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Bei den NHL Awards zeigt jeder ein wenig Nerven

Selbst die erfahrenen Spieler geben zu, was für eine besonderes Erlebnis die Awards sind, wie ist es da erst für Laine und Co.?

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

In Las Vegas ist derzeit die Elite der NHL versammelt. In einem kombinierten Event, werden die NHL Awards vergeben, die Auszeichnungen für die besten Spieler in unterschiedlichen Feldern und der Expansion Draft abgehalten, bei dem die Vegas Golden Knights, die ab nächster Saison das Feld der Liga erweitern werden, einen Spieler jedes Teams wählen, um so ihren neuen Kader zusammenzustellen.

Vorher stehen jedoch die Awards an, eine aufregende Zeit für alle nominierten, besonders die, die zum ersten Mal die Chance auf eine der begehrten und prestigeträchtigen Trophäen haben. Es ist eine besondere Veranstaltung, bei der auch den anwesenden Spielern, die im Einsatz auf dem Eis so cool und fokussiert wirken, schon mal die Nerven flattern. Derek Ryan gab zum Beispiel zu, was für eine surreale Erfahrung es ist hier zu sein.

"Lustige Geschichte, ich glaube vor fünf Jahren kamen meine Frau und ich mit ein paar Freunden hier her und zufällig wurden die Awards zur gleichen Zeit verliehen. Wir kamen zum roten Teppich und haben die Jungs angehimmelt, 'oh da ist Sidney Crosby'... und jetzt bin ich hier... ich Versuche einfach das alles gerade aufzunehmen, ich habe viel Familie und viele Freunde dabei und genieße den Moment."

Ryan kam auf einem eher ungewöhnlichen Weg in die NHL. Nach einigen Jahren in den Minor Leagues in Nordamerika, wechselte er zunächst nach Europa. Dort fing er in der Erste Bank Eishockey Liga in Österreich an, wo er für Alba Volan Szekesfehervar aus Ungarn stürmte. Nach Stationen in Villach und in Örebro, in der schwedischen Liga, ging es schließlich zurück über den großen Teich. In der vergangenen Saison konnte er dann, im Alter von 30 Jahren endlich in der NHL Fuß fassen und machte 67 Spiele für die Carolina Hurricanes. Nun steht er im Finale um die Masterton Trophy, die für besondere "Ausdauer, Fairness und Hingabe für das Eishockey" verliehen wird. Ausdauer und Hingabe dürfte er zu genüge bewiesen haben.

Eine der großen Trophäen ist dabei die Calder Trophy, die jährlich an den besten Rookie verliehen wird. Bereits bevor die Saison begann, waren sich viele Fans und Experten sicher, das Rennen wird zwischen Patrik Laine und Auston Matthews entschieden, doch auch andere Rookies wie Mitchell Marner und Matthew Tkachuk machten die Geschichte spannender, als erwartet. Nun stehen aber die beiden Favoriten im Finale um die Trophäe, gemeinsam mit Columbus Blue Jackets Verteidiger Zach Werenski.

"Es war bisher eine tolle Erfahrung", erzählte der Finne Laine. "Es ist natürlich immer eine Ehre nominiert zu sein und es wird eine schöne Veranstaltung morgen, ich freue mich darauf."

Klar, diese Jungs haben gerade ihre erste Saison hinter sich, ihre ersten Tore, Vorlagen Siege,Matthews und Werenski sogar ihre ersten Playoffs, dass man da bei den Preisverleihungen beeindruckt und aufgeregt ist, ist nicht überraschend, doch auch anderen, erfahreneren Spielern geht es nicht viel anders.

Erik Karlsson war beispielsweise schon bei einigen dieser Events dabei. Der 27-jährige Schwede konnte sich bereits zwei Mal die James Norris Trophy für den besten Verteidiger sichern und ist dieses Jahr neben Brent Burns und Victor Hedman im Finale. Doch auch für ihn ist es immer wieder etwas besonderes.

"Ja, dieses Jahr gibt es mehr Action, als sonst, mit dem neuen Team aus Vegas und ihrem Expansion Draft am Mittwoch. Es macht Spaß, dass ist immer ein Event das ich genieße, es ist ein Privileg hier zu sein und ich versuche so viel wie möglich von der Erfahrung mitzunehmen."

Egal wie alt, wie erfahren ein Spieler ist, dies sind besondere Momente. Die Akteure arbeiten sich neun Monate lang auf dem Eis auf (ohne Saisonvorbereitung), kämpfen um jeden Puck, werfen sich in jeden Schuss, teilweise selbst wenn sie bluten, gerissene Bänder, oder gebrochene Knochen haben, sie geben einfach alles, um ihrem Team zum Erfolg zu verhelfen. Nun werden in Las Vegas die härtesten Arbeiter, die größten Kämpfer und die besten Spieler geehrt. Wer wäre da nicht aufgeregt, wenn am Ende womöglich sein Name ausgerufen wird?

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