, und Burakovsky, der eine 13 Begegnungen anhaltende Ladehemmung überwand. "Man hat gesehen, dass gerade bei ihnen das Selbstvertrauen zurückgekommen ist. Ich hoffe, das bleibt so", meinte der Coach. Burakovsky glänzte nicht nur im Abschluss, sondern verbuchte beim 2:2 durch Jost auch den 100. Assist in seiner NHL-Laufbahn.

Ein Ausrufezeichen setzte Defensivspieler Makar. Mit seinem elften Saisontor stellte er einen Franchise-Rekord für einen Rookie-Verteidiger innerhalb einer Hauptrunde auf. Er löste John Michael Liles ab, der es 2003/04 auf zehn Treffer gebracht hatte. "Natürlich fühle ich mich dadurch geehrt. Aber ich werde deswegen jetzt nicht nach Hause fahren und großartig feiern", gab er zu Protokoll.

 

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Colorado nach einer Schwächephase mit vier aufeinanderfolgenden Niederlagen zwischen dem 6. und 14. Januar wieder Tritt gefasst. Vor dem Sieg gegen St. Louis hatten die Avalanche bereits die San Jose Sharks in eigener Arena mit 4:0 bezwungen. Mit 60 Punkten aus 48 Spielen liegen sie in der Central Division auf dem zweiten Platz und damit auf Kurs in Richtung Stanley Cup Playoffs.

Vor dem All-Star Game ist die Belegschaft aus Denver noch einmal gefordert. Gegner im Pepsi Center sind am Montag (21 Uhr MEZ; NHL.tv) die Detroit Red Wings.

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