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Bye Weeks starten in der NHL

Pause während der Saison: Acht bis elf spielfreie Tage werden jedem Team eingeräumt

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Ab heute starten die Buffalo Sabres als erstes Team in der laufenden Saison in die sogenannte "Bye Week". Diese garantiert jeder NHL-Mannschaft mindestens fünf Tage Pause am Stück, um sich von den bisherigen Strapazen der langen Hauptrunde zu erholen. In der spielfreien Zeit sollen die Spieler Kraft tanken, regenerieren und können nach vielen Reisen auch Zeit mit der Familie verbringen. Aus sportlicher Sicht kann diese Unterbrechung sowohl Fluch als auch Segen bedeuten: Heiße Teams könnten abkühlen, formschwache Mannschaften dagegen den Reset-Knopf drücken. NHL.com/de hat die Bye Week genauer unter die Lupe genommen.

Kings haben die längste Pause

Ab 19. Januar (Ortszeit) starten die ersten Teams in die Bye Week. Den Anfang machen die Buffalo Sabres, die erst wieder zehn Tage später am 29. Januar bei den Columbus Blue Jackets gefordert sein werden. Als Letztes starten dann gleich elf Mannschaften (Anaheim Ducks, Arizona Coyotes, Carolina Hurricanes, Colorado Avalanche, Minnesota Wild, Montreal Canadiens, Nashville Predators, St. Louis Blues, Toronto Maple Leafs, Vancouver Canucks, Vegas Golden Knights und Washington Capitals) am 24. Januar in den "Kurzurlaub".

 

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Die insgesamt längste Pause aller 31 Klubs genießen die Los Angeles Kings, die ihre Bye Week am 22. Januar starten und erst wieder 2. Februar bei den New York Islanders antreten müssen. Die kürzeste Unterbrechung haben zehn Mannschaften (Carolina, Minnesota, Nashville, New Jersey Devils, Philadelphia Flyers, Pittsburgh Penguins, Toronto, Vegas, Washington, Winnpeg Jets) mit jeweils acht spielfreien Tagen. Berücksichtigt wurden Ligaspiele in der NHL-Hauptrunde - das All-Star Game in San Jose, für das viele Teams Spieler abstellen, wurde hier nicht miteinbezogen.

Fluch oder Segen?

Für formschwache, angeschlagene und vom Verletzungspech gebeutelte Teams kommt die spielfreie Zeit genau zum richtig Zeitpunkt. Sie können ihre Wunden lecken, sich auskurieren, Kräfte tanken und den Kopf nach sportlich schwierigen Tagen oder Wochen freibekommen, um nach der Pause einen Neustart anzustreben.

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In der laufenden Spielzeit dürften New Jersey (drei Niederlagen in Folge, 3-7-0-Bilanz in den letzten zehn Spielen), Washington (vier Niederlagen, 3-5-2), die Chicago Blackhawks (fünf Niederlagen, 3-4-3) und die Detroit Red Wings (eine Niederlage, 3-6-1) besonders froh über die Bye Week sein. Ihre Formkurve zeigte zuletzt steil nach unten. Ein Sonderfall sind Carolina (zwei Niederlagen, 7-3-0) und die San Jose Sharks (zwei Niederlagen, 7-3-0), die zuvor zwar erfolgreich aufspielten, zuletzt aber jeweils zweimal als Verlierer vom Eis gingen.

Zur Unzeit kommt die Unterbrechung dagegen für die Islanders (vier Siege in Folge, 8-2-0-Bilanz in den letzten zehn Partien), Calgary (zwei Siege, 8-1-1) und Vegas (ein Sieg, 8-2-0), die nun brandheiß und formstark in die wohl eher unwillkommene Pause gehen müssen.

Immerhin besteht die Gefahr, in der spielfreien Zeit abzukühlen und das Momentum zu verlieren. Ärgern dürften sich auch die Rangers (drei Siege in Serie, 4-6-0), Philadelphia (drei Siege, 4-5-1), die Florida Panthers (zwei Siege, 3-5-2) und Anaheim (zwei Siege, 2-4-4). Diese vier Teams zeigten nach sportlich schweren Wochen jüngst wieder eine aufsteigende Tendenz. Das gilt insbesondere für die Ducks, die zwölf Niederlagen in Serie (0-8-4) zuletzt zweimal in Folge gewinnen konnten und um den neu erlangten Schwung bangen müssen.

Das verflixte erste Spiel

Ob die Unterbrechung sportlich hilft oder schadet, wird sich erst in rund zwei Wochen für jedes einzelne Team beantworten lassen. Bereits zum dritten Mal wird eine Bye Week in der NHL durchgeführt. Die beiden Male zuvor boten unterschiedliche Ergebnisse: In der Saison 2016/17 verloren 20 von 30 Mannschaften ihr erstes Spiel nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs (10-16-4). In der Spielzeit 2017/18 war die Bilanz deutlich ausgeglichener: 15 Klubs starteten mit einem Sieg - 16 Teams verloren den Auftakt (15-11-5).

 

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Im Vorjahr blieben Los Angeles, die Ottawa Senators komplett in den Startblöcken hängen und holten nach den ersten drei Spielen seit der Bye Week keinen einzigen Punkt (0-3-0-Bilanz). Definitiv von der Pause profitieren konnten dagegen Colorado, Nashville, San Jose und Winnipeg, die jeweils mit drei Siegen (3-0-0-Bilanz) ihre Arbeit wiederaufnahmen.

Die krasseste Veränderung zum Positiven erlebten damals die Sharks (0-1-2 davor, 3-0-0 danach), Blues (0-2-1 davor, 2-1-0 danach) und Devils (0-1-2 davor, 2-1-0 danach). Eher geschadet hat die Bye Week den Flames (3-0-0 davor, 0-0-3 danach). Komplett unbeeindruckt von der spielfreien Zeit zeigten sich die Avalanche (3-0-0 davor, 3-0-0 danach) sowie die Predators (2-0-1 davor, 3-0-0 danach).

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