Das Laine-Tor hob nicht nur die finnischen Zuschauer aus ihren Sitzen, sondern befeuerte auch die Angriffsbemühungen von Columbus, das Colorado nun regelrecht in der Offensivzone festschnürte und den Ausgleich mehrfach auf dem Schläger hatte, doch Georgiev behielt die Ruhe und verhinderte schlimmeres. Auf der anderen Seite verbuchten die Avalanche einen Hochkaräter in Unterzahl, doch nach einem Querpass vor dem Tor setzte Andrew Cogliano den Puck an den linken Innenpfosten (31.).
Die Partie wurde immer hitziger, aufgrund mehrerer Strafen durften beide Teams des Öfteren ihre Powerplay-Reihen aufs Eis schicken. Ein Tor aber blieb aus.
Game Winning Goal und Hattrick: Rantanen lässt es Kappen regnen
Im dritten Abschnitt setzten die Avalanche den Blue Jackets zunächst mit ihrem Forechecking weiter zu. Dann aber verteidigte Colorado im eigenen Slot nicht aufmerksam genug, was Columbus zu nutzen wusste: Eric Robinson spielte von hinter dem Tor Liam Foudy frei - 3:3 (43.).
Im weiteren Verlauf machten die Special Teams den Unterschied: Während die Blue Jackets eine Double-Minor-Strafe (2+2 Minuten) nicht nutzen konnten, schlug das Avalanche-Powerplay gnadenlos zu: Cale Makar verteilte die Scheibe an den rechten Bullykreis zu Rantanen, der mit einer fulminanten Direktabnahme zum 4:3 traf (49.).
Nun war ein Momentum-Swing zu spüren: Colorados Alex Newhook scheiterte am rechten Pfosten (50.), wenig später erzielte Makar durch den Verkehr hindurch das 5:3 (51.).
Das Privatduell der Finnen aber ging weiter: Laine schlich sich als Cherry Picker davon, scheiterte aber mit einem Alleingang an Georgiev (52.).
Knapp sechs Minuten vor dem Ende schwappte die Laola-Welle durch die nagelneue und ausverkaufte Arena in Tampere. "Es war richtig cool. Alle Kinder haben uns erkannt", war MacKinnon von der Atmosphäre begeistert. "Es war eine weite Anreise, aber wenn du siehst, wie glücklich die Kinder und die Fans waren, dann war es den Aufwand wert."
Bei noch 3:18 zog Columbus Torhüter Merzlikins für einen zusätzlichen Angreifer. Nicht ohne Grund servierte Nathan MacKinnon für Rantanen, der per Empty-Net-Goal zum 6:3-Endstand seinen Hattrick perfekt machte und es Kappen regnen ließ (59.).
"Mir hat der betriebene Aufwand heute gefallen, mir haben viele Dinge gefallen, die wir gezeigt haben", sagte Avalanche-Trainer Jared Bednar. "Wir haben unsere Leistung aber noch nicht über die vollen 60 Minuten gebracht."
"Den Fans hat es Spaß gemacht, uns gerade nicht. Als Fan und Person freue ich mich für Rantanen, als Hockey-Spieler nicht wirklich", so Laine, der mit den Blue Jackets das vierte Spiel in Folge verlor. "Den Zuschauern hat es heute sehr gefallen, was etwas Positives ist. Sie haben beide Teams unterstützt. Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen, auch wenn wir gerade kein gutes Gefühl haben."