Trotz vier Niederlagen zum Abschluss der regulären Saison schloss er diese mit 41 Siegen und 17 Niederlagen mit einer Fangquote von 93,1 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,06 ab. Beides Spitzenwerte in der NHL. Nicht umsonst ist Bobrovsky Favorit auf die Vezina Trophy für den besten Torhüter der Saison. Aus diesem Grund hatte er auch wesentlichen Anteil an der Playoff Qualifikation und den erreichten 108 Punkten, dem viertbesten Wert der Liga.
Doch seine bislang in seiner Karriere nicht berauschende Bilanz in den Playoffs setzte sich in den ersten beiden Partien der ersten Runde der Eastern Conference gegen die Penguins fort. Insgesamt lediglich zwei Siege bei 15 Einsätzen in elf Starts stehen für ihn zu Buche. Dazu kommen im Schnitt 3,43 Gegentore pro Spiel und nur 89,1 Prozent abgewehrte Torschüsse.
"Ich kann es besser", sagte Bobrovsky. "Natürlich, wenn wir zwei Spiele verloren haben, dann hätte der Torhüter besser sein können. Die Serie geht weiter und ich werde weiter arbeiten."
Bobrovsky hat nun inklusive der letzten Spiele in der regulären Saison sechs Spiele in Folge verloren und dabei 19 Gegentore kassiert. Sein letzter Sieg stammt vom 28. März, als er gegen die Buffalo Sabres 41 Saves verbuchte.
Am Freitag im zweiten Spiel musste Bobrovsky das erste Gegentor auf seine Kappe nehmen, noch dazu zu einem für seine Mannschaft bitteren Zeitpunkt, denn die Blue Jackets hatten klar den besseren Start und konnten ein Torschussverhältnis von 8-0 vorweisen. Er verließ sein Tor, um den Puck dahinter zu stoppen, doch es dauerte einen Moment zu lange, um die Scheibe unter Kontrolle zu bringen. Conor Sheary attackierte ihn, stibitzte das Spielgerät, passte zu Jake Guentzel und dieser leitete auf Sidney Crosby weiter, der keine Mühe hatte den Treffer zu markieren.
Auch beim 3-1 von Evgeni Malkin ließ Bobrovsky den Schuss durchrutschen. Ein Torhüter in Topform hätte den Schuss sicher gehalten.