In der PNC Arena von Raleigh erinnerten nicht nur die von den Hurricanes getragenen Retro-Trikots der Hartford Whalers an alte Eishockeyzeiten, in denen fünf oder mehr Tore pro Spiel keine Seltenheit waren, sondern die Tradition wurde auch auf dem Eis umgesetzt.
Allen voran Nino Niederreiter tat sein Übriges dazu, dass es zu einer torreichen Partie wurde. Der Churer eröffnete in der 16. Minute den Torreigen mit einem platzierten Schuss vom linken Bullykreis ins lange Eck. Auch beim 2:0 der Hurricanes von Vincent Trochek in der 25. Minute war Carolinas Schweizer Stürmer mit einem Assist beteiligt. Und nachdem die Partie beim Stande von 2:3 knapp fünf Minuten vor Spielende auf der Kippe stand, schloss Niederreiter eine nummerischer Überlegenheit mit seinem zweiten Tor im Spiel ab, indem er die Lücke vor dem Kasten der Blackhawks sah, hineinstieß und die schwarze Hartgummischeibe aus kurzer Distanz, an Gästetorwart Kevin Lankinen vorbei, reinstocherte. Es war bereits das neunte Saisontor für den 28-jährigen Außenstürmer in 15 Partien. Vergangene Spielzeit waren ihm deren elf in 67 Spielen gelungen. Was für eine Leistungsexplosion!
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"Vergangenes Jahr habe ich viel zu viel nachgedacht und versucht, zu viel zu tun, anstatt mich zurückzulehnen und so zu spielen, wie es sein soll. Ich bin froh, dass ich wieder meine Form gefunden habe", so Niederreiter, der sich glücklich über sein 3-Punkte-Spiel zeigte und völlig gerechtfertigt als 1st Star dieser Partie ausgezeichnet wurde.
Hochzufrieden über die gezeigte Vorstellung war ebenso Carolinas Trainer Rod Brind'Amour. Er bedauerte sogar, dass seine Mannschaft, die seit fünf Spielen in der regulären Spielzeit ungeschlagen ist (4-0-1), nicht noch häufiger getroffen hatte.
"Wir haben heute Abend ein großartiges Spiel abgeliefert. Ich bin sogar der Meinung, wir hätten zehn Tore schießen müssen. Wir waren dran und wir haben nicht viel zugelassen", analysierte der Coach.