Kuriosum am Rande: Quinns erster Sieg als Sharks-Trainer spiegelt damit seinen ersten Erfolg als Rangers-Trainer wider. Dieser kam am 11. Oktober 2018 zustande, und zwar mit 3:2 nach Verlängerung gegen San Jose. Der Sieg gegen die Rangers war zugleich auch das erste Erfolgserlebnis als NHL-Generalmanager für Mike Grier, der am 5. Juli bei den Sharks in dieser Funktion eingestellt wurde.
Für Meier, der an diesem Abend sein 400. NHL-Spiel im Trikot der Sharks bestritt, war die Vorlage zum Siegtreffer der zweite Zähler in dieser Spielzeit. Auf ein Tor wartet der Stürmer bisher noch vergeblich, nachdem er in der Vorsaison mit 35 Treffern und 41 Vorlagen zu 76 Zählern in 77 Spielen glänzen konnte. Doch auch ihm dürfte das jüngste Erfolgserlebnis, wie der gesamten Mannschaft, viel frischen Mut für die kommenden Aufgaben gemacht haben.
Das Ziel von San Jose muss es jetzt sein, den Schub an neuem Selbstvertrauen zu nutzen, und die kommenden Auswärtsaufgaben am Samstag (1 p.m. ET; NHL.tv; 19 Uhr MESZ) bei den New Jersey Devils und Sonntag (7 p.m. ET; NHL.tv; Mo. 1 Uhr MESZ) bei den Philadelphia Flyers zu weiteren Erfolgserlebnissen zu nutzen.
Die Erleichterung im Lager der Gäste war riesig, als Karlsson nach gespielten 49 Sekunden in der Verlängerung das Erfolgserlebnis für San Jose am Broadway sicherstellte und seinem
Coach Quinn dadurch die perfekte Rückkehr gegen sein ehemaliges Team bescherte. Der neue Verantwortliche hinter der Bande der Sharks trainierte die Rangers drei Spielzeiten lang von 2018-21, bevor er am 26. Juli als Trainer von San Jose eingestellt wurde.
"Ich kann nicht in die Apotheke gehen und Zuversichtspillen kaufen", zeigte sich Quinn nach dem Erfolg erleichtert. "Du bekommst Selbstvertrauen, indem du richtig spielst und das Richtige tust und deinen Teamkollegen dabei zusiehst, wie sie es tun. Irgendwann muss man sagen, genug ist genug, und ich denke, das haben die Jungs heute nach dem zweiten Drittel getan. Sie sind es einfach leid, zu verlieren, und ich denke, sie haben verstanden, was nötig ist, damit wir Spiele gewinnen."
Karlsson schoss den siegbringenden Treffer vom rechten Bullykreis aus. Er war in dieser Szene durch einen Pass von Meier, der hinter der Torlinie stand, perfekt in Szene gesetzt worden. "Ich komme in eine Situation, in der ich denke, dass sie eine Strafe aussprechen werden, und als ich merke, dass das nicht der Fall ist, ist entweder das passiert, was passiert ist, oder die Gegner werden auf der anderen Seite eine Überzahlsituation haben", erklärte Karlsson die entscheidende Situation. "Ich habe mein Gleichgewicht gut gefunden und hatte das Gefühl, den Puck unter Kontrolle zu haben, auch wenn es vielleicht nicht so aussah. Timo hat einen tollen Job gemacht, geduldig zu bleiben, und er hat mich für ein einfaches Tor gefunden."