Halak, Bruins zu Null gegen Rangers, 1:0

Am Ende stand die Null. Der Broadway steht als Synonym für großartige Unterhaltung. Von hier aus traten zahlreiche Theaterstücke und Musicals ihren Siegeszug durch die Welt an. Unweit vom Theaterviertel entfernt, fanden im Madison Square Garden Ecke 8th Avenue, West 33rd Street einen in den Bann ziehende, mitreißende Eishockey-Schlachten statt. Nicht immer verließen die heimischen New York Rangers das Eis als Sieger, doch in der vergangenen Saison stand wenigstens ihre Abteilung Attacke für torreiche Partien.

Mit den Boston Bruins gab sich am Freitag eine der besten Mannschaften in der NHL die Ehre in Manhattan und machten klar, warum sie nicht von ungefähr mit einer Punktgewinnquote von 84,6 Prozent (10-1-2) die Liga anführen.
Sie entschieden die von beiden Seiten sehr körperbetont, nicht immer im Rahmen des Erlaubten geführten Partie mit 1:0-Toren für sich. Bruins-Stürmer Nick Ritchie brachte nach einer knappen halben Stunde die Bruins mit 1:0 in Front, indem er die Scheibe von hinter dem Kasten, an Rangers-Torwart Igor Shesterkin vorbei, reinstocherte.
"Es ist schön, auf irgendeine Weise ein Tor zu erzielen, egal ob im Powerplay, bei 5 gegen 5 oder wie auch immer. Es macht einfach Spaß zu sehen, dass der Puck reingeht", freute sich Bostons Linksaußen über sein fünftes Saisontor.

BOS@NYR: Ritchie bleibt dran und trifft im 2.

Ein Vorsprung von einem Tor ist im Eishockey keine große Sache sein, vor allem nicht, wenn noch eine gute halbe Stunde auf der Uhr steht, doch für die Rangers stellte es gegen die mannschaftlich geschlossen starken Bruins eine schier unlösbare Aufgabe dar. Somit blieb es beim knappesten aller möglichen Ergebnisse.
Ob bei fünf gegen fünf oder im Powerplay, die Handvoll richtig guten Einschussmöglichkeiten der Hausherren wurden die Beute von Bostons Torwart Jaroslav Halak. Der slowakische Schlussmann musste bei seinem ersten Saison-Shutout, dem 51. in seiner NHL-Karriere, insgesamt nur 21 Mal rettend eingreifen.
"Ich versuche einfach, jeden Abend mein Bestes zu geben, und nicht jeden Abend wird das klappen, aber gegen diese Jungs scheint es zu funktionieren. Vor allem im zweiten und dritten Drittel waren wir wirklich gut", sagte Halak. Angesichts dessen, das es die Rangers in den beiden Spielabschnitten summiert nur auf elf Torschüsse brachten, muss man ihm zustimmen.
Auch wenn die Rangers auf die Dienste ihres verletzten Top-Scorers Artemi Panarin (day-to-day) in dieser Partie verzichten mussten, als Begründung, dass deswegen nicht viel bei ihnen im Angriff zusammen lief, darf dies nicht herhalten. Es waren die kompakt stehenden Defensivreihen der Bruins, die nichts anbrennen ließen.
Auch Bostons Stürmer arbeiteten kräftig nach hinten mit. Daraus folgend fuhren die Bruins ihren fünften Sieg hintereinander ein. In jeder ihrer vergangenen zehn Partien waren die Bruins in der Lage zu punkten, deren neun Mal sogar doppelt (9-0-1). In ihren 13 Saisonpartien mussten sie sich überhaupt nur einmal nach der regulären Spielzeit geschlagen geben (10-1-2).
Die Bruins bauten als Tabellenführer der MassMutual East Division ihren Vorsprung auf die zweitplatzierten Philadelphia Flyers auf vier Punkte aus. Das Team von Trainer Bruce Cassidy ließ mit 2,00 Toren im Schnitt pro Spiel die wenigsten Gegentore ligaweit zu und weist nach sechs schadlos überstandenen Unterzahlsituationen im jüngsten Auftritt gegen die Rangers mit einer Erfolgsquote von 89,8 Prozent das beste Penalty Killing vor.
"Heute Abend hat es geklappt, und ich denke, dass jeder in unseren Penalty-Killing-Reihen ein Lob verdient hat, weil sie einen großartigen Job verrichtet haben", so Halak.

BOS@NYR: Halak hält das torlose Unentschieden im 1.

Der Erfolg der Bruins hängt nicht von einzelnen Spielern, von einer einzigen Sturmreihe oder von einem Verteidigerpaar ab, sie treten als Einheit auf, die nur schwer zu knacken ist.
Für Rangers-Coach David Quinn zählen die Bruins zu den großen Titelaspiranten: "Das ist eine Mannschaft, die um den Stanley Cup kämpft und aufgebaut wurde, ihn jetzt zu gewinnen. Man muss eine Menge Respekt davor haben, wie sie spielen und wir können eine Menge von ihnen lernen."
Die nächste Gelegenheit ihre Siegesserie auszubauen, haben die Bruins am Samstag zu Gast bei den New York Islanders. (7 p.m. ET; MSG+, NESN; So. 1:00 Uhr MEZ).