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Nur noch einmal schlafen, dann ist es so weit. Die besten Nachwuchsspieler dieses Jahrgangs stehen beim NHL Draft zur Auswahl und fiebern diesem Event entgegen. Der Upper Deck NHL Draft 2026 findet vom 26. bis 27. Juni im KeyBank Center in Buffalo statt. Die erste Runde wird am 26. Juni (7 p.m. ET; Sa 01:00 Uhr MESZ) ausgetragen, die Runden 2 bis 7 am 27. Juni (11 a.m. ET; 17:00 Uhr MESZ). Am Vorabend nahmen die Top-Talente einen Pressetermin im Hauptsitz von New Era Cap in der Innenstadt von Buffalo wahr.

Sie schilderten ihre Anspannung und Aufregung in den letzten Stunden vor einer Veranstaltung, die wesentlichen Einfluss auf ihre weitere sportliche Karriere hat. An Nummer 1 auf der Liste des NHL Central Scouting ist bei den nordamerikanischen Feldspielern Gavin McKenna gesetzt. Der 18-jährige Linksaußen könnte von den Toronto Maple Leafs gezogen werden, die die erste Wahl haben, würde aber auch über ein anderes Team glücklich sein.

Gavin McKenna pre draft

„Ich bin natürlich total begeistert. Ich habe zwar darüber nachgedacht, aber letztendlich ist es mir egal, wo ich mein Geld verdiene – ich freue mich einfach, dass ich diese Erfahrungen mit meiner Familie machen und gemeinsam mit ihnen durchleben kann“, so der in Whitehouse, YT geborene Kanadier. „Ich versuche wirklich, das alles positiv zu sehen und diese Phase in meinem Leben zu meistern und all das mit meiner Familie und meinen Freunden durchzustehen. Es war bisher hier eine tolle Zeit, und ich versuche einfach, alles in mich aufzunehmen.“

Ein weiterer, hochgehandelter Kandidat, als Nummer-1-Pick aus dem Draft herauszugehen, ist Ivar Stenberg, der bei den internationalen Feldspielern als Erster gelistet ist. Der Schwede möchte jeden Tag besser werden und zeigt sich offen darüber, wo die Reise hingehen wird. 

Sollte es nicht Toronto sein, dann könnte es in Richtung Kalifornien gehen, denn die San Jose Sharks sind als Zweite dran. „Das wäre schon ein Traum und es würde schon Spaß machen“, freut sich Stenberg, der zusätzlich verrät, dass er einen dunkelgrünen Anzug tragen werde.

Der am höchsten gehandelte Verteidiger unter den internationalen Feldspielern ist Alberts Smits, der in der vergangenen Saison auch für den EHC München aufgelaufen ist. Der Lette will den Moment leben und nicht zu viel darüber nachdenken, was dieser Draft bedeutet. Er ist auch nicht nervös, sondern gelassen und gespannt auf den Ausgang: „Morgen ist es soweit, und dann werden wir sehen, was passiert. Ich weiß es nicht.“​

Smits 1

Der Finne Oscar Hemming, Rang 11 bei den nordamerikanischen Feldspielern, kann auf die Draft-Erfahrung seines Bruders Emil verweisen, der 2024 von den Dallas Stars in der ersten Runde an Nummer 29 gezogen wurde. 

„Ich erinnere mich, dass ihm am Ende die Beine zitterten. Er zitterte mit den Beinen und die ganze Reihe zitterte mit. Das lag wohl daran, wie nervös er war. Ich hatte ihn zuvor noch nie so nervös gesehen“, schildert Hemming das Geschehen von vor zwei Jahren.

Hemmings Landsmann Oliver Suvanto gehört auch zur Draft-Klasse. Er steht bei den internationalen Feldspielern auf Platz 3. „Ich bin sichtlich begeistert. Es ist toll, da steht ein schöner Event an. Die letzte Nacht war wegen des Jetlags ziemlich anstrengend, aber ich weiß nicht, wie es in der nächsten Nacht wird. Mal sehen, mal sehen. Hoffentlich läuft alles gut“, wünscht sich der 17-Jährige. 

Von welchem Team an welcher Position er ausgewählt wird, das steht noch in den Sternen. „Natürlich ist es vor dem Draft schwer zu sagen, wohin man kommt – wie immer –, und wenn dann die Transfers stattfinden, weiß ich nicht, ob es dann vielleicht noch schwerer zu sagen ist, aber ich glaube, die Teams geben nicht so viele Hinweise, dass sie einen auswählen werden“, möchte auch er keine Prognose geben.

Auf Platz 4 bei den internationalen Feldspielern folgt Viggo Bjorck, dessen Bruder Wilson im vergangenen Jahr von den Vancouver Canucks in der 5. Runde an Nummer 143 gedraftet wurde. „Ich bin gestern Abend angekommen, aber ja, meine Mutter, mein Vater und mein Bruder sind hier, daher ist es etwas Besonderes, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Ich weiß nicht, ob man nervös sein soll, weil es ja keine schlechten Alternativen gibt, aber es wird wohl so sein, dass man vielleicht das Gefühl hat, dass es immer näher rückt und dass spannende Zeiten bevorstehen. Ich werde die ganze Zeit den Aufenthalt hier genießen. Ich genieße es gerade, mit euch zu reden, also wird alles Spaß machen.“

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