"Es war einfach eine dieser Nächte, in denen der Puck immer wieder zu einem kommt", zeigte sich Kempe nach der Begegnung nahezu etwas sprachlos über die eigene Leistung. "Ich glaube, ich hatte auch Chancen für fünf oder sechs Treffer. Es war einfach eine dieser Nächte." Passend zu einem Abend, an dem eigentlich Brown im Mittelpunkt stehen sollte, ist Kempe der erste Kings-Spieler, der vier Tore in einem Spiel erzielt hat, seit Brown am 5. April 2018 vier Tore gegen die Minnesota Wild gelangen.
Im Eröffnungsdrittel hatten Jaret Anderson-Dolan (3.) und Alex Iafallo (18.) die Hausherren schon früh auf die Siegerstraße gebracht. Auch der Schweizer Kevin Fiala zeigte sich gegen Pittsburgh stark auf dem Eis. In gut 15 Minuten Eiszeit lieferte er zwei Torvorlagen (er assistierte bei den Treffern zum 2:0 und 6:0) und schraubte seine Saisonausbeute nach 53 Einsätzen auf 18 Tore und 35 Assists zu 53 Punkten. Zudem glänzte Veteran Anze Kopitar, dem drei Assists für die Kings (29-18-7) gelangen, die ihr erstes Spiel seit dem 31. Januar bestritten. Torhüter Pheonix Copley schaffte mit 25 Paraden seinen ersten Shutout seit dem 22. Dezember 2018, als er noch für die Washington Capitals im Tor stand.
"Ich denke, wenn man nach der Dustin-Brown-Zeremonie nicht schon einen Funken Spielfreude hatte, dann verlieh spätestens das Spiel allen noch ein bisschen mehr Schwung", lautete das Fazit von Los Angeles-Trainer Todd McLellan. "Die Jungs haben gut gespielt. Sie wirkten ausgeruht, waren frisch und haben einige der Dinge getan, die wir in Pittsburgh (1:6-Niederlage am 20. Oktober) damals nicht auf das Eis gebracht haben."
"Es war ein besonderer Abend für Brown und auch für uns, deshalb sind wir froh, dass wir den Sieg für ihn geholt haben", versuchte Kempe einen Teil der Aufmerksamkeit, die ihm nach Spielende zuteilwurde, bescheiden an den ursprünglich angedachten Helden des Tages zurückzugeben.