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Wer die Tabelle der Discover Central Division betrachtet, der wird sich schnell der Brisanz im Klaren, die in der Partie zwischen den Nashville Predators und den Dallas Stars am Samstag (8 p.m. ET; NHL.TV; So. 2 Uhr MESZ) in der Bridgestone Arena von Nashville liegt. Drei Mannschaften sind mit den Carolina Hurricanes (73 Punkte; 50 Spiele), Florida Panthers (71; 52) und Tampa Bay Lightning (70; 50) bereits für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert. Dahinter ist längst ein Kampf auf Biegen und Brechen um den letzten freien Platz der Gruppe für die erste Runde der Playoffs entbrannt.

Aussichtsreichste Kandidaten sind die Predators, die mit 56 Punkten (27-22-2) in 51 Spielen den begehrten vierten Platz einnehmen und zwei Punkte dahinter mit einem absolvierten Spiel weniger die Stars (21-17-12), ihres Zeichens immerhin amtierender Western Conference Champion und Teilnehmer beim letztjährigen Stanley Cup Finale. Weitere vier Zähler zurück liegen die Chicago Blackhawks (22-22-6), denen aber im Rennen trotz des machbaren Abstands nur noch Außenseiterchancen eingeräumt werden. Schließlich sind nur noch sechs bzw. fünf Spiele zu absolvieren.
Am ersten Maitag treffen die Predators zum achten und letzten Mal in dieser regulären Saison auf die Stars. Die bisherige Saisonbilanz lautet 4:3-Siege zu Gunsten von Nashville, die allzu gerne den fünften folgen lassen würden. Fünf der sieben Begegnungen der beiden Mannschaften endeten mit einem Tor Unterschied. Es könnte also erneut knapp zugehen und Nuancen entscheiden.
"Es sind immer sehr enge und physische Spiele gegen Dallas, sie spielen extrem hart", erläuterte der Predators-Kapitän Roman Josi nach dem Training am Freitag. "Wir wissen, was wir morgen erwarten können. Es wird ein enges Spiel. Es gibt nicht viel Zeit und Platz auf dem Eis gegen Dallas. Das wird auch morgen so kommen."

DAL@NSH: Josis krachender Schlagschuss im PP

Es geht dabei definitiv um mehr als um zwei Punkte. Die Partie ist ein sogenanntes Vier-Punkte-Spiel, eben zwei Punkte haben oder nicht haben. Sowohl die Zähler, die man dem Kontrahenten überlässt, können am Ende entscheidend sein, wie die, die man gewinnen könnte. Schon aus diesem Grund wird ein Duell auf Playoff-Niveau erwartet. Ein Spiel 1 sozusagen, wo die Grundlage gelegt, aber danach noch nichts entschieden sein wird.
"Es wird definitiv eine Playoff-Intensität im Spiel sein", betonte Josi. "Wir sind schon eine Weile auf diesem Level. Wir hatten die Serie gegen Chicago, die unheimlich wichtig war. Die letzten zwei Spiele gegen Florida ebenso. Es bleiben nicht mehr viele Spiele und jedes Spiel, das man gewinnt, bringt einem Punkte, die man verbucht und wenn man verliert, fällt man zurück, weil die anderen punkten."
Rick Bowness, der Trainer der Dallas Stars wollte in der parallel stattfindenden Pressekonferenz der Texaner, die Wichtigkeit der Begegnung ebenfalls keineswegs leugnen.
"Wir wissen, wo wir stehen und sie wissen, wo sie stehen. Wenn man zu dieser Zeit des Jahres nicht auf einem Playoff-Platz steht, dann ist jedes Spiel dein wichtigstes Spiel der Saison", verdeutlichte er. "Morgen Abend wird das wichtigste Spiel des Jahres für beide Teams sein. Wenn sie gewinnen, sind wir trotzdem noch dran, weil wir ein Spiel weniger haben. Aber dann brauchen wir Hilfe. Wir wollen uns nicht in diese Position bringen. Wir wollen unser Schicksal selbst in der Hand haben und uns nicht in eine Situation manövrieren, in der wir auf andere Mannschaften angewiesen sind, dass sie uns helfen. Von daher ist morgen Abend das wichtigste Spiel des Jahres."

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Auch Josis Teamkollege, Stürmer Ryan Johansen, scheut den Vergleich mit dem härtesten Verfolger nicht und will sein eigenes Drehbuch schreiben.
"Es macht Spaß", räumte er ein. "Wir haben noch fünf Spiele übrig. Gegen Dallas zu spielen ist etwas Besonderes, weil wir in den Jahren eine Rivalität mit ihnen aufgebaut haben. Das ist ein großer Moment für die Jungs und mich, dort rauszugehen und einen großen Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Es kann schließlich den Unterschied ausmachen, ob wir die Playoffs erreichen oder nicht. Wir sind dementsprechend angespannt."
Nashvilles Trainer John Hynes wollte seine Vorfreude ebenfalls nicht verbergen. "Es ist die schöne Jahreszeit", sagte er. "Wir spielen gegen einen Rivalen. Ich habe am vergangenen Abend das Spiel zwischen Tampa und Dallas gesehen, wo beide alles gegeben haben. Es macht Spaß zurzeit. Es gibt viel Konkurrenz und wir spielen gegen ein wirklich gutes Eishockey-Team. Wir können nur sicherstellen, dass wir unsere beste Performance zeigen werden."
Dass diese Performance bereits auf Playoff-Niveau liegt, davon ist Hynes ebenso überzeugt.
"Wir stehen kurz vor den Playoffs und jedes Team, das sich qualifizieren kann, arbeitet natürlich daran, bereits jetzt auf Playoff-Niveau zu kommen", stellt er klar. "Die Emotionalität und die Intensität nehmen täglich zu. Wir müssen erst reinkommen und auch Dallas. Das ist überhaupt eine Division, in der jeder etwas zeigen will. Florida, Tampa und Carolina kämpfen um den ersten Platz und selbst Detroit und Columbus haben gute Trainer und kämpfen um neue Verträge und ein gutes Abschneiden. Es wird einem nichts geschenkt, aber morgen werden wir ein neues Level sehen und wollen es dann in den letzten fünf Spielen perfekt machen.
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