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Michael Leightons langer Anlauf am Ziel

Hurricanes Torhüter durfte erstmals seit fast vier Jahren wieder von Beginn an ran

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Michael Leighton hat zwar erst gut 100 NHL Spiele auf der Habenseite, doch der Name des heute 35-jährigen Kanadiers war vor etwas weniger als acht Jahren schon ein Begriff. Lange Zeit als solider Backup geschätzt, schien in den Playoffs 2010 seine Stunde geschlagen und zwar im positiven Sinn.

Im Eastern Conference Halbfinale ersetzte er in den Diensten der Philadelphia Flyers den verletzten Brian Boucher in Spiel 5 gegen die Boston Bruins und führte sein Team fortan noch zum 4-3 Sieg in der Serie nach einem 0-3 Rückstand.

Im folgenden Eastern Conference Finale gegen die Montreal Canadiens erlaubte Leighton nur sieben Tore in fünf Spielen und verbuchte drei Shutouts. Mit dieser Bilanz im Rücken startete er auch alle sechs Spiele des Stanley Cup Finale gegen seine frühere Mannschaft Chicago Blackhawks, doch seine Werte sanken deutlich und das Finale wurde verloren.

Trotzdem verlängerte Leighton am 30. Juni 2010 seinen Vertrag um zwei Jahre und sollte die neue Nummer 1 der Flyers werden. Doch zu Saisonbeginn musste er sich einer Operation am Rücken unterziehen, die ihn sechs bis acht Wochen außer Gefecht setzte. In seiner Abwesenheit bildeten sich Rookie Sergei Bobrovsky und Brian Boucher als das neue Torhüterduo der Flyers heraus.

Im Januar 2011 kam Leighton schließlich auf die Waiverliste und sein "Abstieg" begann. Er kam zwar zu weiteren vereinzelnden Einsätzen in der NHL, doch irgendwie konnte er nicht mehr Fuß fassen.

So kam es, dass Leighton vor dem gestrigen Sonntag zuletzt am 27. Januar 2013 von Beginn an ein NHL-Spiel absolvieren durfte. Dazwischen spielte er sogar die Saison 2013-14 in der russischen KHL und kam am 22. März 2016 zu einem 40 minütigen Einsatz für die Blackhawks.

Video: FLA@CAR: Leighton stoppt mit der Fanghand Barkov

Aufgrund der Geschichte wenig verwunderlich, dass Leighton als Torhüter der Carolina Hurricanes, bei denen er seit dem Sommer unter Vertrag steht, nach der Partie gegen die Florida Panthers am Sonntag überglücklich wirkte.

"Es bedeutet sehr viel", sagte er nicht nur über den errungenen 3-2 Sieg. "Ich will sie nicht mit meiner Geschichte langweilen und wie schwer es war hierher zurück zu kommen. Es war ein langer Weg und es ist gut zurück in der NHL zu sein. Es ist gut einen Sieg eingefahren zu haben."

Leighton zeigte mehrmals seine alte Klasse, indem er gerade im zweiten und dritten Drittel gute Chancen der Panthers zunichtemachte. Seine größte Rettungstat hatte er in der 47. Minute gegen Aleksander Barkov, der von links außen kommend nach rechts zog und ins lange Eck schießen wollte, doch Leighton mit der Fanghand zur Stelle war.

Vielleicht kann er zukünftig wieder mehr solcher Saves in der NHL präsentieren.

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