Oilers vs Avalanche Preview. Makar and Mackinnon vs Draisaitl and McDavid

Besser geht es kaum, am Dienstagabend (8 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 2 Uhr MESZ) treffen im Western Conference Finale der Stanley Cup Playoffs einige der größten Stars der NHL aufeinander, wenn sich die Colorado Avalanche mit den Edmonton Oilers messen. Connor McDavid und Leon Draisaitl treten für Edmonton fordern Nathan MacKinnon zum Kräftemessen auf höchstem Niveau.
Fünf Aspekte, die es zu beachten gilt:

Geballte Starpower
Größer könnte die Qualität der Einzelspieler kaum sein. Auf Seiten der Oilers treten McDavid und Draisaitl an, die beide bereits die Hart Trophy als wertvollster Spieler der NHL gewannen. Colorado schickt dagegen Nathan MacKinnon aufs Eis, der 2020 gemeinsam mit Draisaitl einer der Finalisten für die hohe Auszeichnung war. In den laufenden Playoffs erzielte MacKinnon 13 Punkte (8 Tore, 3 Assists). Draisaitl und McDavid kommen auf überragende 26 Punkte (jeweils 7 Tore, 19 Assists). Der Auftritt dieser Stars und die Antwort der gegnerischen Defensive auf sie wird ein wichtiger Faktor der Serie werden.

EDM@CGY, Sp5: McDavid bringt Oilers in nächste Runde

"Er ist der Beste", erkannte MacKinnon die Qualität von McDavid an. "Er ist schon eine Weile der beste Spieler der Liga und wir werden eine komplette Teamleistung brauchen, um ihn zu stoppen. Das gleiche gilt für Draisaitl."
"Bei ihm gibt es viel, was einem gefallen muss", lobte McDavid seinerseits seinen gegenüber. "Er ist ein unglaublich guter Skater, er ist stark, spielt auf höchster Geschwindigkeit und macht es schwer ihn zu verteidigen."
Unterstützung für die Topscorer
Es wird jedoch nicht nur auf die Topscorer ankommen, beide Teams haben weitere Spieler, die eine Partie entscheiden können. Auf Edmontons Seite wären Evander Kane und Zach Hyman zu nennen. Kane bringt es in den Playoffs aus 15 Punkte (12 Tore, 3 Assists), Hyman sammelte zwölf Zähler (8 Tore, 4 Assists). MacKinnon darf für Colorado auf Unterstützung von Kapitän Gabriel Landeskog, Mikko Rantanen, Nazem Kadri und Cale Makar hoffen. Kadri zählte diese Saison mit 87 Punkten (28 Tore, 59 Assists) zu den großen positiven Überraschungen und lieferte in den Playoffs bisher fünf Tore und fünf Assists.
"Als Mannschaft will man einen Spieler, der im Angriff und der Abwehr spielen kann, Bullys nehmen kann und als Mitspieler alles mitbringt, was man Spiel für Spiel braucht", erklärte Colorados Verteidiger Erik Johnson mit Blick auf Kadri. "Ich glaube nicht, dass wir ohne ihn so weit gekommen wären."
Torhüter stehen vor harter Prüfung
Mike Smith und Darcy Kuemper dürften eine anstrengende Serie vor sich haben. Die beiden Torhüter treten gegen die beiden besten Offensiven der Playoffs an und müssen daher in Bestform sein. Die konnte bisher vor allem Smith beweisen. Zwar kassierte er mitunter auch kuriose Tore, insgesamt präsentiert sich der 40-Jährige aber in der Form seines Lebens und ist eine der positiven Überraschungen der Postseason. Er kommt auf eine Fangquote von 92,7 Prozent, 2,7 Gegentore pro Spiel und ist der einzige Torwart, der in den diesjährigen Playoffs zwei Mal ohne Gegentor blieb.

Darcy Kuemper 5.10

"Wir haben volles Vertrauen in Smitty", erklärte McDavid. "Er ist 40 Jahre alt, aber er bringt so viel Energie und Leidenschaft mit sich. Er kämpft hart zwischen den Pfosten und deshalb will man auch vor ihm alles geben."
Gefahr von der blauen Linie
Bei den Avalanche strahlen nicht nur die Stürmer Torgefahr aus, auch die Abwehr schaltet sich immer wieder in die Offensive ein. Allen voran darf Makar nicht unterschätzt werden. Der 23-jährige Verteidiger erzielte in den Playoffs bereits 13 Punkte (3 Tore, 10 Assists) und führt Colorado damit gemeinsam mit MacKinnon an. Insgesamt lieferten die Verteidiger der Avalanche 40 Punkte und zehn Tore. Edmontons Abwehr kam auf 30 Punkte und acht Tore. Das gibt Colorado eine weitere Waffe und macht es den Oilers schwieriger gegen sie zu verteidigen.
Disziplin wird entscheidend sein
Es treten nicht nur die beiden besten Offensiven der Playoffs gegeneinander an, sondern auch zwei der besten Powerplays. Die Avalanche führen alle Playoff-Teams mit einer Erfolgsquote von 34,5 Prozent an und auch die 28,2 Prozent der Oilers können sich sehen lassen. Edmonton hat aber mit 85,4 Prozent die klar bessere Unterzahl als Colorado, das nur 73,1 Prozent der Situationen schadlos überstand. Jeder Besuch auf der Strafbank ist also extrem gefährlich. Die Avalanche sind mit 3,39 Strafminuten pro 60 Spielminuten das disziplinierteste Team der Postseason, die Oilers kassierten allerdings bereits 156 Strafminuten (5,12 pro Spiel). Im Conference Finale wären angesichts der Qualität beider Teams in Überzahl zu viele Strafen ein gewaltiges Problem.