Bei den Panthers hat das ebenfalls gut funktioniert. Spieler wie Jonathan Marchessault, Aleksander Barkov und Vincent Trocheck, entwickelten sich in ihren gemeinsamen Jahren mit Jagr gut und betonten stets seinen Wert, sowohl auf dem Eis, als auch in der Kabine. Jagr machte für Florida in 181 Spielen 49 Tore und 130 Punkte, eine starke Leistung für einen Spieler im fünften Jahrzehnt. Dass die Flames von ihm nicht das Niveau der vergangenen Jahre erwarten, wird schon an dem vereinbarten Gehalt deutlich.
"Ich glaube, ich werde eine ganz andere Rolle einnehmen", bestätigte auch Jagr. "Man sieht schon an dem Gehalt, dass ich nicht die gleiche Rolle einnehmen werde, wie in Florida. Sie wären verrückt, so ein Gehalt für einen Stürmer in der ersten Reihe anzubieten. Das passt nicht zusammen."
Jagr geht es aber hauptsächlich darum, weiterhin auf hohem Niveau aktiv zu bleiben. Als er sich mit den Flames einig wurde, befand er sich gerade in seiner tschechischen Heimat, wo er Miteigentümer des Teams aus Kladno ist. Für den Fall, dass er weiterhin ohne NHL-Vertrag bleiben würde, hatte er vor für sein eigenes Team anzutreten. Seine Leistungsfähigkeit ist schwer zu beurteilen, doch an seiner Motivation, seinem Kampfgeist und seiner Arbeitseinstellung kann niemand zweifeln.