Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Nashville Predators und den Minnesota Wild

Kurz vor Ende der regulären Saison feierten die Nashville Predators die Rückkehr ihres Kapitäns Roman Josi nach einem Spiel Verletzungspause mit einem Sieg. Am Samstag setzten sich die Predators zu Hause in der Bridgestone Arena mit 2:1 gegen die Minnesota Wild durch. Der Sieg hält die Hoffnungen im engen Rennen um die Plätze, die zur Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs berechtigen, am Leben. Stürmer Steven Stamkos und Torwart Justus Annunen waren die Schlüsselspieler der Partie.

„Das war ein wichtiges Spiel, das mussten wir gewinnen“, betonte Josi. „Wir hatten einen echt guten Start, und das zweite Drittel war auch gut. Im dritten Drittel haben wir etwas nachgelassen, aber das war ein echt guter Gegner.“

Entwarnung bei Josi

Die Nachricht von Josis Verletzung brachte Nashvilles Fans sicherlich einige Sorgen, doch nach nur einem Spiel Pause stand der Schweizer Abwehrveteran wieder auf dem Eis. Mit dem Sieg gegen die Wild haben die Predators in den vergangenen sechs Spielen eine Bilanz von 4-1-1. Sie gingen nur in dem Spiel ohne Josi, einem 1:4 gegen die Utah Mammoth, ohne Punkt vom Eis.

„Ich habe mich heute gut gefühlt“, sagte Josi zu seinem Zustand nach der Verletzung. „Ich wollte nur sicher gehen, dass ich wieder spielen kann. Es war alles gut.“

Josi ist für die Predators von unschätzbarem Wert. Er ist als Kapitän ihr Anführer, ihr Abwehrchef und die zentrale Figur in ihrem Powerplay. Mit 54 Punkten (13 Tore, 41 Assists) ist er ihr viertbester Scorer, mit 24 Powerplaypunkten der zweitbeste Scorer in Überzahl. Diese Zahlen lieferte er, obwohl er in dieser Saison 13 Spiele verpasste.

Gegen Minnesota blieb Josi ohne Punkt. Allerdings hatte er 27:10 Minuten Eiszeit, drei Torschüsse und zwei Checks in seiner Statistik stehen.

Stamkos führt Predators zum Sieg

In dieser Partie spielte nicht Josi die entscheidende Rolle, sondern Steven Stamkos. Der 36-jährige Center brachte die Predators in der 16. Minute in Führung, als er hinter dem Tor herum lief und den Puck am Pfosten über die Linie schob. Es war sein 40. Saisontor, eine Marke, die er bereits zum achten Mal in seiner Karriere knackte. So oft gelang das nur zehn anderen Spielern in der NHL-Geschichte. Außerdem war es das 200. Mal in seiner Karriere, dass er seine Mannschaft in Führung brachte. Nur zwei andere aktive Spieler schafften das vor ihm: Sidney Crosby (235) und Alex Ovechkin (297).

„Stamkos ist unglaublich“, schwärmte Josi. „Er ist einer der besten Torjäger aller Zeiten und das sieht man. Jedes Mal, wenn er auf dem Eis ist, weißt du, dass du eine Chance auf ein Tor hast. Die Tore sieht man, aber er bringt noch so viel mehr mit sich, er ist ein unglaublicher Anführer. Es ist super, einen Spieler wie ihn in der Mannschaft zu haben. Wenn es darauf ankommt, weiß man, dass er die Verantwortung übernimmt.“

MIN@NSH: Stamkos erzielt per Bauerntrick sein 40. Tor in dieser Saison

Später bereitete Stamkos noch das 2:0 von Matthew Wood vor (27.). Stamkos ist mit 63 Punkten der drittbeste Scorer und der beste Torschütze der Predators. In seiner gesamten Karriere gelangen ihm bereits 622 Tore, womit er auf Platz 19 der ewigen Torschützenliste der NHL steht. Ihm fehlen noch drei Tore, um Joe Sakic und Jarome Iginla einzuholen.

Annunen in Bestform

Am anderen Ende der Eisfläche hatte Nashville ebenfalls einen Spieler, auf den in jeder Situation verlass war. Keeper Annunen hielt sein Team besonders im dritten Drittel im Spiel. In den letzten 20 Spielminuten lautete das Torschussverhältnis 11:1 zugunsten der Wild, doch Annunen ließ nur ein Gegentor durch Michael McCarron zu (47.), bei dem er chancenlos war.

„Man spricht schon vor der Saison im Training-Camp darüber, dass man mehr braucht, als nur die Stammspieler“, sagte Stamkos. „Man braucht junge Spieler, die nachrücken, und man braucht beide Torhüter. Wenn man sich die Statistiken der beiden seit den Olympischen Spielen anschaut, sind sie beide weit oben dabei.“

Annunen ist eigentlich die Nummer zwei im Tor hinter seinem finnischen Landsmann Juuse Saros. In seinen vergangenen beiden Spielen war der 26-Jährige aber kaum zu knacken. Gegen die Anaheim Ducks gelang ihm am Dienstag ein Shutout mit 43 Saves, gegen Minnesota hielt er 21 von 22 Schüssen. Seit den Olympischen Spielen hat er in neun Spielen eine Fangquote von 94 Prozent.

Predators bleiben im Rennen

Die zwei Punkte waren für die Predators extrem wichtig, denn so haben sie weiterhin eine Chance auf den Einzug in die Playoffs. Sie liegen in der Western Conference nur einen Punkt hinter den Los Angeles Kings, die auf dem zweiten Wild Card Platz stehen. Nashville kommt in 80 Spielen (38-32-10) auf 86 Punkte, die Kings haben nach 79 Spielen (34-26-19) 87 Zähler auf dem Konto.

„Es macht Spaß, diese bedeutenden Spiele zu spielen“, kommentierte Stamkos die Situation. „Es ist natürlich nicht schön, dass wir die Kontrolle über die Situation verloren haben, aber jetzt müssen wir uns auf die nächsten zwei Spiele konzentrieren. Wir haben Glück, dass es Heimspiele sind. Das war jetzt eine harte Auswärtsserie. Heute hatten wir einen guten Start zu Hause.“

Die Predators treten am Montag gegen die San Jose Sharks an und schließen die reguläre Saison am Donnerstag gegen die Ducks ab.

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