Ein blendender Rückhalt ist viel Wert, doch wenn die Angriffsmaschinerie weiterhin so viel Sand im Getriebe hat, dann wird es ein sehr schmerzhaftes Conference Finale für die Ducks.
Mitunter Ideenlos agierte der Duckssturm. Bei fünf gegen fünf fanden die Stürmer kein wirksames Mittel, die Blaue Linie der Predators zu überqueren. Ein ums andere Mal wurde die Scheibe tief gespielt. Immer wieder war es Nashvilles Goalie Pekka Rinne, der das Spielgerät in Liberomanier abfing und den Gegenangriff eröffnete.
Auch aus einer Phase, die ansonsten in wohl neun von zehn Fällen die Wendung bringt, konnten die Ducks kein Kapital schlagen. Weil sowohl Ryan Getzlaf als auch Nate Thompson wegen zwei völlig unnötigen Strafzeiten für Spielverzögerung in die Kühlbox mussten, agierten die Ducks im dritten Spielabschnitt 1:28 Minuten lang in doppelter Unterzahl.
Die Schüsse der Predators prasselten nur so in Richtung Duckstor. Der Führungstreffer lag in der Luft, aber da sich auch Cam Fowler und Ryan Kesler mehrmals heldenhaft in die Schussbahnen warfen, blieb es beim 2-2.
Das Honda Center kochte und das Momentum schien auf die Seite der Ducks zu springen.
"Normalerweise, wenn so etwas passiert, dann kannst du daraus Energie schöpfen, die dich durch den Rest des Spiels trägt", erzählte Coach Carlyle.