MANALAPAN, Florida - Die Arizona Coyotes arbeiten weiter mit Hochdruck an einer Lösung für den Neubau einer Arena. Besitzer Alex Meruelo will dafür im Juni bei einer Auktion ein Grundstück in Phoenix ersteigern. Die NHL verfolgt die Pläne mit großem Interesse.
Nach Abschluss des Meetings der General Manager der Liga am Mittwoch wurde NHL-Commissioner Gary Bettman gefragt, ob die Zeit dränge, da die Liga bald einen Spielplan für die nächste Saison aufstellen müsse.
„Wir sind uns dessen bewusst, und wir konzentrieren uns auch auf die Tatsache, dass Alex Meruelo daran arbeitet, den seiner Meinung nach besten Standort für die neue Arena und sein Gesamtprojekt zu erwerben“, sagte Bettman.
Vom stellvertretenden NHL-Commissioner Bill Daly wollten Medienvertreter wissen, ob die NHL genügend Zeit hätte, die Coyotes rechtzeitig vor Beginn der nächsten Saison umzusiedeln, falls sie die Auktion nicht gewinnen sollten. „Wahrscheinlich nicht. Zumindest glaube ich das nicht“, antworte er.
Auf die Frage, ob das bedeute, dass die NHL vor der Auktion eine Entscheidung über die Zukunft der Coyotes für die nächste Saison treffen müsse, erklärte Daly: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist das nicht notwendig. Wir sind zufrieden mit dem, wo wir im Moment stehen. Es ist Alex' Absicht, die Auktion anzugehen.“ Wenn sie diese gewinnen sollten, wäre das der erste wichtige Schritt in Sachen Neubau. „Sie hätten dann ihr Land und die Möglichkeit, darauf zu bauen. Ich denke, dass die Auktion diese Sicherheit bringen wird.“
Wie Daly weiter ausführte, müsse die Liga den Spielplan für die nächste Saison nicht vor dem NHL Draft Ende Juni veröffentlichen. „Wir können flexibel entscheiden, wann wir ihn herausbringen“, sagte Daly. „Wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt, und den Terminplan erstellen, wenn wir bereit sind. Im Moment gehe ich bei meiner Planung davon aus, dass die Coyotes nächstes Jahr ihre Spiele in Arizona austragen werden.“
Die Coyotes spielten von 2003 an in der Gila River Arena in Glendale, bis die Stadt ihren Mietvertrag mit dem Team nach der Saison 2021/22 beendete. Seitdem tragen sie ihre Heimpartien übergangsweise in der Mullett Arena aus, einer 4.600 Plätze fassenden Halle an der Arizona State University in Tempe.
Ursprünglich war geplant, in Tempe eine nagelneue Arena in einem Sport- und Unterhaltungskomplex zu errichten. Doch bei einem Bürgerentscheid stimmten die Wähler dagegen. Nun sucht der Klub nach einer Lösung, bei der kein öffentliches Referendum erforderlich ist.
NHL-Commissioner Bettman räumte ein, dass er sich eine andere Entwicklung gewünscht hätte. „Es wäre uns lieber gewesen, wenn wir jetzt schon in einer neuen Arena spielen könnten, aber es gibt bestimmte Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben. Wir hätten uns gefreut, wenn das Referendum in Tempe anders ausgegangen wäre, aber das war nicht der Fall. Also müssen wir uns mit den Dingen befassen, die in unserem Gestaltungsbereich liegen.“
„Abgesehen davon glauben wir, dass Arizona, insbesondere der Großraum Phoenix, ein guter NHL-Markt ist. Es ist ein Ort, an dem wir sein wollen“, betonte Bettman.
Über eine Erweiterung der Liga denken die Verantwortlichen derzeit nicht nach. Zumindest gebe es keine konkreten Schritte in diese Richtung, versicherte der stellvertretende NHL-Commissioner Daly trotz entsprechender öffentlicher Forderungen von Kreisen aus Salt Lake City und Atlanta.
„Es gibt so viele andere Dinge, die im Moment wichtiger sind als eine Erweiterung“, hob Daly hervor. Ob auf der Juni-Sitzung des NHL Board of Governors darüber gesprochen werde, müsse man sehen. Konkrete Schritte hin zu einem Erweiterungsprozess erwarte er dort aber nicht.


















