Alex Ovechkin hat noch lange nicht genug. Der 40-jährige Linksaußen der Washington Capitals half kräftig mit, dass die Capitals ihre Auswärtspartie gegen die Columbus Blue Jackets in der Nationwide Arena mit 5:1 deutlich für sich entschieden, obwohl ihnen die Gastgeber das Leben schwermachten.

Der entscheidende Moment

„Solche Spiele machen richtig Spaß, wenn der Gegner eine Menge Schüsse auf unser Tor abgibt. Der Job war nicht schlecht“, blickte Washingtons Torwart Logan Thompson, dem in der Partie 34 Rettungstaten gelangen, gerne auf den Spielverlauf zurück, wobei es zu einer spielentscheidenden Szene erst zu Beginn des dritten Drittels kam.

Es lief die zweite Minute im Schlussabschnitt als Ovechkin nach einem gewonnenen Bully nicht lange fackelte, postwendend vom Bullypunkt abzog und mit seinem Gewaltschuss Blue Jackets' Torwart Jet Greaves nicht den Hauch einer Abwehrchance ließ.

WSH@CBJ: Ovechkin schießt sein 899. NHL-Tor

„So etwas macht er bereits seit 20 Jahren. Wenn man Ovi so den Puck auflegt, dann gibt es nichts zu halten. Das macht er einfach klasse und er profitiert auch von dem Verkehr vor dem Tor. Ovi macht das halt richtig gut“, so Thompson.

„Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, doch dann hatten wir zur richtigen Zeit das Glück auf unserer Seite. Das ist eine dieser Spielsituationen gewesen, von denen wir letztes Jahr wenige hatte. Einfach eine dieser Situationen, in denen man manchmal Glück hat, und die nehmen wir jetzt mal mit“, freute sich Center Dylan Strome über Ovechkins Tor zur rechten Zeit, das sich letztendlich als Gamewinner herausstellte.

Sonderlob vom Trainer

„Das war ein wichtiges Tor, zu einem wichtigen Zeitpunkt. Eine Führung mit einem Tor gibt noch keine Sicherheit. Dieses zweite Tor war großartig. Er braucht halt nicht viel Zeit und auch nicht viel Platz, um zu schießen. Ich hatte von der Bank eine perfekte Sicht auf die Szene. Das war schon ein tolles Zusammenspiel in diesem wichtigen Moment“, beschrieb Trainer Spencer Carbery die Szene, in der Strome Ovechkin den Puck auflegte.

Für Washingtons Kapitän war der Treffer zum 2:0 in seiner 1499. NHL-Partie das 899. Tor seiner NHL-Karriere, die in der Saison 2005/06 begann. Ovechkin braucht noch ein Spiel, um die 1500 zu erreichen. Unter den aktiven Spielern steht er hinter Brent Burns (1505) an zweiter Stelle und er würde damit der 24. Spieler in der Geschichte der NHL werden, der 1500 Spiele bestritten hat.

Das 900. im 1500. in greifbarer Nähe

Noch nie erreichte ein Spieler die magische Grenze von 900 Toren. Bereits jetzt ist Ovechkin der Rekord-Torschütze der Liga, nachdem er in der vergangenen Saison am 6. April in der Partie gegen die New York Islanders mit seinem 895. NHL-Tor Wayne Gretzky überholte, der im Jahre 1999 seine Karriere mit 894 Toren beendet hatte.

In einer anderen Kategorie zog Ovechkin am Freitag in Columbus mit Gretzky als Rekordhalter gleich: Es war sein 336. Treffer im dritten Drittel einer NHL-Partie. Zudem wurde ihm noch ein Assist beim Powerplaytreffer von Connor McMichael zum Endstand in der 57. Minute. Ovechkin bewies nicht nur wegen seiner zwei Scorerpunkte wieder einmal, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Insgesamt bekam er 18:15 Minuten Eiszeit und damit die zweitmeiste unter den Stürmern der Capitals.

WSH@CBJ: McMichael trifft im PP gegen Jet Greaves

Auch, wenn sich die Blue Jackets als ebenwürdiger Gegner erwiesen und das Ergebnis deutlich zu hoch für die Capitals ausfiel, Columbus ist halt einer ihrer Lieblingsmannschaften in der Liga. Washington weist saisonübergreifend seit 2021/22 aus den letzten 16 Aufeinandertreffen mit den Blue Jackets eine Bilanz von 12-3-1 aus und punktete jeweils in den letzten acht Auftritten in Columbus (7-0-1).

Ihr nächstes Spiel bestreiten die Capitals bereits am Samstag in der US-Hauptstadt vor heimischer Kulisse gegen die Ottawa Senators. Wird Ovechkin, dann in seiner 1500. NHL-Partie der 900. Treffer gelingen? Zuzutrauen wäre dies 'Great 8'.

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