Devils und Kraken gelingt Serienausgleich

Dank einer starken Leistung der Schweizer im Team haben die New Jersey Devils die Serie in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die New York Rangers ausgeglichen. Die Devils gewannen 3:1 im Madison Square Garden und haben sich damit auch den Heimvorteil zurückgeholt. Ebenfalls zum 2:2 nach Siegen ausgeglichen haben die Seattle Kraken, die Spiel vier zu Hause gegen Titelverteidiger Colorado Avalanche 3:2 nach Verlängerung gewannen. Starke Comeback-Qualitäten bewiesen die Toronto Maple Leafs in Spiel vier der Serie gegen die Tampa Bay Lightning. Toronto gewann nach einer Aufholjagd im dritten Drittel am Ende 5:4 nach Verlängerung und führt nun 3:1 nach Siegen. Nur noch einen Sieg zum Weiterkommen brauchen auch die Vegas Golden Knights nach dem 4:2-Erfolg in Spiel vier bei den ersatzgeschwächten Winnipeg Jets.

New York Rangers - New Jersey Devils 1:3
Alles wieder offen: Die New Jersey Devils haben mit einem 3:1-Erfolg bei den New York Rangers am Montagabend (Ortszeit) die Best-of-seven-Serie in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs ausgeglichen. 2:2 steht es nach vier Partien. Vor allem die Schweizer im jungen Team der Devils waren maßgeblich daran beteiligt, dass die Gästefans im Madison Square Garden jubeln durften.
Heraus stachen vor allem Jonas Siegenthaler mit einem Tor und einer Vorlage sowie Torwart Akira Schmid, der 22 von 23 Schüssen, die auf seinen Kasten kamen, entschärfte und damit den zweiten Sieg in Folge einfuhr. Die Vorlage verbuchte Siegenthaler bereits im ersten Drittel, als er nach einem Save von Schmid gegen Alexis Lafreniere die Situation klärte. Sein Befreiungsversuch landete bei Jack Hughes, der schnell gestartet und seinem Bewacher enteilt war. Im direkten Duell ließ der Superstar der Devils Rangers-Goalie Igor Shesterkin keine Chance (3.).
Nach einem torlosen zweiten Drittel kamen die Gastgeber früh im Schlussabschnitt zum Ausgleich. Vincent Trocheck sollte aber der einzige Akteur der Gastgeber an diesem Abend bleiben, der Schmid überwand (42.). Die Devils ließen sich davon aber nicht beeindrucken. Eine Schweizer Koproduktion führte nur wenige Minuten nach dem Ausgleich zur erneuten Führung der Gäste. Nico Hischier, der Kapitän der Devils, fand mit seinem Querpass den aufgerückten Verteidiger Siegenthaler, und der Zürcher ließ mit seinem platzierten Schuss Shesterkin keine Chance (49.). Für Siegenthaler, der den Angriff zuvor aus dem eigenen Verteidigungsdrittel selbst eingeleitet hatte, war es der erste Playofftreffer seiner NHL-Karriere. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte Ondrej Palat mit seinem Schuss ins verwaiste Rangers-Tor in der Schlussminute.

Hughes und Siegenthaler führen die Devils zum Sieg

Tampa Bay Lightning - Toronto Maple Leafs 4:5 n.V.
Die Toronto Maple Leafs fehlt nur noch ein Sieg zum Einzug in die nächste Runde der Stanley Cup Playoffs. Die Mannschaft von Trainer Sheldon Keefe gewann dank eines Überzahltreffers von Alex Kerfoot 5:4 nach Verlängerung bei den Tampa Bay Lightning, führt nun 3:1 nach Siegen in der Serie und kann mit dem nächsten Sieg alles klar machen. Dabei hatte es zu Beginn des dritten Drittels noch nicht nach einem Erfolg der Gäste aus der kanadischen Metropole ausgesehen.
Die Gastgeber waren sichtlich bemüht, die Serie auszugleichen. Alex Killorn (10.) nach einer feinen Passstafette in Überzahl und Mikhail Sergachev (19.) überwanden bereits im ersten Drittel Ilya Samsonov im Tor der Gäste zu einer scheinbar komfortablen 2:0-Führung.
Im zweiten Drittel brachte zunächst Noel Acciari Toronto auf die Anzeigetafel, als er einen Schuss von Justin Holl unhaltbar für Andrei Vasilevskiy abfälschte (25.). Doch danach waren wieder die Gastgeber am Zug. Steven Stamkos lenkte zunächst einen Schuss von Victor Hedman ins Tor (32.). Und als erneut Killorn mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend Samsonov überwand (39.) und die Gastgeber mit einer 4:1-Führung in die zweite Pause schickte, waren die Fans in Florida noch guter Dinge.
Doch im dritten Drittel drehten die Gäste auf. Ein Doppelschlag von Auston Matthews brachte die Maple Leafs zurück in die Partie. Zunächst überwand er Vasilevskiy mit einem satten Schuss (50.), dann hielt er in Überzahl geschickt die Kelle in einen Schuss von William Nylander (53.). Perfekt machte das Comeback Morgan Rielly, der mit seinem Schuss von der blauen Linie zum 4:4 traf (57.) und die Partie in die Verlängerung schickte.
Für die Entscheidung in der Verlängerung war dann Kerfoot verantwortlich. Er fälschte in Überzahl einen Schuss von Mark Giordano aus der Luft ab (65.) und sorgte so für Ernüchterung bei den Fans der Gastgeber und grenzenlosen Jubel bei den Anhängern der Maple Leafs.

Kerfoot sichert den Comeback-Sieg in Spiel 4

Winnipeg Jets - Vegas Golden Knights 2:4
Auch den Vegas Golden Knights fehlt nur noch ein Sieg zum Erreichen der nächsten Runde der Stanley Cup Playoffs. Das nach der regulären Saison beste Team der Western Conference gewann Spiel vier der Serie am Montagabend (Ortszeit) bei den Winnipeg Jets 4:2 und führt nach Siegen 3:1.
Die Gastgeber mussten erneut stark ersatzgeschwächt antreten. Neben Top-Verteidiger Josh Morrissey fehlten auch noch die Angreifer Nikolaj Ehlers und Cole Perfetti sowie Ersatztorwart David Rittich. Trotzdem gingen die Jets im Canada Life Centre im ersten Drittel in Führung. Blake Wheeler ließ in Überzahl mit einem platzierten Handgelenksschuss ins lange Eck Laurent Brossoit im Tor der Gäste keine Chance (6.). Der Schweizer Nino Niederreiter bekam bei dem Treffer einen Assist gutgeschrieben.
Danach waren allerdings die Gäste aus Nevada am Zug. Den Golden Knights gelangen drei Tore in Folge. Das war eine Hypothek, die sich als zu schwerwiegend erwies, als dass die Jets sie noch mal hätten tilgen können. Zunächst gelang Brett Howden im ersten Drittel nach einem Konter noch der Ausgleich (10.). Jets-Verteidiger Neal Pionk hatte mit einem Scheibenverlust in der offensiven Zone den Konter der Gäste ermöglicht.
Zudem ereilte die Gastgeber im ersten Drittel ein weiterer Nackenschlag, als Angreifer Mark Scheifele mit einer Armverletzung ausfiel. Er probierte es zwar noch einmal, musste dann aber passen.
Im Mittelabschnitt legten die Golden Knights zwei Treffer nach. William Karlsson fälschte einen Schuss von Jonathan Marchessault geschickt zum 1:2 mit dem Schlittschuh ab (34.). Und auch beim 1:3 durch Ivan Barbashev ging die Scheibe nicht auf direktem Weg ins Tor.
Der Russe brachte seinen Schläger noch an einen Schuss von Shea Theodore. Das war nur knapp 50 Sekunden nach dem 1:2.
Die Jets kamen zu Beginn des dritten Drittels noch mal heran. Pierre-Luc Dubois bekam einen kuriosen Überzahltreffer gutgeschrieben, nachdem Brossoit die Scheibe mit dem Blocker der Stockhand hoch in die Luft geboxt hatte, der Puck dann aber hinter ihm ins Tor fiel (43.). Mehr wollte den Gastgebern aber nicht mehr gelingen. Howden machte mit seinem zweiten Treffer, diesmal ins leere Jets-Tor, wenige Sekunden vor der Schlusssirene den Deckel auf die Partie.

Howden führt die Golden Knights zum Sieg in Spiel 4

Seattle Kraken - Colorado Avalanche 3:2 n.V.
Auch die Seattle Kraken und Titelverteidiger Colorado Avalanche mussten am Montagabend Extraschichten fahren. Allerdings waren auch diese beiden Teams - wie Toronto und Tampa Bay - relativ zügig durch in der Verlängerung. Drei Minuten waren in der Overtime gespielt, da gelang Jordan Eberle in Überzahl der entscheidende 3:2-Siegtreffer für die Gastgeber. Bei Colorado saß Josh Manson auf der Strafbank.
Die Gastgeber waren es auch, die dem Spiel im ersten Drittel ihren Stempel aufdrückten. Verteidiger Will Borgen sorgte mit dem ersten Playofftor in seiner NHL-Karriere früh für Freude auf den Rängen in der Climate Pledge Arena (4.). Noch größer war der Jubel, als Daniel Sprong in Überzahl sogar auf 2:0 erhöhte (11.). Auch für ihn war es eine Tor-Premiere in den NHL-Playoffs.
Der Titelverteidiger kam im Mittelabschnitt zurück. Fast schon selbstverständlich, dass Mikko Rantanen mit einem Doppelschlag für gelassenere Mienen auf der Bank der Avalanche sorgte. Nach 55 Toren in der regulären Saison, waren dies bereits die Treffer vier und fünf in den diesjährigen Playoffs für den Finnen. Beim 2:1 (25.) ließ er Alex Wennberg geschickt aussteigen. Beim 2:2 in Überzahl (40.) verzögerte er, bis sich die Lücke für den Schuss auftat.
Im dritten Drittel hielten beide Keeper ihren Kasten jeweils sauber. Wobei Alexandar Georgiev bei Colorado im Verlauf der Partie deutlich mehr zu tun hatte als Philipp Grubauer bei den Kraken. Georgiev hatte am Ende 40 Saves, der gebürtige Rosenheimer 20 Paraden auf dem Konto.
In der Verlängerung spielte Eberle den besser postierten Jaden Schwartz im Slot an. Dessen Schuss wurde allerdings geblockt. Die Scheibe sprang direkt vor die Kelle von Eberle, der keine Mühe hatte, Georgiev zu überwinden und die Serie auszugleichen.

Eberle trifft zum 3:2 in Spiel 4